Beetys Projekt Hörsturz: Runde 13

projekthoersturzEs ist Freitag Abend und wie jede zweite Woche setze ich meine Lauscher für die aktuellen Runde im Projekt Hörsturz[1] möglicherweise großen Gefahren aus. Da mir aber endlich mal wieder das Losglück wohlgesonnen war, weiß ich schon, dass der letzte Song gut angenehm werden wird. Mal sehen, ob die anderen Songs da mithalten können.

Zur Einschätzung der Wohlgefälligkeit werden Punkte nach folgender Skala vergeben: 0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt. Natürlich werden die Songs tatsächlich nur gehört und nicht angsehen!

  • Die Stiele – Das Blatt (von dehkah)
    Dass das Layout der Seite die Playersteuerung verhindert, will ich den Pflanzenteilen mal nicht negativ anlasten, aber diese unmotivierte Gestreiche vom Mittelaltermarkt und die nasale Stimme verschlechtern den Eindruck. Erinnert mich an Kinderkassetten aus der waldorfischen Ecke. Sicherlich die optimale Untermalung zum Tanzen des eigenen Namens (Schulfach Eurythmie).
    Punkte: 1 von 5
  • Le Tigre – Deceptacon (von LemonHead)
    Oha, wenn mein Präsident die Finger im Spiel hat, ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wobei hier vor allem die Zupffinger zum Einsatz kamen und dazu die Stimme, um Joan Jett nachzueifern. Ein bisschen quietschig ist letzere, aber die Menge an Elektronik stimmt und irgendwie kommt da die Sonne raus! Zum Ende hin lässt der gute Eindruck etwas nach, aber das würde jede Party bereichern.
    Punkte: 3,5 von 5
  • A Perfect Circle – Counting Bodies Like Sheep To The Rhythm Of The War Drums (von kasumi)
    Wird es jetzt politisch? Die Einleitungsgeräusche sind jedenfalls schrecklich und lassen das Schlimmste vermuten. Oder ist das der Song?! Aha, jetztja. Wenn der krachige Beat den eigentlich erträglichen Gesang nicht so unterdrücken würde, könnte man das sogar ohne schmerzverzerrtes Gesicht anhören. Die hehre Intention möchte ich da nicht in Frage stellen, aber ich sehe nur Anwendungsmöglichkeit bei Projekten wie Rock Against Bush.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Din[A]Tod – Carol’s fascination (von Robert)
    Und nun zu etwas fröhlichem! Naja, fröhlicher. Schubidubidu. Da stolpert die Zunge über die ungwohnten englischen Wörter und die Finger über die Tasten des Erwachsenen-Keyboards, aber ein bisschen Spaß macht das schon. Wäre perfekt für die Beschallung in Elektromärkten geeignet.
    Punkte: 2,5 von 5
  • Ocean Colour Scene – Mrs Maylie (von mir)
    Der erste Vorbote des diese Woche erschienenen Albums und OCS haben es auch nach zwanzig Jahren noch drauf. Den Song kenne ich natürlich schon auswendig, weil er als kostenloser Download auf der Bandseite angeboten wird und ich den absolut fantastisch finde. Der bei anderen Beiträgen so oft bemängelte Mittelteil macht die Sache erst interessant und die clevere Melodie kommt dort so richtig durch. Einfach perfekt zur Stimmungsmache auf einem Konzert.
    Punkte: 4,5 von 5

Eine Runde mit Auf und Abs und durchschnittlichen 2,6 Punkten. Die nächste Runde dürfte interessant werden, da regionale Künstler vorgeschlagen werden sollen. Es zählen alle Orte, in denen man mindestens ein paar Monate gewohnt hat und da habe ich aufgrund vieler Umzüge einige Auswahl. Da ich aber niemandem PUR oder Guildo Horn zumuten möchte und Krach nicht so ganz meine Musik ist, nehme ich meine Lieblingsstadt Edinburgh als Grundlage. Da habe ich beim Pop Cop einen Geheimtipp aufgetan: Thomas Western und für das Projekt gibt es seinen Exile Song.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

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