Beetys Projekt Hörsturz: Runde 14 (Local Heroes)

projekthoersturzDie aktuellen Runde im Projekt Hörsturz[1] ist wieder eine Sonderrunde, in der Künstler aus der Heimat vorgestellt werden. „Heimat“ ist alles, wo man mal ein paar Monate gewohnt hat und so sind immerhin zwei ausländische Künstler in den Vorschlägen dabei. Da ich aber noch später als sonst dran bin, lege ich sofort los.

Puntkeskala: 0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt.

  • Captain Duff – From Coast to Coast (von Fini)
    Soso, Nihilst Bloodsucker Rock aus Nürnberg. Das klingt besser als befürchtet, sogar einigermaßen melodisch und erfreulich singsangige Stimme. Ist nicht wirklich meine Musik und zum Ende hin gibt es zu wenig Abwechslung, aber so für zwischendurch gut geeignet.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Mele Kalikimaka – W.A.R 2008 (von dehkah – kostenloser Download!)
    Mit Skacore taucht ein Misch-Genre auf, aber wie schon mal gesagt, kann ich so trommelnde Drums gar nicht ab. Immerhin hübscht der lockere Ska das etwas auf. Doch jeweils eine halbe Minute das eine und dann das andere Genre zu spielen, ist irgendwie nicht die Aufgabe, wenn man zwei Genres verbinden möchte. Und da ich Hardcore gar nicht und Ska nur in bestimmten Fällen mag, ist das hier überhaupt nichts.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Tequila And The Sunrise Gang – The Great Awake (von beetFreeQ)
    Nachdem YT mich darauf hingewiesen hat, dass mein Opera 10.10 nicht aktuell ist, Opera selber aber andere Meinung ist, darf ich schon wieder Bläser vernehmen. Diese quitschigen Stimmen sind irgendwie knorke. Wieder geht es munter von einem Song in den nächsten, aber immerhin macht das größtenteils Spaß. Für meinen Geschmack hätten es aber ruhig mehr Gitarren und weniger Bläser sein können.
    Punkte: 2 von 5
  • Bonfire – You Make Me Feel (von cimddwc)
    Ein altbekannter und oft im Radio gespielter Song. So schlecht ist der nicht mit der glasklaren Gitarre, leicht rauhem Gesang und bombastischen Stimmung. Ist natürlich alles auf Mainstream eingestellt, aber wenn das heute auch noch so angenehm wäre, wäre ich die Letzte, die sich beschwert.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Trovaci – Paradies (von Sebastian)
    Vom Mainstream wieder zurück ins Obskure und zwar wieder zum Ska. Heute Nacht habe ich Albträume, in denen hunderte Posaunen im Beat hüpfend ums Bett tanzen. Der deutsche Text mit ausländischem Akzent vorgetragen passt nicht so ganz zur Stimmung. Und Bläser-Solos finde ich grausam.
    Punkte: 2 von 5

Damit sind die ausgelosten Songs bewertet. Bis hierher gibt es einen Schnitt von 2,1 Punkten. Es folgen noch die restlichen vorgeschlagenen Songs:

  • Congested – Meltdown (von Kasumi – kostenloser Download!)
    Da liebt aber jemand seinen Bass! Sowohl Instrument als auch Stimme. Doch schreien müssen die armen Jungs nicht, ich höre auch so zu. Schade, dass durch diese Einlagen die knackige Melodie ruiniert wird, aber das mussten die wahrscheinlich machen, um sich nicht als Weicheier zu outen.
    Punkte: 2 von 5
  • Dare Dukes – Kick And Holler (von beam)
    Ein Ausflug in die Südstaaten und wo „Indie / Akustisch / Folk Rock“ drauf steht, höre ich genau hin. Die geografische Nähe zu R.E.M. hört man deutlich raus. Die verhunzten Harmonien stören etwas, aber die Geigen und die beeindruckende Stimme des Dukes machen das wieder wett.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Gjöll – Der erste Schnee (von Konna)
    Passend zum Schnee wird die Blockflöte ausgepackt und ein Weihnachtskonzert in der Schule vorgetragen. Wobei das Geschrei die kleinen Kinder wahrscheinlich sehr verschrecken würde. Immerhin wird die Dorfapotheke durch den Sänger vor der Pleite bewahrt, der sich dort mit Halsschmeichlern eindecken muss.
    Punkte: 0 von 5
  • In Veins – King Is Dead (von LemonHead)
    Vor 20 Jahren wären die Jungs noch rechtzeitig gekommen, aber sie wissen ja, dass der König tot ist. Und ich weiß, dass sie deutsch sind und deswegen macht mich der Akzent nervös. Außerdem kommen die überhaupt nicht aus dem Knick. Haben vielleicht zu viel Valium geschluckt und haben jetzt keine Lust mehr, Musik zu machen.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Männerurlaub – Mir geht es gut (von Stoffel)
    Nachdem ich fast verzweifelt wäre, wo denn der Song zu finden ist, geht es mir auch endlich gut. Schön flott und straight gespielt. Thematisch und musikalisch nichts Außergewöhnliches, aber ein paar Akzente können sie setzen.
    Punkte: 3 von 5
  • Omnitah – Albträume (von Sir Donnerbold)
    Blablubb-Einleitung und es geht los. Hä, warum singt die englisch, wenn es doch um Albträume geht? Irgendwie passt das Verhältnis von Gesang und Geige nicht so ganz. Kann natürlich an der Aufnahme liegen, aber so kann man den Song nicht genießen.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Thomas Western – Exile Song (von mir)
    Dieser ruhige Neu-Edinburgher ist eine Neuentdeckung von mir. Die Gitarre beherrscht er und für einen kuscheligen Abend ist sowas genau richtig. Das leichte Schwanken in der Stimme sagt mir nicht so zu, aber das kriegt er noch in den Griff.
    Punkte: 4 von 5
  • Trashmonkeys – Song No. 1 (von Kamil)
    Die zweite bekannte Band und die legen flott los. Die Soundqualität ist aber so mies, dass ich lieber auf Last.fm zurückgreife. Eigentlich genau meine Musik, aber es könnte noch ein bisschen energetischer sein.
    Punkte: 4 von 5
  • Wise Guys – Köln ist einfach korrekt (von Hirngabel)
    Ein Lokalsong im wahrsten Sinne des Wortes. A Capella mit Ding-Ding-Ding ist mal was Anderes und der Text einigermaßen treffsicher. Klingt irgendwie nach Jubiläumsgeburtstag, wo die Enkel der Oma vortragen. Wobei natürlich Schwarzbier am allerbesten ist!
    Punkte: 3 von 5

Mit einem Durchschnitt 2,61 sagten mir die Extrasongs wesentlich mehr zu. Insgesamt erhalten die Local Heroes eine durchschnittliche Wertung von 2,43 Punkten.

Die nächste Runde wird wieder regulär ausgetragen und da schlage ich spontan Colin Meloy – Cupid vor. Darauf bin ich durch den Decemberists-Sänger selber gestoßen, der einen Link auf eine Coversong-Sammlung getwittert hat.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker