Serienkritik: Black Books

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Josie mir diese Serie empfohlen hat und nach meiner Begeisterung für Spaced, The IT Crowd und Father Ted war es Zeit für Black Books (warum, das kriegen wir später). Wir haben es hier mit einer britischen Sitcom zu tun, die über drei Staffeln und 18 Folgen einen Einblick in das Leben dreier grummeliger Taugenichste bietet.

Black Books

Die Handlung spielt fast ausschließlich in der namensgebenden, schäbigen Buchhandlung von Bernhard Black (Dylan Moran), der sich vor allem durch reichlichen Alkoholgenuss, Zigarettenkonsum, Misanthropismus und einen charmanten irischen Akzent auszeichnet. Seine aus unerfindlichen Gründen beste Freundin ist Fran Katzenjammer (Tamsin Greig), die den Krimskramsladen nebenan führt bzw. ab der zweiten Staffel auf Arbeitssuche ist. Um die Geschichte in Schwung zu bringen, stößt am Anfang Manny Bianco (Bill Bailey) dazu, der seinen stressigen Job als Buchhalter für das ruhige Leben als Mädchen für alles aufgibt.

Die Geschichten sind oft zu absurd, um real zu sein, aber das ist man ja von der Insel gewöhnt. Es ist ein Rätsel, wie der Buchladen mit solch inkompetenten und kundenunfreundlichen Mitarbeitern sich halten kann, aber das ist man ja von Sitcoms gewöhnt. Thematisch dreht es sich öfter um die Spannungen zwischen Manny und Bernhard und auch hier ist es sehr realitätsfern, wie ersterer immer wieder trotz der schlechten Behandlung durch letzteren zurückkehrt. Würde ich aber auch machen, denn wer kann schon John Cusack widerstehen?!?

Black Books: The Entertainer

Kommen wir nun zu den oben angesprochenen Verbindungen. Die erste Staffel wurde geschrieben von Dylan Moran und Graham Linehan, die mir beide schon öfter über den Weg gelaufen sind. Linehan schrieb vorher und nachher Father Ted und The IT Crowd und Moran spielte den trottelig-knuffigen David in Shaun of the Dead und ab der zweiten Staffel schrieb er die Folgen alleine oder mit anderen Drehbuchautoren. Wer Spaced kennt, dem werden einige Gesichter bekannt vorkommen, allen voran Bill Bailey, aber auch Nick Frost, Peter Serafinowicz, Simon Pegg und Jessica Hynes/Stevenson haben jeweils einen Gastauftritt.

Nach mittlerweile zweimal Ansehen (bzw. dreimal, wenn man die Audiokommentare mitzählt), kann ich die Serie besonders Freunden des abgefahreneren Humors empfehlen. Meine Lieblingsfolgen sind eigentlich alle, was bei leider nur 18 Stück keine Kunst ist. Weitere Kritiken gibt es bei CuriOus und tobi. Einen schönen Überblick gibt es im folgenden Video, das einige Szenen aus Staffel 2 und 3 zeigt:

Das DVD-Boxset, das es bei Amazon UK [Partnerlink] für lächerliche £8,99 gibt, enthält Audiokommentare der drei Hauptdarsteller für Staffel 1 und 2, Out-Takes für alle drei Staffeln und eine Menge Deleted Scenes aus Staffel 3. Und nun: zugeschlagen!

Über juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

13 Gedanken zu „Serienkritik: Black Books

  1. “Black Books” ist auch schon eine halbe Ewigkeit auf meinem Radar. Bis jetzt konnte ich mich aber noch nicht zu einem Kauf durchringen, werde nun aber wohl beider nächsten UK-Bestellung einen Platz im Paket dafür freilassen. Klingt bei dir einfach zu gut! :)

  2. “Black Books” ist super. Ich habe Dylan Moran mal in einer Solo-Show gesehen… ich glaube der spielt in der Serie nicht, der ist so.

    Ich muss die DVDs mal wieder herauskramen.

  3. Jepp, großartige Serie. Hab damals auch bei einem dieser frechen amazon-Angebote zugeschlagen und war begeistert. Mal wieder schade, dass es nur drei (kurze) Staffeln davon gab, aber die Briten sind in der Hinsicht bekanntlich eher sparsam.

  4. Oh, da muss ich definitiv demnächst noch eine Bestellung bei der britischen Amazone machen. Hab mich bei den Ausschnitten gekugelt vor Lachen. Und der Preis ist ja auch echt genial.

  5. Hui, kennen viele schon, sehr gut :)

    bullion, du wirst es nicht bereuen, zumal du ja die Truppe schon ganz gut kennst.

    tobi, gemeinsam überzeugen wir noch alle!

    Burgherr, danke für den Tipp! Der Akzent ist doch super. Ich überlege, ob ich mir die dreier-DVD mit seinen drei Liveauftritten zulegen soll (darf ja in zwei Wochen wieder kaufen). Was ich bisher so gesehen und gelesen habe, ist Moran zumindest in abgemildeter Form genau wie Black.

    Ini, in der Kürze liegt die Würze! Immerhin kann man die Sachen so mehrmals angucken und sehen, wie gut sie wirklich sind. Und man kann viele verschiedene Sachen sehen.

    beety, du kommst ja aus dem Lachen dann gar nicht mehr raus :) (“Why did you do that for?!”).

    kamil, immer ran an den Speck! (bzw. die Bücher!)

  6. Die Live-DVD kenne ich nicht. Während seines Auftritts unterbrach er die Show spätestens nach 30 Minuten, weil in dem Theater Rauchverbot herrschte. Ansonsten war er wie Bernhard Black. Berichte mal, ob die Aufnahme auf solche Pausen hindeutet.

  7. Das kann ich mir gut vorstellen :) Aber bei der einen Live-DVD (aus der dein Ausschnitt stammt) zündet er sich öfter während der Vorstellung eine Zigarette an.

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