Beetys Projekt Hörsturz: Runde 33 (Frauenstimmen)

projekthoersturzJawollja, endlich wieder am Laptop in die Tasten hauen für die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1]. Wobei es das letzte Mal auf meinem alten Acer sein wird. Doch das Thema gehört nicht hierher, denn es soll um Frauenstimmen gehen.

Stürzen wir uns also ins Vergnügen, solange es noch Internet gibt und geben uns den hohen Frequenzen hin:

  • Yeah Yeah Yeahs – Y Control (von DerGraf)
    Eigentlich nicht so meine Musik, aber letztes Jahr oder Anfang dieses Jahres schlug der Blitz ein (bad pun, sorry) und die YYYs wuchsen mir ans Herz. Das hier ist nicht ganz so wuchtig, aber die Stimme ist wirklich genau richtig.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Tarja – In For A Kill (von cimddwc)
    Jetzt wird es ein bisschen extremer und cinematischer. Ich habe U-Boote und Geheimagenten vor Augen bis dann der Metallbass ins Spiel kommt. Die klare Stimme fängt die Gitarrenwand etwas ab, aber so ganz werden wir keine Freunde. Auch stört mich die Enunziation (Artikulation ist zu mild), denn sowas klingt immer schnell gekünstelt.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Agnes Obel – Beast (von Dany)
    Darauf war ich jetzt echt gespannt und es geht auch in die Richtung, die ich erwartet hatte. Reduziert und fast schon harfig trägt Agnes das vor. Wenn wir mal ein paar Schubladen aufmachen wollten, so stecken wir sie zu Likke Li und First Aid Kit. Bezaubernd und talentiert, aber (noch) springt der Funke nicht über. Auch das gesungene Kindchenschema muss nicht sein.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Nelly Furtado – Wait for you (von David)
    Gah, Timbafreak! Bekannterweise halte ich den Grimassenzwerg für den Teufel schlechthin. Sein Einfluss kann hier zum Glück nicht ganz Nellys Talent verdrängen, aber komplett kann ich mir das trotzdem nicht anhören.
    Punkte: 0 von 5
  • The New Pornographers – My Shepherd (von JuliaL49)
    Eine spontane Last-Minute-Entscheidung fürs Projekt, da ich sonst eher weniger Frauen lausche und auch hier haben wir es mit einer Band zu tun, bei der meistens ein Mann singt. Das hier jedoch ist mir vom diesjährigen Album als erstes aufgefallen, weil es so fluffig schnell ins Ohr geht. Nutzt sich zwar nach ein paar Dutzend Durchgängen ab, aber es klingt immer noch frisch genug, dass es mit dem Album zusammen in meine Jahres-Top-10 schaffen könnte.
    Punkte: 4 von 5
  • Azure Ray – New Resolution (von Fabian)
    Drums, die an The XX erinnern und ein Intro, das je nach Stimmungslage aggressiv macht oder völlig begeistert. Die lustlose und einschläfernde Stimm ist allerdings in jedem Fall ein Katalysator für einen Falling Down-Moment.
    Punkte: 1 von 5
  • Jane Healy – Colors Of The Night (von Onkelosi)
    Dem Namen nach eine Verwandte von Fran, aber musikalisch eher von Celine. Würde perfekt zu Wetten, dass…? passen.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Broadcast – The World Backwards (von beetFreeQ)
    Soso, rückwärts also. Zeitlich orientiert sich das jedenfalls einige Jahrzehnte in der Vergangenheit und diese jazzigen Drums und Kontrabasse sind schrecklich. Dazu eine Stimme, die als Fingernägel auf Tafel durchgehen könnte und perfekt ist das Folterinstrument.
    Punkte: 0 von 5
  • CocoRosie – Beautiful boyz (von Khitos)
    Das ist also die Ausnahme, weil zwischendurch mal Anthony Hegarty singt. Aber das fällt nicht wirklich auf und ist sogar eine angenehme Abwechlsung vom Björkgeschreie. Dazu eine Radioheadeske Hintergrundbeschallung und wir haben den perfekten Spaltersong.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Mates of State – Get Better (von Kristin)
    Ah, es geht doch und wir schließen mit einer Band, die auch meine Ohren schon mal wohlwollend beschallen durfte. Flotter Beat, knackige Melodie, ordentliche Tempowechsel, angenehme Stimme, kryptisch-optimistischer Text – Herz was willst du mehr?!
    Punkte: 4,5 von 5

Eigentlich eine angenehme Runde, die von einigen Ausreißern nach unten auf unterdurchschnittliche 2,0 Punkte gezogen wird. Aber dafür höre ich Get Better jetzt noch ein paar Mal.

Bleibt noch der Vorschlag für die nächste Runde und das soll das frisch entdeckte Belinda von Ben Folds und Nick Hornby sein:

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen zehn zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

5 Gedanken zu „Beetys Projekt Hörsturz: Runde 33 (Frauenstimmen)

  1. Oha, Ben Folds und Nick Hornby. Hatte ich auch für mich entdecken wollen, aber ist mir im Gesamtkonzept bisher zu weichgespült. Trotzdem freue ich mich darauf.

    Ah, der von mir in meinem Beitrag beschriebene Timbaland-Hasser personifiziert sich also in Dir. :wink:

    Ansonsten sind wir beide mehr oder etwas weniger auf einer Welle.

  2. So ganz kann ich mir bei den beiden noch kein Urteil erlauben – nach einem Durchlauf sind sie in der Kiste “Durchschnitt, der evtl. wachsen könnte”. Aber der letzte Song ist wirklich super, vor allem der Text.

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