Albumkritik: My Glorious – Home is Where the Heart Breaks

My Glorious - Home is Where the Heart BreaksLetzte Woche erschien das Debutalbum Home is Where the Heart Breaks von My Glorious, einer Wiener Band mit britischem Sänger. Mit Letzterem ist schon mal die erste Hürde meiner Zuneigung genommen, denn der Akzent muss stimmen. Doch wie sieht es mit dem Rest aus? Wir hören mal rein.

Der Einstieg Love Extenders beginnt mit Gitarrengeschrammel, feschen Drums und einer angenehme Stimme und schon ist man in der kuscheligsten 90er-Stimmung. In den nächsten Songs kommen verstärkt weitere Instrumente in den Vordergrund und es klingt ein bisschen „moderner“, wenn auch immer gemütlich verwurzelt im letzten äh vorletzten Jahrzehnt. Nach zwei politisch-idealistischen Songs geht es in die Richtung, die der Albumtitel vorgibt, Herzschmerz. Diese und persönliche Themen durchziehen das ganze Album. Textlich nicht alltäglich, aber musikalisch auf den ersten Blick schon. Es braucht einige Durchläufe, die verschiedenen Melodien zu entdecken. Vor einigen Jahren wäre das genau meine Musik gewesen, aber in der Zwischenzeit habe ich mich bewusst davon entfernt. Doch damit tut man bzw. tue ich den vier Jungs unrecht, denn es gibt viele Schichten aufzudecken.

Nach dem ersten Hören habe ich jedem Song durchschnittliche drei Punkte gegeben und keine besonderen Höhepunkte ausmachen können. Mittlerweile jedoch haben es mir das ausschweifende Under the Water, das ruhige Horse und das schmissige Atmosphere angetan.

Fazit: Insgesamt ein vielversprechendes Debut, dem mir noch der letzte Kick fehlt. Doch wenn ich z.B. die ersten beiden Alben von Bon Jovi damit vergleiche, dann haben My Glorious eine große Karriere vor sich. Der Infozettel spricht von „Foo Fighters meets Coldplay“, so dass man sich die Richtung ungefähr vorstellen kann, aber da geht noch mehr! Wertung: 3,5 von 5 Punkten

Weitere Besprechungen gibt es bei Dany (begeistert), Beety (angetan) und Cy (unentschlossen).

Die Band findet ihr auf der offiziellen Seite (mit Blog, zwei kostenlosen Downloads und Kauflinks), MySpace und Twitter.

Zum Abschluss ein Livevideo von More Than Ever Before, das sich nicht auf dem Album, sondern auf der EP Leper befindet:

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker