Archiv für den Monat: Juli 2010

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 25 (Coverversionen)

projekthoersturzHui, es steht wieder mal ein Jubiläum an bzw. zwei, denn die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] ist die 25. und außerdem wurde das Projekt zwei Jahre alt. Dazu hat Veranstalter beety einen Jubiläumsbeitrag mit einigen Statistiken veröffentlicht. Demnach habe ich noch keine Runde verpasst und damit dies nicht die erste wird, stürze ich mich gleich ins besondere Vergnügen der Coverversionen:

  • Marina And The Diamonds – Starstrukk (von Gamlor – (3OH!3))
    Eine Stimme, die für ausufernden Gesang gemacht ist, stückelt sich durch klavieruntermalte Zeilen. Da treffen sich zwei, die niemals hätten Kontakt haben sollen. Ok, schlimm ist es nicht, aber Spaß macht es auch nicht. Zumal die künstliche Untermalung der zweiten Hälfte jeglichen guten Eindruck der zarten ersten Hälfte wieder zunichte macht.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Nostalgia 77 – Seven Nation Army (von beam – (The White Stripes))
    Als Fußballunbegeisterter habe ich zum Original keine besondere Beziehung und kann mich somit völlig unbeeinflusst diesem Cover widmen. Das überzeugt mich jedoch überhaupt nicht, denn die Kreischstimme und der jazzige Hintergrund decken sich so gar nicht mit meinem Verständnis von guter Musik.
    Punkte: 2 von 5
  • Tori Amos – ’97 Bonnie & Clyde (von beetFreeQ – (Eminem))
    Na, kommt da noch was?! Ah, ein Horrorfilm oder Ähnliches. Das ist echt unheimlich und ich stelle mir gerade vor, wie eine verbitterte junge Frau mit tränenverschmiertem Make-up und einem Fleischmesser in der Hand vor mir steht und mich für ihr trauriges Schicksal verantwortlich macht. Da steckt echter Schmerz drin und viel Kunst, aber mit Musik hat das nichts zu tun.
    Punkte: 1 von 5

Liedzeilen-Quiz #116

Ungewöhnlicher Tag und ungewöhnliche Uhrzeit, aber kein Grund, das Liedzeilen-Quiz nicht trotzdem starten zu lassen. Gestern habe ich das völlig vergessen und falls es Euch ähnlich ging, so bleibt jetzt noch die Chance, vor dem Wochenende ein bisschen zu rätseln. Das Ganze wird langsam und informal ablaufen, da ich nicht ständig am Rechner bin, es gerade Urlaubszeit ist und wir das mal mit der Gemütlichkeit probieren. Nun aber:

  1. Zum Tanzen war keine Zeit, da Bodenturnen auf dem Programm stand. Die gesundheitlichen Folgen blieben nicht aus, aber die Zuschauer sind unerbittlich. (4 Zeilen)
  2. Laut Gerüchten wurde die gesuchte Version aufgenommen kurz bevor der Interpret mit einer Schrotflinte erschossen wurde. Todesart und Zeitpunkt sind jedoch völlig falsch.
  3. Der Titel könnte auf geistliche Aktivitäten hinweisen, doch auch das ist komplett falsch.
  4. Der Name des Originalinterpreten lässt das Beherrschen einer bestimmten Sprache vermuten, doch auch das ist wieder falsch.
  5. Das Thema der Falschheit fortführend, gebe ich zu, dass der Song hier auch falsch ist. Die gesuchte Version hat nämlich überhaupt keine Zeilen. (Es bleibt zu debattieren, ob ich nicht einfach die Originalversion nehmen sollte und auf dieses Cover verweisen, aber dat krieger mer später noch.)
  6. Die gesuchte Instrumentalversion ist mir aufgefallen, als ich Doctor Who-Verbindungen verfolgt habe.

Auflösung: Gesucht war A Whiter Shade of Pale von Procol Harum in der Instrumentalversion von King Curtis (Text, Video).

Den Song kennt natürlich jeder, aber auf die gesuchte Version wurde ich aufmerksam, weil sie am Anfang des Films Withnail & I gespielt wurde. Im Audiokommentar sagen alle drei Beteiligten, dass King Curtis nach dem Konzert, wo der Song aufgenommen wurde, erschossen wurde. Das stimmt aber nicht, sondern er wurde einige Monate später in einer Messerstecherei von einem Junkie getötet.

Lösen konnte cimddwc, der den Song identifizierte und erkannte, dass Paul McGann (8. Doktor) in dem fantastischen Film mitspielte.

Blick über den Tellerrand vom 29. July 2010

Gottes Dienst? (29. July 2010)

Es war ein Unglück im Rahmen einer Kulturveranstaltung ohne jeglichen religiösen Bezug. Die zahlreichen Opfer werden eben so zahlreichen Religionen oder Weltanschauungen angehören. Wieso also wird die Gedenkfeier als ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert? Mitveranstalter ist das Land NRW, sind also die beiden christlichen Kirchen Staatsreligionen von denen ich bisher nichts wusste?

Blogparade: Blogkommentare verfolgen (20. July 2010)

Angesichts eigener Überlegungen zu der Frage, wie man Blogkommentare zu Themen, die einen interessieren, am besten verfolgt, dachte ich mir, ich könnte daraus eine Blogparade machen – ist schließlich auch ein Thema, das im Prinzip alle Blog-Kommentierer betrifft.

«Into the Wild» von Sean Penn (Blu-ray) (20. July 2010)

Google Analytics: IP-Übertragung anonymisieren (18. July 2010)

Man man hat allerdings seit einigen Monaten die Möglichkeit, die IP-Adressen der Besucher in verkürzter Form also “anonymisiert” zu übertragen. Damit ist man zumindest nach dem heutigen Stand der Dinge auf der sicheren Seite.

Tobi on Tour: britische Serien und Filme (16. July 2010)

Also habe ich mich mal hingesetzt und für diesen Beitrag einen Graphen erstellt mit den britischen Serien und Filmen welche ich gesehen habe, und vor allem den Schauspielern und Drehbuchautoren, welche in mehreren auftauchten.

Das müssen wir klären: Warum immer nur Edzard Ernst? (Nachtrag 15.7.) (15. July 2010)

Aber vielleicht ist es auch so, dass es einfach nur ihn gibt. Kann das sein? Gibt es sonst niemanden, der kritisch die Forschung der Homöopathen beurteilen kann? Oder traut sich sonst keiner? Oder interessiert das niemanden der forschenden Mediziner? Oder hält es sonst niemand für nötig, sich zu Wort zu melden? Das wäre schlimm.

Blogkommentare verfolgen (Blog-Parade von cimddwc)

Eines der wichtigsten Themen für Blogs und Blogger sind die Kommentare. Erstaunlicherweise sind die meisten Kommentatoren selbst Blogger. Wenn man allerdings bedenkt, wie hilfreich, aufregend und einfach nur schön Kommentare sein können, ist das gar nicht mehr so ungewöhnlich. Wer selber bloggt, weiß um diesen Umstand und gibt eher seinen Senf ab als ein unbeteiligter und (bisher) anonymer Leser. Und hat man dann einen Kommentar abgegeben, möchte man in den meisten Fällen wissen, ob und wie darauf geantwortet wurde. Hier nun kommt die Blog-Parade von cimddwc ins Spiel, denn er möchte wissen, wie man die Kommentare im Auge behält. Ein sehr interessantes Thema, wird die Wichtigkeit doch oft unterschätzt, aber dazu kommen wir gleich noch. Nun also zu den vorgegebenen Möglichkeiten, wie ich Kommentare auf Blogs verfolge.

  • Per E-Mail-Abo (sofern angeboten)?
    Ja, das ist meine präferierte Version, da ich nichts tun muss, sondern der Kommentar zu mir kommt. Ärgerlich ist dabei, wenn nicht der Inhalt geschickt wird, sondern nur die Information, dass ein Kommentar abgegeben wurde (beim Blogsystem Serenity z.B.). Es gab schon einige Male Aktionen von Bloggern, bei denen angedroht wurde, sie würden in Blogs ohne Kommentarabo nicht mehr kommentieren oder überhaupt lesen. Das halte ich für übertrieben, aber immerhin wird so Aufmerksamkeit auf das Problem gelenkt. Für selbst hostende WordPress-Blogger gibt es ein Plugin mit Double-Opt-In-Verfahren, so dass man auf der sicheren Seite ist. Für wordpress.com-Blogger gibt es ebenfalls seit letztem Jahr die Möglichkeit, wobei hier jedes Mal das Abo bestätigt werden muss, was ein bisschen aufwändiger ist.

Song des Tages: Stornoway – Watching Birds

Heute Nacht twitterte die Band Stornoway einen Hinweis zum Video zur nächsten Single Watching Birds, eines der besten Songs des Albums Beachcomber’s Windowsill (meine Kritik). Wobei das nichts zu sagen hat, denn alles Songs sind fantastisch. Die Zeilen “It’s a Monday Night in June” werden geändert zu “It’s a Tuesday Morning in July” und wir genießen eine Partie Schachboxen:

Direktlink via Bandblog.

PS: Anscheinend darf man das Video (noch) nicht einbetten, deswegen müsst Ihr doch beim NME vorbeischauen. Grmpf. Ausgetauscht durch YouTube-Video des Labels.

Konzert: John Fogerty in der Trier Arena am 21.07.10

Ist die Julia plötzlich wahnsinnig geworden oder wurde sie entführt? Nein, die Julia hatte diese Woche kurzfristig die Gelegenheit einzuspringen und John Fogerty live zu sehen. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit haben wir es hier mit einem Künstler zu tun, der schon seit Jahrzehnten auf den Bühnen dieser Welt unterwegs ist. Doch da ich sowohl CCR mag als auch seine Soloalben (soweit mir bekannt), habe mich nicht lange überreden lassen, mich in das Gewühl der zum allergrößten Teil älteren Herrschaften zu stürzen. Es befanden sich jedoch auch vergleichsweise viele junge Menschen im Publikum, die meist mit ihren Eltern das Event miterlebten.

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Fast pünktlich um 20 Uhr kam die Band auf die Bühne und dann auch der Sänger selbst, dem die man 65 Jahre nicht ansieht. Er rockte gleich los mit Up Around the Bend und legte Klassiker um Klassiker nach, bei denen das Publikum fröhlich mitging. Erst der sechste Song war vom aktuellen Album und davon kamen nur noch ein oder zwei weitere. Auch zwei Coverversionen packte er in die 24 Songs (Pretty Woman und Summertime Blues).

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Zwischen jedem (!) Song wechselte er die Gitarre und auch die Begleitmusiker zeigten sich multiinstrumentalisch, besonders der vierte Gitarrist, der öfter mal zur Geige, Basstrommel oder Ukulele griff. Neben zahlreichen Wechseln gab es auch so manches Instrumentalsolo auf Geige, Drums, Mundharmonika und Gitarre. Stimmlich war Fogerty voll auf der Höhe und klang wie eh und eh.

John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier
John Fogerty Konzert 21. Juli 2010 Trier

Liedzeilen-Quiz #115

Auch am ungewohnten Freitag kann ein Liedzeilen-Quiz stattfinden. Soeben hat auch Moritz die Lösung zum inoffiziellen Quiz vor drei Wochen bekannt gegeben und so können wir uns unbelastet etwas völlig anderem zuwenden:

  1. Die moderne Technik! Funktioniert sie mal nicht, muss man in der Ferne um Hilfe bitten. Derweil muss man ohne klarkommen und hoffen, dass es nicht das Leben kostet. (7 Zeilen)
  2. Einer Gitarre im Umfeld des Interpreten könnte man übernatürliche Fähigkeiten attestieren, wenn es so etwas gäbe. Sie verhalf einem Auszubildenden zu musikalischer Fertigkeit und einem aushelfenden Fan zur ersten (?) Berührung mit der Musikwelt.
  3. Zum richtigen Verständnis des Titels sollte man gutes Englisch können und sich v.a. mit Mehrfachbedeutungen auskennen. Dann weiß man auch, warum das Versagen der Technik so dramatisch ist.
  4. Kehren wir nochmal zur Musikgeschichte zurück. Der Song war Teil eines berühmten Vorsingens, das zu einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit geführt hat.
  5. Und schon wieder wurde der Song durch einen Film bekannt. Diesmal aber tatsächlich während der Handlung gesungen und nicht nur als Untermalung einer Szene. Im Film ging es um hilflose Mädels. Oder so ähnlich.
  6. Der Interpret wird oft in Verbindung gebracht mit dem Tag, an dem die Musik starb, was nicht direkt stimmt, aber zeitlich, umständlich und freundschaftlich war er nah dran.

Auflösung: Gesucht war Twenty Flight Rock von Eddie Cochran (Text, Anhören). Der Song handelt von einem ausgefallenen Aufzug im Haus der Angebeteten und den 20 Treppen, die der Sänger dementsprechend laufen muss. Zum ersten Mal vorgestellt wurde er in dem Film The Girl Can’t Help It.

Eddie Cochran starb bei einem Autounfall in England während einer Konzerttour. Mit ihm im Auto war auch Gene Vincent, der aber fast unverletzt überlebte. Der Unfall ereignete sich 14 Monate nach dem Flugzeugabsturz, bei dem Buddy Holly und Ritchie Valens ums Leben kamen. Die Gitarre von Cochran wurde sichergestellt von einem jungen Polizisten, der darauf spielen lernte und später als Dave Dee berühmt wurde. Ebenjene Gitarre wurde auf der Tour von einem gewissen Marc Bolan geschleppt, der später mit T.Rex berühmt wurde.

Twenty Flight Rock ging auch in die Musikgeschichte ein, weil Paul McCartney diesen Song John Lennon vorspielte und damit ziemlich Eindruck machte. Das Ereignis fand hier vor ziemlich genau 53 Jahren statt.

Lösen konnte nach langer Zeit mal wieder Herr Postpunk, der sich natürlich in der Musikgeschichte trefflich auskennt.