- Geschäftsmodell für Journalisten: Blogger abmahnen (30. October 2009)
Im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte Philipp im Gemeinschaftsblog nom nom nom einen Beitrag mit dem Titel “Obama of Nine”. Er nahm dort Bezug auf eine New York Kolumne bei Zeit Online. Er tat dabei genau das, was Blogger oft tun: Er zitierte einige Passagen aus dem Text, setzt korrekt einen Link, kennzeichnete korrekt das Zitat und empfahl seinen Lesern, den ganzen Artikel bei Zeit Online weiter zu lesen. Soweit so gut.
- ska – die erste welle (29. October 2009)
wenn man die ursprünge des ska aufspüren will, muss man sich zuerst ansehen, welche musik in den 50ern gehört wurde, und auch wie. neben dem einheimischen mento wurde vor allem amerikanischer bebop-jazz und rythmn & blues gespielt. allerdings nicht im staatlichen radio, und plattenläden gab es kaum, und so entstand eine für den ska und seine entstehung unglaublich wichtige art der musikunterhaltung: die sound-system!
- Seitenwechsel #11 – The Lovedrunks (27. October 2009)
Gefälscht und kopiert wurde schon immer, und den Künstlern scheint es nie geschadet zu haben. Was in meinen Augen die Musikindustrie in Angst und Schrecken versetzt, ist der Wechsel des Mediums.
Als im 18. Jh v. Chr. die ersten tatsächlichen Buchstabenschriften entwickelt wurden, und es einfacher wurde, Lesen und Schreiben zu lernen, fürchteten die Schriftgelehrten Ägyptens und Babylons um ihre Macht. Als fast 3000 Jahre später der Buchdruck erfunden wurde, waren es auch die Gelehrten, die ihr heiligstes in Gefahr sahen. Bücher als Massenprodukt waren damals nicht vorstellbar.
Archiv für den Monat: Oktober 2009
Liedzeilen-Quiz #83
So, alle brav versammelt und es kaum erwartend, dass das Liedzeilen-Quiz losgeht?! Falls nicht, sind unten die Regeln aufgeführt. Dann fangen wir mal an:
- Jetzt mal Ruhe hier! Die mehrfache Beteuerung bestätigt die Taten der gefiederten Begleiter, aber immerhin ist alles natürlich. (4 Zeilen)
- Der Albumtitel beinhaltet etwas, das jetzt gerade unverzichtbar ist. Ein alternativer Titel ist die Grundlage für einen dualen Witz.
- Benannt ist der Song nach einer echten, großköpfigen Persönlichkeit.
- Der Song ist zusammengestückelt aus mehreren Teilen und beeinflusst von unkonventioneller Freude.
Auflösung: Gesucht war Paranoid Android von Radiohead vom Album OK Computer (Text, Anhören, Video wg. Ländersperre nicht ansehbar).
Wie im verlinkten Wikipedia-Artikel nachzulesen ist der Song nach Marvin, dem paranoiden Androiden aus dem Hitchhiker’s Guide to the Galaxy benannt. Marvin hat eine “Genuine People Personality” und “a brain the size of a planet”. Er wurde in einer fremden Galaxis gebaut, ist aber natürlich von der Erfindung her Brite.
Beeinflusst wurde Paranoid Android vom Beatles-Song Happiness is a Warm Gun (= Freude) und dem Queens-Stück Bohemian Rhapsody (= unkonventionell).
Das Album hätte auch Ones and Zeroes heißen können und da fällt mir folgender Witz ein:
There are only 10 types of people in the world: Those who understand binary, and those who don’t
Die Lösung wurde heute mal wieder schneller gefunden und Andreas schoss richtig ins Blaue.
Albumkritik: Chikinki – Brace, Brace
Knapp zwei Jahre zu spät kommt diese Albumkritik von Brace, Brace der Bristoler Band Chikinki (erschienen am 23.11.2007), aber ich finde es verdient mehr Beachtung und eignet sich als Einstieg in eine neue Art Albumkritik. Es passiert nämlich relativ häufig, dass ich auf verschlungenen Wegen bei eMusic ein Album entdecke und einige davon möchte ich in den nächsten Wochen vorstellen.
Den Anfang macht also die laut Wikipedia Elektro-Pop spielende, fünfköpfige Band, die seit 13 Jahren besteht und vier Alben veröffentlicht hat[1]. In letzter Zeit wende ich mich verstärkt dem Elektro-Pop zu, weil ich immer mehr energetische und aufmunternde Songs in dieser Richtung entdecke. Und damit haben wir es auch hier zu tun, was zu Beginn der kalten und trüben Jahreshälfte ein gutes Mittel zur Stimmungsaufhellung bietet.
Zum ersten Mal bewusst gehört habe ich von der Band im Radio und zwar als Empfehlung für eine junge Dame, die Golden Brown von den Stranglers ganz toll findet und neue Musik entdecken möchte. Ich höre da gewisse Parallelen (Synthesizer, Melodielinie), aber ich würde es nicht als Vergleich heranziehen.
Die Instrumentierung wechselt leicht zwischen den Stücken, d.h. die Schwerpunkte liegen mal mehr auf den Drums, dem Klavier oder der Gitarre, aber immer sind die künstlichen Keyboard-Klänge dabei und die soulige Stimme von Sänger Rupert Browne hält alles zusammen. Da soll irgendwo auch noch ein Saxophon sein, aber das habe ich gar nicht bemerkt. Das ist in meinen Augen ein gutes Zeichen, denn ein Saxophon sollte nur zur Verstärkung des Songs dienen und nicht dominieren[2].
Engagementpreis: GWUP unterstützt SOZIALHELDEN
Es folgt ein Beitrag vom Blog der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP), der weiterverbreitet werden darf (und sollte). Da ich das Thema für sehr wichtig halte (sowohl die Ermöglichung als auch die Verhinderung), habe ich den Beitrag übernommen.
Eigentlich eine tolle Sache: 20 soziale Initiativen, Vereine und Projekte werben noch bis zum 15. November 2009 im die Gunst der Internet-Gemeinde beim Deutschen Engagementpreis der Kampagne “GebenGibt”. Per Maus-Klick entscheidet das Web-Volk, wer den Publikumspreis bekommt – immerhin 10.000 Euro. Echt eine tolle Sache. Doch es gibt einen Haken: Der Verein “Homöopathen ohne Grenzen” (HOG) steht im Ranking kurz vor dem Sieg – ein Verein, der in Entwicklungsländern ernsthaft Homöopathie statt Medizin als Alternative gegen HIV/AIDS empfiehlt. Zitat aus einem HOG-Projekt: “Die Homöopathie ist eine sinnvolle Alternative zu den massiven Medikationen der Schulmedizin. Die eigene Lebenskraft zu stärken nützt natürlich auch den Patienten, die unter einer HIV Infektion leiden.”
Das heißt: Handlungsbedarf! Gewinnen die Homöopathen, geraten 10.000 Euro in die falschen Hände. Dagegen protestieren bereits Skeptiker und Wissenschaftler aus aller Welt in der Blogosphäre (Links siehe unten). Einzige Chance: Stimmen sammeln für einen wirklich sozialen Verein, dessen gute Platzierung das jetzt noch verhindern kann: die SOZIALHELDEN. Wir sprachen mit Raul Krauthausen, dem Initiator des Projekts.
Blick über den Tellerrand vom 24. October 2009
- New App: Spotify Global Charts (23. October 2009)
Spotify Global Chart monitors Twitter for tweets with Spotify links, then analyzes all the links to compile all sorts of global charts and statistics.
- Privat-TV: "Gefährlicher als Kernenergie" (Der Spiegel 40/1979) (22. October 2009)
Bundeskanzler Helmut Schmidt erwägt, den Streit um private Fernsehprogramme zum Wahlkampfthema 1980 zu machen. Die geplante Verkabelung von Städten ist vorerst gestoppt; um die Bürger vor den schädlichen Einflüssen einer Reizüberflutung zu schützen, wollen die Sozialdemokraten notfalls das Grundgesetz ändern.
(via)
- Engagementpreis: GWUP unterstützt SOZIALHELDEN (21. October 2009)
Das heißt: Handlungsbedarf! Gewinnen die Homöopathen, geraten 10.000 Euro in die falschen Hände. Dagegen protestieren bereits Skeptiker und Wissenschaftler aus aller Welt in der Blogosphäre (Links siehe unten). Einzige Chance: Stimmen sammeln für einen wirklich sozialen Verein, dessen gute Platzierung das jetzt noch verhindern kann: die SOZIALHELDEN. Wir sprachen mit Raul Krauthausen, dem Initiator des Projekts.
- Die Nebenwirkungen der HPV-Impfung grafisch dargestellt (20. October 2009)
Es ist wahrscheinlicher vom Blitz getroffen zu werden als an den Nebenwirkungen der HPV-Impfung zu sterben. Hier eingebunden eine Grafik, die eine Übersicht über die Nebenwirkungen der Gardasil-Impfung in den USA mit über 20 Millionen verimpften Dosen.
- A Room Of One’s Own (19. October 2009)
Ein bisschen was lernt man natürlich auch. Ich weiß jetzt, dass ein “Gefangener Raum” nur durch ein anderes Zimmer zugänglich ist und nicht direkt vom Flur aus. (Schlechte Scherze über österreichische Keller schrauben Sie sich bitte bei Bedarf selbst zusammen, die sind mir nun wirklich zu blöd.) Eine Pantry-Küche ist ein Schrank, in dem eine Minibar, eine Munddusche, eine Heizplatte und Platz für eine Packung Nudeln untergebracht sind — also das Smartphone unter den Küchen, nur noch ein bisschen nutzloser.
Name gefunden: So soll mein Dalek heißen!
Vor zwei Wochen habe ich ein Gewinnspiel gestartet, bei dem ich um Namensvorschläge für meinen neuen Dalek gebeten habe. Zu Gewinnen gab es den elften Beitrag in meiner Doctor Who-Gastbeitragsreihe. Bevor wir uns dem wichtigen Teil widmen, erst noch ein Bild vom Objekt und eine Liste der Vorschläge (in Reihenfolge des Eingangs):
- Sgt. Pepper von beety
- XT-3000-Superplumber von Dr. No
- Brinky oder Pain von Marc
- Saan von Andreas
- Exti oder Terminal von Lizzy
- Donnerstag von Gamlor
- Skora of the Daleks oder Paul von tobi
- Dalilein von Marcel
- Salvador Dalek von Lars
Das sind einige interessante Vorschläge und auch die Erklärungen dazu sind hinreißend. Meine Favoriten sind Sgt. Pepper (Beatles plus Entstehungsgeschichte der Daleks), Terminal (witzige Idee plus klingt nach Dalek) und Saan (Verbindung zu Blognamen plus klingt nach Dalek). Und wen wähle ich nun aus? Es war eine schwierige Entscheidung, aber Sgt. Pepper ist es! War zwar schon der erste Vorschlag, aber das gefällt mir sehr gut und es passt einfach.
Also, lieber beety, du hast einen weiteren Gastbeitrag gewonnen! Dann bekommst du zwei hintereinander, da ich für dich den zehnten Doktor vorgesehen habe. Außer du gibst deinen Gewinn frei und ich lasse den Zufallsgenerator den Ort des Gastbeitrags bestimmen…
Update: beety hat zugestimmt und Rainer Zufall bestimmt *trommelwirbel* tobi!
Beetys Projekt Hörsturz: Runde 6
Was steht jeden zweiten Freitag an, was aber eigentlich schon vorher hätte erledigt sein sollen? Richtig, das Projekt Hörsturz, dessen mittlerweile sechste Runde[1] morgen früh ausläuft. Eigentlich könnte ich mir noch Zeit lassen, aber damit meine Punktevergabe in die Auswertung mit einfließen kann, muss ich heute noch abgeben. Deswegen stürze ich mich auch gleich ins Vergnügen.
Die ausformulierten Bedeutungen der Punkte füge ich auch heute wieder ein, denn das erleichtert mir die Sache und außerdem nimmt das nicht viel Platz weg. Die Videos werden nur angehört und nicht angesehen, da es hier auf den Höreindruck ankommt. Mir sind die Interpreten allesamt unbekannt und ich bin mal gespannt, was sich da so ergeben wird.
0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt
- Jet Lag Gemini – Fit To Be Tied (von symBadisch – kostenloser Download!)
Hui, Rockgitarre! Und die zugehörige Stimme setzt auch ein. Erinnert an Strange Fruit. Fühle mich gerade in die Achtziger versetzt und stelle mir die Zwillinge mit langen Dauerwellen und engen Lederhosen vor. Ja, alles schon mal gehört, aber irgendwie passt das gerade gut zu meiner Stimmung. Außerdem ist die Stimme angenehm und nicht zu generisch, was immer positiv bewertet werden sollte.
Punkte: 4 von 5
Liedzeilen-Quiz #82
Ein bisschen Abwechlsung muss sein und deswegen gibt es heute ausnahmsweise mal ein Quiz. Damit es spannend und aufregend wird, sollen bestimmte Liedzeilen erraten werden. Oder hatten wir das schon mal?! Naja, jedenfalls habe ich mir da ein paar Regeln überlegt, die am Ende des Beitrags zu finden sind und wir fangen einfach an:
- Nur mal nicht so dick auftragen, denn es wird schon gut ausgehen. Deine seltsamen Bollwerke werde ich auch nicht kaputt machen. (4 Zeilen)
- Der Song ist ein besonderer für den/die Künstler, da ausnahmsweise nicht selbst geschrieben. Aber ein/e Angetraute/r leistete entsprechende Überzeugungsarbeit.
- Aufgrund der Entstehungsgeschichte dauerte es fast zehn Jahre bis der Song auf einem Album der/des Künster/s erschien.
- Der Song erschien natürlich trotzdem vorher schon auf einem Album und zwar auf dem für den er vorgesehen war. Ist übrigens neulich wieder im Gespräch gewesen.
- Um auf den/die Künstler zu kommen, muss man ganz einfach denken!
- Eine Frage an die Damen: schon mal probiert, den Lippenstift mit dem Dekolleté aufzutragen?
- Wenn der Postpunk hier wäre, wüsste er die Antwort sicherlich sofort, da er neulich einen parallelen Song erraten ließ, den ich erkannte. (parallel = unter den gleichen Umständen bekannt geworden)
Auflösung: Gesucht war Don’t You (Forget About Me) der Simple Minds, das sie für den Film The Breakfast Club aufgenommen haben (Text, Anhören, Video). Angeblich hat die damalige Ehefrau von Sänger Jim Kerr, Chrissie Hynde von den Pretenders, ihren Mann überredet, den Song aufzunehmen.
Der Film war neulich wieder in aller Munde als der Regisseur John Hughes verstarb. Er drehte außerdem “Pretty in Pink”, dessen Titelsong ich beim Postpunk erkannte.
Lösen konnte mal wieder die hartnäckige Yjgalla.
Soundtrack meines Lebens #3: To Be With You
Da der Fischkopp mich nach meiner PC- und Musikhistorie befragte nutze ich diese Gelegenheit, um weiter vom Soundtrack meines Lebens zu erzählen. Die Frage nach meinen ersten Musikerfahrungen beantwortet der erste Beitrag dazu und “meinen” ersten PC gibt es genau genommen nicht. Meine ersten Erfahrungen sammelte ich am PC meiner Eltern (486er mit 25 MHz-Prozessor und 8MB Arbeitsspeicher) und in der Schule. Ich habe meinen zweiten Laptop in Verwendung und wenn ich den nicht als PC zähle, dann habe ich noch nie einen besessen[1].
Meine erste Platte: To Be With You
Viel spannender als alle Computergeschichten sind natürlich meine Erinnerungen an die ersten musikalischen Experimente. Nachdem ich im ersten Beitrag die ersten Berührungen mit Musik geschildert habe und welche Kassetten ich mir so zugelegt habe, wird es heute ernst und wir betreten Vinylland.
Jawohl, meine erste Single war noch aus diesem schwarzen Zeug und zwar To Be With You von Mr. Big, die ich mir von meinem eigenen Taschengeld im Breuningerland in Ludwigsburg gekauft habe. Die Älteren unter Euch werden das zugehörige Video sicherlich kennen, aber zur allgemeinen Belustigung binde ich das trotzdem mal hier ein:
Das Ganze ist übrigens Teil der Aktion Soundtrack meines Lebens von bosch. Deswegen werfe ich das Stöckchen auch nicht in eine bestimmte Richtung, sondern rufe auf, dass sich noch weitere an dieser schönen Aktion beteiligen!
- Jaja, das ist falsch, aber so spannend ist das alles nicht, was ich erzählen könnte [↩]

