Test: Fotobücher von Pixelspeed

Das Internet und Digitalfotografie vertragen sich ja ganz hervorragend und eignen sich auch, um die wertvollen Fotos ins “reale Leben” zu holen, namentlich durch Poster, Fotobücher, Kalender, Tassen, T-Shirts und hastenichgesehen. Die Firma Pixelspeed ist ein solcher Service, die mir einen Gutschein zur Verfügung stellten und als Gegenleistung gibt es diesen Testbericht.

Wie der Zufall so will, war ich schon länger auf der Suche nach einem Anbieter für Fotobücher, da ich meine Urlaubsbilder vorzeigbar aufbereiten wollte. Also habe ich mich in das Abenteuer gestürzt und mich entschieden, meine beiden England-Urlaube in Buchform aufzubereiten. Der erste Schritt ist der Download des Pixelspeed Layouters und dessen Installation.

Startbildschirm Pixelspeed Layouter

Zusammenstellen des Fotobuchs

Die Software kommt mir bekannt vor und wer schon mal ein Fotobuch zusammengestellt hat, wird der schon begegnet sein. Vorbildlicherweise erscheint beim ersten Start die Hilfe, die ich jedoch wie gewohnt ignoriere. Wichtig ist, dass man zu Beginn das Produkt auswählt (hier: Fotobuch) und einige Voreinstellungen vornimmt (hier: schräge Anordnung, keine Schrift).

Die Aufteilung der Software ist ganz clever gemacht und übersichtlich. Allerdings treibt mich das Layouten der einzelnen Seiten fast in den Wahnsinn. Es ist entgegen meiner vorherigen Spezifikation nicht möglich, die Bilder schräg anzuordnen und jedes (!) Layout enthält Textboxen. Man kann eigene Layouts anlegen (Anzahl und Größe der Bild- und Textboxen, Hintergrundfarbe, etc.) und diese abspeichern, was die Arbeit ungemein erleichtert. Rudimentäre Bildbearbeitung ist möglich (Rote-Augen-Entfernen, Drehen (des Bildes innerhalb der Bildbox), Größe ändern etc.).

Fotobuch Bearbeiten

Nach dem Einfügen der Fotos und einigermaßen abwechslungsreichen Aufteilungen habe ich 24 Seiten und die Vorder- und Rückseite befüllt. Die Größe meiner Bilder reicht für eine Doppelseite, aber ich packe in den meisten Fällen zwei oder drei Fotos auf eine Seite. Die Software zeigt durch verschiedenfarbige Punkte die Qualität des Layouts an, d.h. ob die Auflösung ausreicht oder die Bilder zu stark beschnitten werden. Leider wird im Fall nicht angezeigt, wie sehr mangelhaft die Auflösung ist und manchmal reicht nur eine winzige Verkleinerung und der böse rote Punkt wird zum lieben grünen Punkt.

Durch die Speichermöglichkeit, kann man das Projekt jederzeit unterbrechen. Die PDF-Export-Funktion ist ganz hilfreich, um die exakte Position und Wirkung der Bilder zu testen. Leider ist das PDF um eine Seite verschoben und so werden Doppelseiten auseinander gerissen. Es gibt aber eine weitere Überprüfungsmöglichkeit vor Abschicken der fertigen Projektdatei.

Bestellen des Fotobuches

Man kann das Projekt auf CD brennen und es an Pixelspeed schicken, aber übers Internet geht es natürlich schneller. Da ich zwei Produkte kaufen und Versandkosten sparen möchte, übertrage ich beide Projekte in meinen Bereich auf der Webseite. Dort habe ich mich vorher registriert und nach Eingabe meines Passworts in der Software kann ich die Projekte hochladen. Die liegen dann in meinem Bereich und ich kann sie in den Warenkorb packen, Bankverbindung und Lieferadresse angeben und der Vorgang ist abgeschlossen.

Bestellung auf der Webseite

Dann passierte erstmal genau zwei Wochen und siebenunddreißig Minuten lang nichts, denn solange waren die Fotobücher in Bearbeitung. Schließlich kam die E-Mail, dass der Versand bevorstand und innerhalb von zwei Tagen bekam ich das gut verpackte Päckchen geliefert.

Das fertige Fotobuch

Die Verarbeitung ist ordentlich und die Bindung ist in Ordnung. Ich habe zweimal die Mindestanzahl Seiten bestellt und es wäre interessant zu sehen, wie das bei doppelt oder dreifach so dicken Büchern aussieht. Die Druckqualität hängt natürlich vom Ausgangsmaterial ab und hier sieht man deutlich, dass sich meine Fotokünste von einem zum anderen Jahr verbessert haben.

Das fertige Fotobuch

Die Seiten sind glatt und fühlen sich angenehm samtig an. Sie sind genau richtig in der Dicke, d.h. etwas mehr als Buchseite und etwas weniger als Fotopapier. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Preis von 23,90 € (DIN A4, 24 Seiten, Preisübersicht) ist annehmbar. Wer also ein qualitativ gutes Fotobuch möchte und nicht allzu wilde Ansprüche an das Layout hegt, der ist hier genau richtig!

7 thoughts on “Test: Fotobücher von Pixelspeed

  1. Interessant, den Anbieter kannte ich noch gar nicht. Die Layoutsoftware ist offenbar überall ein Krampf. Weisst du ob es die Möglichkeit gibt, die Daten z.B. als PDF einzureichen?

    Was mich bei der Druckqualität noch interessieren würde: Hast du auch ein Schwarzweiß-Bild ausprobiert? Dabei haben viele Anbieter Probleme mit einem Farbstich unter bestimmten Beleuchtungen.

  2. Um die Software wirst du nicht herumkommen. Aber so schlimm ist sie nicht, wenn man erstmal alles eingestellt hat.

    Ich habe mehrere s/w-Bilder genommen und die sehen ganz ordentlich aus. Genau habe ich das aber noch nicht überprüft. Da melde ich mich nochmal, denn die Fotobücher habe ich gerade nicht zur Hand.

  3. Letzte Woche bin ich endlich dazugekommen, mein gesponsortes Fotobuch fertigzustellen – natürlich mit Montreux-Fotos. :) Mal abwarten, wann’s kommt…

    Mein PDF kam übrigens richtig, ohne verschobene Seiten raus. Und soweit ich das kapiert habe, sind die roten Punkte in der Leiste unten nur ein Hinweis “da ist noch ein Problem” – z.B. auch bei leeren Textboxen. Dafür hatte der Auswahlrahmen am linken Rand bei unpassenden Auflösungen abgestufte Farben von grün über gelb bis rot.

    Dafür hatte ich zu Beginn des Bestellvorgangs die Meldung “In Ihrem Dokument wurden Probleme festgestellt”, doch die Liste mit diesen Problemen war leer…

  4. So, Marc, ich habe nachgesehen und ich konnte keine Farbstiche erkennen. Der Seitenhintergrund ist schwarz und gerade da sollte man evtl. vorhandene Farbstiche sehen.

    cimddwc, seltsam mit dem PDF. Und da waren Punkte an verschiedenen Stellen bei dir?! Hm, ist schon länger her. Den Fehler hatte ich auch und sogar einen Screenshot gemacht, wusste aber nicht mehr, wo genau der auftrat :oops:

  5. Nein, keine Punkte an verschiedenen Stellen, sondern ein farbiger Rahmen um die Bildausschnittswahl im unteren Teil am linken Rand, wenn ein Bild ausgewählt ist (dort, wo in deinem Screenshot eine weiße Fläche ist, weil da grad eine Textbox aktiv ist).

  6. Pingback: Test: Pixelspeed-Fotobuch :: cimddwc

  7. Bildboxen kann man links im Haupfenster auf dem Reiter “Boxbearbeitung” drehen. Dort kann man auch die Deckkraft verändern und neue Bild-, Textboxen, etc. erstellen.

    Einen PDF-Druckservice gibt es auch. Man ist also nicht auf das Programm angewiesen, wenn man es nicht mag.

    Das Hardcover dauert deutlich länger als die anderen Produkte, wohl weil es komplette Handarbeit ist. Ein Fotoheft oder -album hat man nicht selten schon nach zwei Tagen.

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