Beetys Projekt Hörsturz: Runde 19

projekthoersturzAlles neu macht der Mai nicht wirklich und deswegen gibt es erneut die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1] kurz vor Torschluss. Stürzen wir uns also ins Vergnügen.

Wie ich bei den anderen Teilnehmern gelesen habe, sind die fünf offiziellen Songs diesmal sehr humorig. Die vergebenen Punkte beziehen sich natürlich ausschließlich auf den Hör“genuss“ des Songs und haben nichts mit der vorschlagenden Person zu tun, sondern nur mit meinem beschränkten Verständnis von Musik. Wollte es nur mal gesagt haben und nun geht es endlich los.

  • Tenacious D – Kickapoo (von Sir Donnerbold)
    Zu Jack Black habe ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis, denn einerseits ist er sicherlich total sympathisch und sehr talentiert, aber andererseits hat er eine große Klappe und löst irgendwie Abneigung in mir aus. Doch wer sich selbst nicht allzu ernst nimmt und so einen spaßigen Genremix zustande bringt, den mag ich dann doch.
    Punkte: 4 von 5
  • Bodo Wartke – Ja, Schatz! (von Stoffel)
    Schwer einzuschätzen, denn mit ein bisschen Verdrehung könnte ich jede Wertung rechtfertigen. Singen und Klavier spielen kann er ja und witzig im positiven Sinne ist das auch. Insofern bin ich gnädig gestimmt.
    Punkte: 3 von 5
  • Umbra et Imago – Milch (von Guldhan)
    Das ist jetzt wieder etwas härtere Kost, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das auch eher ironisch gemeint ist. Abgesehen davon ist elektronische Fummelei, dumpfes Metalgeschrammel und tiefes Gekreische für mich in jeder Form inakzeptabel und von daher erübrigt sich die Fallunterscheidung.
    Punkte: 0 von 5
  • Demians – The Perfect Symmetry (von Stefan)
    Und jetzt wird es richtig düster und ernst. Musikalisch noch akzeptabel, aber ein schlechter Akzent macht mich kribbelig und das kann ich nicht durchgehen lassen. Manche finden das ja charmant, weil unperfekt, weil menschlich. Ich mag starke Akzente auch, aber dann bitte muttersprachlich und echt. Die lange Länge ist auch weit von perfekter Symmetrie entfernt.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Flight Of The Conchords – Robots (von Kamil)
    Das einzige Stück, das ich vorher schon kannte. Allerdings ist das ein Beispiel für die Stücke aus der Serie, die ich weniger mag. Das ist kreativ und knuffig, mit charmantem Akzent und schrägem Humor, aber musikalisch nicht auf meiner Wellenlänge.
    Punkte: 3 von 5

Mit 2,3 Punkten schneidet diese Runde wahrscheinlich ordentlich ab. Genau kann ich das nicht sagen, da ich eine sortierte Liste angelegt habe, aber im Moment des Abspeicherns der Computer abgestürzt ist. Deswegen hebe ich mir die Rangliste für die nächste Jubiläumsrunde auf. Mal sehen, wie die optionalen Songs abschneiden:

  • Art Garfunkel – Bright Eyes (von kasumi)
    „§$%&/)(/&%$%&/()/&/&%§$&%/&&%/&$&%§&%§%$§&/&%$%&%/“%&$“!$%/$%!/$
    Da hat Beety schon ein Ersatzvideo rausgesucht, weil das ursprünglich vorgeschlagene nicht mehr verfügbar war und nun ist auch das wieder weg. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe und bewerte den Song aus dem Gedächtnis. Ist ganz ordentlich und sowieso nicht objektiv zu bewerten, da viel zu viele Erinnerungen damit zusammenhängen.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Axel Rudi Pell – Devil Zone (von cimddwc)
    Außen Volksmusik, innen Rock. Das zarte Intro verwandelt sich fast unbemerkt in einen bombastigen Kracher und ich kann verstehen, warum ein Queen-Fan das gut findet. Macht ordentlich Laune, aber ein bisschen mehr Abwechslung hätte nach dem vielversprechenden Anfang sein können. Und ein bisschen kürzer.
    Punkte: 3 von 5
  • Clara Luzia – All I wish for (von dehkah – kostenloser Download!)
    Uiuiui, mit Bläsern und grausigem Akzent soll mir der Song madig gemacht werden. Aber das Akkordeon ist knorke und irgendwie hat das was von Frühling.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Cojones – Prozac (von Fini – kostenloser Download!)
    Die Interpret-Titel-Kombination verspricht sedierte Eier und irgendwie klingt das auch danach. Passiert da noch was außer machohaften Gitarrenriffs? Aha, uninspirierter Gesang mit klischeehaftem Text gibt es dann doch noch, aber die reißen mich nicht vom Hocker.
    Punkte: 1 von 5
  • Dendemann – Hörma (von WeGi)
    Mpf, Grooveshark ist nicht erreichbar und alle Videos sind gelöscht, aber dank Spotify darf ich diesem Kleinod doch noch lauschen. Hätte es aber bleiben lassen sollen, denn auch wenn der Mann allerorten für seinen speziellen Rap gelobt wird, so kann ich weder mit dem Text noch mit der Musik was anfangen. Ist der nicht nach zwei Stücken schon heiser?
    Punkte: 1 von 5
  • Eisbrecher – Eiszeit (von Rakaniaz)
    Und das nächste Video weg. Da mich der Titel abschreckt, lasse ich es dabei.
  • Mystery Jets – Young Love (von mir)
    Jaja, Indierock ist böse und wer das gut findet, ist doof. Aber für mich ist das ein cleverer, frischer Song, mit einer tollen Melodie, genau den richtigen Instrumenten, einem spaßig-ernsten Text und Laura Marling als Kirsche auf der Sahne.
    Punkte: 4,5 von 5
  • Neil Hannon – Song for Ten (von Steve)
    Auf den ersten Blick einfach nur ein schmissiger Song, bei der eine soulige Stimme vor bombastischem Arrangement einen leicht kitschigen Text vorträgt. Doch wenn man weiß, woher die Zeile „Have a good life“ stammt, dann ergibt das alles Sinn.
    Punkte: 4,5 von 5
  • O.Children – Ruins (von Robert)
    So, und nun hat auch YouTube den Geist aufgeben und ich hab keinen Bock mehr. Pfft.
  • Stolen Babies – Gathering Fingers (von beetFreeQ)
  • The Horror The Horror – I blame the sun (von Freddi)

Schade um die vielen Songs, die ich nicht bewerten konnte, aber immerhin die offiziellen sind alle geschafft. Für die nächste Runde werden Oldies verlangt, d.h. Songs, die mindestens 30 Jahre alt sind (obwohl einige 20 als Grenze genommen haben). Ich bleibe auf der sicheren Seite und nehme einen Song von 1974:
Richard & Linda Thompson – I Want to See the Bright Lights Tonight
Den hatte ich gestern im Liedzeilen-Quiz. Eigentlich gefällt mir die Coverversion von Ocean Colour Scene noch besser, aber die ist aus den Neunzigern.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Beetys Projekt Hörsturz: Runde 19“

  1. Ich nörgel heute mal nicht in den Kommentaren, weil du ja quasi ein inb4 am Anfang des textes bringst. 😀

    Nein, der gute Herr Dendemann kriegts auch Live hin, ohne heiser zu werden. 😉

  2. Noch nicht, heute ist es in Düsseldorf so weit, aber ich habe von Freunden schon die Livequalitäten bestätigt bekommen, die in der Blogosphäre und den Foren angepriesen werden. 😀

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