16 musikalische Fragen

Achtung Stöckchen-Content! Nach längerer Pause erreicht mich mal wieder ein Stöckchen[1] und da es um Musik geht, hat Sir Donnerbold an mich gedacht. Wie das so üblich ist, geht es darum, vorgegebene Fragen zu beantworten und wie der Titel schon verrät, sind es heute derer 16 rund um Musik.

1. Ein Lied aus deiner frühsten Kindheit:

Ich habe es schon öfter erwähnt, dass meine frühesten Videoerinnerungen Don’t Give Up von Peter Gabriel & Kate Bush und (I Just) Died in Your Arms von Cutting Crew sind, aber es gibt noch frühere Erinnerungen. Auf einer Kassette mit Kinderliedern (Die Affen rasen durch den Wald, Die süßesten Früchte, Dinosaurier werden immer trauriger) gab es auch eher nachdenklichere und kritischere Lieder wie Karl der Käfer.

2. Ein Lied, das dich an einen Urlaub erinnert:

Im negativen Sinne wäre das eine Zusammenstellung von Boney M, ganz besonders El Lute, aber daran mag ich nicht denken. Mit guten Erinnerungen verbinde ich Flugzeuge im Bauch von Grönemeyer, das wir auf der 12h-Rückfahrt einer Kanufreizeit von Frankreich so oft hintereinander gespielt haben bis wir zu Hause waren.

3. Ein Lied, von dem du in der Öffentlichkeit nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:

Schwierig, denn da fällt mir auf Anhieb nichts ein – zumindest kein einigermaßen aktuelles Lied. Eine Suche in meiner Musiksammlung ergab, dass ich tatsächlich die Genrebezeichnung Peinlich eingeführt habe und da findet sich die Popperle Penny & Me von Hanson.

4. Ein Lied, das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:

Historisch sicherlich In the Ghetto von Elvis (passend zum heutigen Tag), wo sich der Playcount durch künstliche Rotation in meinem Kopf erhöht hat. Die Entwicklung der letzten Jahre kann ich dank der Aufzeichnung durch Last.fm und MediaMonkey sehr genau nachvollziehen, die auch in etwa meiner mobilen Hörgewohnheit entspricht. Da hätten wir in den Top 4 die Songs Daddy’s Gone von Glasvegas, With Hand Claps von Y’all Is Fantasy Island, Golden Skans von den Kaiser Chiefs und Julia, We Don’t Live In the 60’s von den Indelicates.

5. Ein Lied, das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:

„Repräsentiert“ im stilistischen oder im interpretatorischen Sinne oder der Stimmung nach?! Wenn mir da die Beatles raussuche, dann wird es schwierig, weil die sich über die Jahre so sehr verändert haben bzw. grundsätzlich eine so große Bandbreite hatten, dass ein Song gar nicht ausreicht, die Fab Four zu repräsentieren. Um es spannend zu machen, wähle ich eine Coverversion, die auf dem Rarities-Album erhältlich ist: Bad Boy (Grooveshark-Link).

6. Ein Lied, in dem du dich selbst wiederfindest:

Jetzt wird’s psychologisch und da kein Song komplex genug ist (sein darf/kann/sollte), wähle ich hier Driving With the Brakes On von Del Amitri. Die Bedeutung darf sich jeder selber ausdenken.

7. Ein Lied, das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert:

Nur eins?! Um der Aufgabe gerecht zu werden, wähle ich mal eine entsprechend denkwürde Situation und da fällt mir der Abistreich ein, bei dem wir öfter Won’t Forget These Days von Fury in the Slaughterhouse gespielt haben. Wunderbar passend.

8. Ein Lied, bei dem du am besten entspannen kannst:

Da gibt es ebenfalls unzählige, aber momentan ganz besonders Zorbing von Stornoway, weil es mein Einstieg zur Band war, es wirklich wunderbar luftig ist und außerdem der erste Song des Albums ist, der Anfang einer ganzen Reihe von fantastischen Songs.

9. Ein Lied, das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:

Langsam wächst die Gefahr von Wiederholungen und um es frisch zu gestalten, nenne ich In These Arms von Bon Jovi, die lange Jahre meine Lieblingsband waren und von denen ich einige Konzerte besucht habe.

10. Ein Lied, das momentan ein Lieblingssong ist:

Ach, Stornoway habe ich schon genannt, aber Mr Peterson von Perfume Genius ist noch „momentaner“ und das höre ich andauernd zwischendurch, weil es so gespenstisch und wunderschön ist.

11. Ein Lied, das du deiner besten Freundin widmen würdest:

Wie Sir Donnerbold auch, frage ich nach dem Anlass. Aber ich denke mit I’ll Be There For You von den Rembrandts sind ziemlich viele Fälle abgedeckt und es hilft auch, dass es der Titelsong zu Friends ist…

12. Ein Lied, bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:

Eine Musiksnob-Frage?! Da könnte ich jetzt meine Erfahrungen vom Projekt Hörsturz einbringen, aber bisher gab es keinen Vorschlag von mir, der von allen Teilnehmern abgelehnt wurde. Da mogele ich ein bisschen und nehme die aktuelle Runde, die gestern erst begonnen hat und nenne fear of fragility von to my boy. Das kommt bisher nicht so gut an und hat im privaten Umfeld schon zu so manch negativem Kommentar geführt.

13. Ein Lied, das du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst:

Und wieder nur eins?! Da gehe ich gegen die Erwartungen und nenne The Rake’s Song von den Decemberists, das einen sehr makabren Text hat, der einen Großteil meiner Faszination für diesen Song ausmacht.

14. Ein Lied, bei dem du dich bestens abreagieren kannst:

Wenn das Abreagieren in Form von sinnlosem Herumspringen geschieht, ist dazu The Animal Song von Savage Garden bestens geeignet. Klingt komisch, ist aber so.

15. Ein Lied, das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:

Als John Cusack-Fan wäre eine offensichtliche Antwort Many Rivers to Cross von Jimmy Cliff, aber aus literarisch-nostalgischen Gründen fiele meine Wahl auf Imagine von John Lennon.

16. Ein Lied, das du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest:

Der Konsens geht Richtung Stairway to Heaven, was mein musikalisch ungeschultes Ohr ohne wirkliches Verständnis einfach mal so glaubt. Ich weiche ab, allerdings nicht zeitlich und nenne Space Oddity von David Bowie.

Das war nicht einfach, aber wer sich berufen fühlt, möge das Stöckchen aufklauben. Auf jeden Fall interessieren würde mich die Auswahl von Postpunk, Konna und Burgherr.

  1. Ich habe dunkel in Erinnerung, dass ich noch mindestens zwei versprochene Stöckchen nicht beantwortet habe, aber das ignoriere ich jetzt mal gekonnt. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

5 Gedanken zu „16 musikalische Fragen“

  1. Ich finde Space Oddity eine gute Wahl. Stairway to Heaven mag ich auch, zwischen beiden zu entscheiden wäre… fies. Aber die Frage war ja (indirekt) auch nach „den besten“ 😀

  2. Interessante Auswahl. Die Decemberists hätte ich bei den Lyrics auch gut nennen können. Meine Wahl wäre da aber eher auf „The Mariner’s Revenge Song“ gefallen, der ja ganz ähnlich makaber ist.

  3. Pingback: Gorgmorg

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