Beetys Projekt Hörsturz: Runde 30 (Bad Taste)

projekthoersturzDiesen Tag habe ich gefürchtet, doch er musste kommen, denn die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] läuft heute aus und da muss ich mich auch endlich mit dem Sonderthema Bad Taste befassen.

Bin mal gespannt, ob ich überhaupt die Pflichtsongs durchhalte. Die vielen Bonussongs jedenfalls werde ich mir nicht antun, denn neben dem schlechten Geschmack habe ich auch mal wieder überhaupt keine Zeit. Doch dazu mehr bei meinem Vorschlag für die nächste Runde. Auf in den Kampf:

  • Tex Haper – New Wave Country (von Postpunk)
    Schunkelmusik! Die Kirmeszeit ist ja eigentlich gerade vorbei und wenn man sowas hört, kann man nur froh drum sein. Das hier ist ein krampfhafter Versuch, alle möglichen als Kult eingeschätzten Elemente in einem Song unterzubringen. Das Ergebnis ist gerade so peinlich, dass es wirklich grässlich ist und noch nicht schon wieder irgendwie charmant. Immerhin kann man das gut ignorieren und deswegen gibt es nicht die Tiefstwertung.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Alexander Marcus – Papaya (von Khitos)
    Oh, gestern war der in Kiel und ich habe das verpasst?!? Jedenfalls hat man als aufmerksamer Klingeltonwerbunggucker von dem Meisterwerk schon mal gehört. Aber dank der künstlich-überschwänglich quatschenden Werbetante habe ich das volle Ausmaß noch nicht erfahren können. Könnte ein Projekt der Musik-AG der örtlichen Sonderschule sein, so kunstvoll und ernsthaft wie das vorgetragen wird. Das grenzdebile Lachen gegen Ende passt auch dazu.[2]
    Punkte: 0 von 5
  • Beyonce – Vois sur ton chemin (von Graval)
    Zum Namen passt der französische Text, aber natürlich nicht der Akzent. Würde gut passen als Untermalung in einem TV-Movie über die Geschichte einer engagierten Nonne mit 45 Adoptivkindern und 78 aus Tierversuchslaboren befreiten Hunden. Immerhin kann man das als Musik bezeichnen.
    Punkte: 1 von 5
  • Naddel Featuring Die Apostel – Zieh Dich aus kleine Maus (2010 Party Version) (von Fini)
    Alles, was nach Eurotrash klingt, muss ja schon per definitionem dämlich sein, in diesem Fall verstärkt durch die Angabe „Party Version“. Wenn noch indirekt Diddä dabei ist, dann sind Maus und Elefant verloren. Rudimentäres Gesangstalent wäre für den übergebungsfreien Hörgenuss auch von Vorteil.
    Punkte: 0 von 5
  • DJ Schweber – Jagertee (von Moritz)
    Wo wir schon bei Gesangstalent sind, kommt auch gleich einer mit Autotune um die Ecke und verbindet das mit den Elementen, die man Anfang der 90er in fast jedem Chartshit hören konnte. Gegen beides habe ich eine tiefe Abneigung und man kann Moritz nur zu seiner Wahl für diese Runde gratulieren.
    Punkte: 0 von 5

Puh, geschafft! Mit einem Durchschnitt von 0,3 Punkten schneidet diese Runde erwartungsgemäß sehr schlecht ab und ich bin froh, das wir das Thema endlich hinter uns haben. Nun kommen wir zum Vorschlag für die nächste Runde. Heute abend werde ich auf ein Konzert von Beat! Beat! Beat! (präsentiert von den White Tapes) gehen – fast unbekannterweise, denn ich habe Gästelistenplätze gewonnen. Das Album erschien gestern und ich kenne bisher nur den einen Song, den ich dementsprechend vorschlage:


Beat! Beat! Beat! – We Are Waves from Community Promotion on Vimeo.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []
  2. Nicht, dass ich da in ein Fettnäpfchen getreten bin: Ist der Herr Marcus vielleicht tatsächlich der deutsche Forrest Gump? Wer sich damit auskennt, möge mich bitte aufklären. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

6 Gedanken zu „Beetys Projekt Hörsturz: Runde 30 (Bad Taste)“

  1. Immerhin ist meine Wahl ja noch im oberen Drittel! Ich bin mir nicht sicher ob Tex Haper mit dieser plötzlich zunehmenden Popularität gerechnet hat. So oft wie er in den letzten Wochen auf den diversen Blogs erwähnt wurde.

  2. Und woher wusste dehkah schon vor über einem Jahr, daß Du die Bonustracks nicht bewerten wirst? … Wobei? vor -1 Jahren, 12 Monaten (9. Oktober 2010 um 18:18) Hat der Dr. vielleicht mal wieder am Zeiteisen gedreht?

  3. Och schade, auch keine Bonustracks 🙁

    Aber nachvollziehbar: so nen kompletter Hörsturz dauert Stunden bis man ihn fertig hat.

  4. Postpunk, wiederkehrende Popularitäten aufgrund irgendwelcher Internetvorkommnisse sind ja keine Seltenheit – man denke nur an den Trolololomann.

    Dehkah, dazu kommt, dass ich mir aber auch immer Zeit bis zum Schluss lasse und nicht – wie die Vernuft gebieten würde – alle paar Tage eine Handvoll Songs bewerte.
    Und ja, wie hast du das gemacht mit der Zeitverschiebung?!? Dein Kommentar war ja der erste.

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