Albumkritik: Minotaurs – Eat Yr Hate

Minotaurs - Eat Yr HateManche Songs packen einen sofort und in den meisten Fällen geht das übers Herz. Ein solcher Song ist Anyone Who Had a Heart von den Minotaurs. Das bezaubernde Video aus einem Film mit Fred Astaire tut sein Übriges (s. unten). Das gesamte Album Eat Yr Hate (nein, da fehlen keine Buchstaben) hinterlässt einen ähnlichen Eindruck und da es zwar schon vor einiger Zeit erschien, aber viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam, gibt es heute meine Kritik dazu.

Auf die Band aufmerksam wurde ich wie so oft über die WhiteTapes. Im dortigen Beitrag erfährt man auch, dass das Album erst im dritten Anlauf und dann ohne Labelunterstützung fertig gestellt wurde. Das ist natürlich schade, aber immerhin dürfen wir jetzt endlich in den Genuss kommen.

Stichwort Genuss: Was genau hören wir denn überhaupt? Am besten den Bandcamp-Albumplayer anklicken und sich selber einen Eindruck verschaffen. Einen der Songs (The Trouble You’re In) gibt es dort als kostenlosen Download gegen eine gültige E-Mail-Adresse.

Der passend betitelte Opener The Arrival (Cold Wind) gibt einen ersten sanften Schubser in die Kaminecke, wo dann gleich der Übersong Anyone Who Had a Heart wartet und den Hörer vollends in den Bann zieht. Die sehr Hi-Hat-lastigen Drums bieten ein stimmiges Rückgrat für Klavier und Geigen und im Vordergrund steht natürlich der harmonische Gesang von Sarah Farrell und Andrew Forster.

<a href="http://minotaurs.bandcamp.com/album/eat-yr-hate-by-minotaurs">Eat Yr Hate by Minotaurs by minotaurs</a>

Viel ist über die Band nicht zu erfahren – laut ihrem MySpace-Profil stammen sie aus South Shields (bei Newcastle, sehr schön dort), haben fünf Bandmitglieder und eine illustre Reihe von Einflüssen. Die weit vorn genannten Velvet Undergrund und Belle and Sebastian können durchaus zur Beschreibung dieses Hybrids dienen: Die Verbindung der klaren Melodien von VU (ohne die rauhe Stimme von Lou Reed) und dem glockigen Gesang von B&S ergeben dann einen Minotauros[1].

Fazit: Genau richtig als Herzwärmer für den beginnenden Herbst, um verträumt den mittlerweile dunklen Feierabend zu genießen. Das Album ist hervorragend zur Dauerrotation geeignet, da es genau die richtige Menge Abwechslung bietet.

Zum Abschluss noch das angesprochene Video und wer nach dem Durchlauf des Bandcamp-Player das Album kaufen möchte, hat folgende Dowload-Möglichkeiten (CD war limitiert und ist mittlerweile ausverkauft):

Bandcampfür £ 6,99 in verschiedenen Formaten inkl. FLAC, mp3 (320kb/s) und OGG
Amazon DE [Partnerlink] für € 8,40 in mp3 (256kb/s)
eMusic für 10 Credits in mp3 (225kb/s VBR)

Alternativ gibt es das Album endlich auch bei Spotify.

PS: Wer auch gerne Gitarren mag, sei auf die zwei kostenlosen Downloads verwiesen.

  1. Jaja, blödes Wortspiel, aber das war einfach zu einladend. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

2 Gedanken zu „Albumkritik: Minotaurs – Eat Yr Hate“

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