Beetys Projekt Hörsturz: Runde 21

projekthoersturzDieser herrlich sonnige Freitag Nachmittag ist der ideale Zeitpunkt für die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1]. Unter den fünf ausgewählten Songs ist wieder einer meiner Vorschläge und bisher hat der ganz der knapp überdurchschnittlich abgeschnitten. Mal sehen, wie mir die Vorschläge der anderen Teilnehmer gefallen.

Wenden wir uns zunächst den Pflichtsongs zu:

  • The Hot Melts – Edith (von mir)
    Knackig, frisch, flott, eingängig – was will man mehr?! Ok, die B-Seite Right on Nine ist noch besser, aber die gab es nirgends öffentlich zu finden.
    Punkte: 4,5 von 5
  • Paco de Lucia, John McLaughlin, Al di Meola – Mediterranean Sundance (von Freddi)
    Kommt der Robert auch vorbei? Ach, das war ja was mit Filmen; hier geht es ums das kunstvolle Begrapschen von Gitarren. Daraus könnte man jetzt die Verbindung Don Juan ziehen (Paco war auch echt dabei) und Johnny Depp mit Eyeliner nehm ich doch gerne. Die drei Gitarreros haben ihr Handwerk verdammt gut drauf und auch wenn ich grün vor Neid werde, so ist das doch eher Musik zum Bügeln denn zum Nebenher hören.
    Punkte: 3 von 5
  • Morlockk Dilemma – Elefant (von WeGi)
    Aus unerfindlichen Gründen muss ich dabei an Tatort denken – deutsch, angestrengt bemüht, derb, nervtötende Hintergrundgeräusche, feuchte Aussprache, viel Kriminalität. Ein seltsames Zusammenspiel, das einige gute Ideen zeigt, aber in der Umsetzung so gar nicht meinem Verständnis von „Musik“ entspricht.
    Punkte: 1 von 5
  • The Cinematic Orchestra – To Build A Home (von beam)
    Und schon wieder ein großer Genresprung. Hier wird gewaltig auf die Bremse getreten und jede Bewegung scheint zu viel zu sein. Selbst der Sänger kann sich kaum überwinden, etwas ins Mikro zu hauchen. Der Klavierspieler hat dann aber doch noch den Wecker gehört und bringt Leben in die Bude, um dann beschwingt zum Ende zu geleiten.
    Punkte: 4 von 5

  • Callejon – Sommer, Liebe, Kokain (von Sebastian)
    Und spätestens jetzt bin ich auch wieder wach, dank dieser durchgeknallten Schreihälse. Eine Melodie kann ich da zwar erkennen, aber das Gekreische ist so schmerzhaft, dass ich mir das nicht mal bis zum Ende anhören kann.
    Punkte: 0,5 von 5

Eine unglaublich abwechslungsreiche Runde, die einen bunten Querschnitt an Punkten hervorbrachte und mit einem Durchschnitt von 2,6 abschneidet. Wenden wir uns nun der Kür zu:

  • Eddie Gale – The Rain (von beetFreeQ)
    Minimalistisch heute, der beety. Aha, ohne die Tröten und Bässe hätten wir doch alle was vermisst. Nein, ich bin immer noch nicht bereit dafür, aber es gilt ja, dass steter Tropfen den Stein höhlt. Interpoliert heißt das, dass ich so im Jahre 2525 auch Jazz in allen Formen mögen werde.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Fee Fin – Fire Make Us Sick (von Robert)
    Ist das auf die nervige Eulenstadt bezogen? Jedenfalls ist das hier ziemlich unaufgeregt und einlullend, so dass ich mir beinahe Glühwürmchen herbei wünsche, die ein bisschen für Abwechslung sorgen.
    Punkte: 2 von 5
  • Foals – This Orient (von Kamil)
    Die Ringelpietz-Platte, die mich anfangs ziemlich verwirrt und kribbelig gemacht hat, mittlerweile aber zumindest ansatzweise als angenehm eingestuft werden kann.
    Punkte: 3 von 5
  • Freedom Call – Over the Rainbow (von cimddwc)
    Hola, es wird orgelisch (orgelanisch? organisch?). Die passenden Kirchenglocken dazu und fertig ist der perfekte Soundtrack für den fröhlichen Leichnam. Der ist aber gestern schon vorbei gezogen und die gehetzten Drums in Verbindung mit Enunchengekreische kann ich gerade gar nicht ab.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Guns N‘ Roses – Paradise City (von Sir Donnerbold)
    Meine Jugend! Fette Dröhnung und eingängige Melodie in Einem, dazu das Elvis-Cocker-Gehampel (am eindrucksvollsten in Szene gesetzt bei Sweet Child o‘ Mine) und die unverwechselbare Stimme von Axl und fertig ist der Nostalgiesong – textlich wie emotional.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Kirsty MacColl – Caroline (von Postpunk)
    Die gute Frau kenne ich (wie wohl die meisten) nur in Verbindung mit den Pogues und als die Frau, für die A New England erweitert wurde. Singen kann sie ja und stellt das hier eindrucksvoll unter Beweis. Schön flott und genau das Richtige gerade jetzt.
    Punkte: 4,5 von 5
  • Malice Mizer – Beast of Blood (von Fini)
    Der Titel lässt nichts Gutes ahnen und tatsächlich sind wir wieder in der härteren Ecke. Klingt alles sehr dissonant und unkoordiniert – spielen die auch alle dasselbe Lied in derselben Geschwindigkeit?
    Punkte: 1 von 5
  • Marina and the Diamonds – Hollywood (Acoustic) (von kasumi)
    Ah, darauf habe ich mich schon gefreut. Es ist zwar etwas vereinfachend zu behaupten, dass jeder Song in akustik aufgewertet wird, doch das hier ist ein Paradebeispiel. Ich höre da zwar ein Keyboard raus, aber das unterstützt wunderbar die fast schon beängstigend volle Stimme von Marina.
    Punkte: 5 von 5
  • The Cure – The Love Cats (von Stoffel)
    Schubidu, so lasse ich mir den jazzigen Bass gefallen, denn Mr Smith und seine Stimme machen das wieder gut. Wunderbar fluffig und perfekt als Abschluss für die Runde geeignet.
    Punkte: 4 von 5

Von 1 bis 5 Punkten alles dabei (jaja, ein bisschen gedreht habe ich da, aber es geht ja um nix) und somit ergibt das logischerweise glatte 3 Punkte im Durchschnitt. Für die nächste Runde muss ich einfach das wunderbare Zorbing von Stornoway nehmen, dessen zugehöriges Album sich garantiert in meinen Album-Jahrescharts finden wird. Ach, das ist so toll, da binde ich das Video ausnahmsweise mal ein:

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

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