Archiv für den Monat: Juli 2009

FilmRätselStöckchen #1306

Party! Das nicht-große, ultimative, unheimlich schwere, aber trotzdem geniale Filmrätsel feiert heute zweijähriges Bestehen. Danke an Jeriko für die Erfindung! Falls sich aus Anlass dieses Freudentages (oder auch aus anderen Gründen) Einsteiger unter den Ratenden befinden, empfehle ich das Studium dieser Anleitung und der Liste bisheriger Filme, denn die kommen nicht mehr dran. Theoretisch.

Jeriko hat damals mit 23 begonnen und hier geht es heute mit etwas völlig anderem weiter, da ich gestern bei Thomas den “Puppenfilm” James and the Giant Peach erkannt habe. Beginn ist 17:30!

Die Party beginnt:

FRS #1306 Bild 1

Damals, als ich noch jung war… (Aktion von Sascha)

Sind wir nicht alle ein bisschen voyeuristisch veranlagt? Nun, hier und heute gibt es einen kleinen Einblick in meine Vergangenheit und zwar im wörtlichen Sinne. Sascha hat die Aktion Damals, als ich noch jung, war… gestartet und es haben sich schon eine Menge interessanter Kinderfotos angesammelt. An den süßen Lockenkopf des Veranstalters oder diverse andere Teilnehmer mit Nugatcreme oder Boulekugel reicht mein Bettfoto nicht ran. Aber immerhin hatte ich vor 28 Jahren noch Locken:

Damals als ich noch jung war...

Und man erkennt hier die frühe Prägung auf Fernsehserien! Wer ebenfalls ein Kinderfoto präsentieren möchte, hat dazu noch bis 29. August Zeit.

Liedzeilen-Quiz #74

Ohne viel Worte stürzen wir uns heute ins Vergnügen:

  • Wenn man sich unter Wert verkauft und eine falsche Entscheidung trifft, könnte es so ausgehen. Oder so. Oder so, wenn eine Dame dazukommt und alles zum Guten wendet. (5 Zeilen)
  • Der Titel des Songs bringt die Fantasie ins Rollen. Passiv oder aktiv – beides kann negativ und positiv bewertet werden.
  • Auch wenn der Song nicht in den einschlägigen Listen auftaucht, so ist er doch über 100 Mal gecovert worden. Darunter auch von einigen hochkarätigen Interpreten.
  • Der gesuchte Künstler ist dem Tod schon mal von der Schippe gesprungen. Immerhin konnte er so die danach erhaltenen offiziellen Würden noch persönlich entgegen nehmen.
  • Der heutige Song war nicht der einzige und erfolgreichste Hit, aber wohl derjenige, mit dem der Künstler identifiziert wird. Unter den anderen Hits ist ein Cover, dessen bekannteste Version von einem Mitglied des Club 27 stammt.
  • Der Titel beschreibt eine Fähigkeit mit der das Gewinnen von Quiz sehr viel einfacher wäre.

Auflösung: Gesucht war If You Could Read My Mind von Gordon Lightfoot, CC (Text, Anhören), ein wirklich fantastischer Song, der von vielen Künstlern gecovert wurde (u.a. Johnny Cash, Don McLean, Olivia Newton-John, Barbra Streisand, Liza Minnelli, Glen Campbell).

Der reichlich verdiente Sieg geht an cimddwc, der nach eineinviertel Stunden endlich die Lösung wusste.

Albumkritik: We Were Promised Jetpacks – These Four Walls

We Were Promised Jetpacks - These Four WallsEine Gruppe junger Schotten, die Gitarrenmusik machen und ihren Akzent gut hörbar einbringen, kann man nicht oft genug empfehlen. Aus diesem Grunde schrecke ich auch vor dem 2342. Loblied über die vier Jungs von We Were Promised Jetpacks nicht zurück und reihe mich ein in die Armee der “Next-Big-Thing”-Propheten (eine Liste mit lesenswerten Kritiken gibt es am Ende des Artikels). Ihr Auftritt beim diesjährigen SXSW-Festival hat sicherlich zu diesem Medienecho beigetragen.

Nach diesem etwas pathetischen Anfang muss ich einschieben, dass sie bei mir sowieso gewonnen haben, da sie aus Edinburgh kommen und “Freunde” von Frightened Rabbit sind. Naja, zumindest auf MySpace und als Supportband letztes Jahr, da sie beide beim Label FatCat Records sind. Die verängstigten Kaninchen eignen sich als Stichwort sehr gut, denn wer die Truppe aus Glasgow gut findet, wird garantiert auch die nocht seltsamer benannten WWPJ gut finden.

Der Titel des Albums lässt sich nur auf der Rückseite der CD ablesen, was sicherlich erst in Zukunft (ab dem zweiten Album) Probleme bereiten wird. Ein Minuspunkt wird vergeben für fehlende Texte im Booklet, das eigentlich ein ausklappbares Miniposter ist. Einen Pluspunkt gibt es für die Danksagung, die mit “Thank you for buying this album.” endet. Gern geschehen! Mit knapp 50 Minuten Spielzeit für 11 Songs bekommt man ordentlich was geboten. Hören wir also mal rein.

FilmRätselStöckchen #1304

Ein weiteres FilmRätselStöckchen konnte ich mir gestern bei Thomas ergattern, wo ich aufgrund fehlender anderer Teilnehmer Jay And Silent Bob Strike Back erkannte. Hier geht es um 17:30 mit etwas völlig anderem weiter (aber nichts, was nicht schon mal dran war).

Ok, auf geht’s:

FRS #1304 Bild 1

Serienkritik: Jekyll

Jekyll DVD-CoverWenn eine Fernsehserie mich so sehr begeistert, dass ich alle Folgen hintereinander gucke, dann muss diese mit einem eigenen Eintrag gewürdigt werden. Es handelt sich um Jekyll, eine sechsteilige BBC-Serie von Steven Moffat. Man sollte sich unbedingt die DVD-Box besorgen, doch dazu mehr am Ende des Artikels.

Die Geschichte Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde von Robert Louis Stevenson sollte jedem zumindest ungefähr bekannt sein – irgendwas mit Verwandlung, böse und gute Seite etc. Die Serie Jekyll spielt mit diesem Thema, ist jedoch in gewissem Sinne eine Fortsetzung oder man könnte auch sagen, moderne Variante der Geschichte. Dementsprechend spielt die Handlung in der heutigen Zeit und die Hauptperson ist Dr. Jackman, gespielt von James Nesbitt. Gleich am Anfang wird man mitten ins Geschehen geworfen und so völlig in den Bann gezogen. Der Zuschauer erfährt dennoch erst nach und nach, worum es genau geht, z.B. bekommt man den “Anderen” erst verhältnismäßig spät zu sehen.

Die physische Verwandlung ist nicht so extrem, wie man das von vorherigen Verfilmungen kennt, aber deutlich genug und Jimmy Nesbitt macht seine Sache ganz hervorragend, so als ob es tatsächlich zwei verschiedene Personen wären. Ein bisschen Make-Up und CGI-Effekte unterstützen da nur die unterschiedliche Körpersprache und Sprechweise. Wunderbar auch, wie sich das Verhältnis im Verlauf der Geschichte ändert und sich den Gegebenheiten anpasst.

Stichwort Verlauf. Die Ereignisse sind in den wenigsten Fällen vorhersehbar, was auch durch hervorragend eingesetzte Rückblenden verwirklicht wird. Es gibt keine wirklichen Cliffhanger am Ende einer Folge, aber man möchte dennoch wissen, wie es weitergeht und so kann es eben kommen, dass man alle Folgen bis spät in die Nacht anschaut.

Song des Tages: Fleetwood Mac – Monday Morning

Passend zum Sonntag Abend diesen Song des Tages, einen meiner All Time Favourites von einer meiner Lieblingsbands. Ja, ich mag die Mainstream-Phase von Fleetwood Mac am liebsten, die mit dem zweiten selbst-betitelten Album 1975 begann[1]. Neben den namensgebenden Mick Fleetwood, Christine McVie und John McVie waren für den heutigen Song des Tages Lindsey Buckingham und Stevie Nicks verantwortlich.

Die beiden waren sozusagen irgendwie nicht mehr richtig zusammen, aber gerade noch und deswegen hat Buckingham diesen Song geschrieben. Montag Morgen ist noch alles bestens, aber im Verlauf der Woche wird es immer schwieriger und am Freitag ist es dann Zeit für ein bisschen Abstand. Bevor Verwirrung aufkommt: Stevie ist eine Frau und singt diesen Song. Hier in einem Standbildvideo in einer Liveversion von 1977:

In den Informationen zum Video wird der Hintergrund sehr ausführlich beschrieben. Natürlich ist das gesamte Album super, aber dieser Opener hier hat es mir am meisten angetan. Das Cover dürfte jedem bekannt sein, der den Film High Fidelity gesehen hat, denn als Rob Gordon (alias John Cusack) seine Plattensammlung neu ordnet, zeigt er das Album als Beispiel für die autobiografische Sortierung. Allerdings verweist er auf Landslide als Song, der wiederum von Nicks geschrieben wurde über ihre Beziehung zu Buckingham und was sie mit ihrem Leben anfangen soll.

Mit diesen Infos hätte ich den Song natürlich wunderbar in einem Liedzeilen-Quiz verbraten können. Kommt vielleicht noch…

  1. Soll heißen, dass sie 1968 schon mal ein selbst-betiteltes Album veröffentlicht haben, das während der sog. Peter Green-Ära herauskam und von dem grundsätzlich alle (angeblich) musikalisch versierten Leute behaupten, dass das ihre Lieblingsphase von FM war. []

Blick über den Tellerrand vom 25. July 2009

  • Music Sources – Indie Rock Playlists (24. July 2009)

    Head over to http://www.myspace.com/blalocksindierockplaylist and you will find download links for the past 5 episodes – that is over 500 tracks at your fingertips – Enjoy!

  • Voddler: Erhält Europa sein eigenes Hulu? (24. July 2009)

    Mit Voddler will ein schwedisches Unternehmen den Markt für werbefinanziertes Video-on-Demand aufmischen und international expandieren: Europäische Konkurrenz für den US-exklusiven Video-Webdienst und Marktführer Hulu.

  • Sonderzüge zur Demo “Freiheit statt Angst” am 12. September (24. July 2009)

    Zur Großdemonstration “Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!” am 12. September in Berlin wird es diesmal Sonderzüge geben – unter der Voraussetzung, dass vorher genügend Bahntickets verkauft werden.

  • Urlaub, Top Five 2009 so far & Verlosung (23. July 2009)

    Es sind zwar in diversen Onlinemagazinen und auf anderen Blogs schon Listen erschienen, aber mich interessieren eure Favoriten. Und damit ihr euch nicht umsonst den Kopf zerbrecht, verlose ich unter den Teilnehmern 2 Pakete mit jeweils 10 Promo-CDs. Da sind so Sachen dabei wie Jay Reatard, Peaches, Neimo, Au Revoir Simone, 1990’s, Discovery….lasst euch überraschen.

  • Startups auf Wiedervorlage: Neue Onlinedienste, die sich bewährt haben (23. July 2009)

    Ich habe mir angeschaut, wo zehn viel versprechende Onlineservices, über die ich in diesem Jahr oder im Vorjahr hier bei netzwertig.com geschrieben habe, heute für mich persönlich stehen: Habe ich sie nach dem Ausprobieren doch wieder ad acta gelegt oder gehören sie heute zu meinen bevorzugten Webtools?

Liedzeilen-Quiz #73

Es ist Donnerstag, es ist schwül und das zusammen kann nur heißen, dass es Sommer ist und Zeit für das Liedzeilen-Quiz. Wer sich trotz Lustlosigkeit ob dieser Temperaturen aufraffen kann, mitzuraten, wird extra freundlich aus der Ferne von mir virtuell gedrückt. Falls sich Neuankömmlinge zum ersten Mal hierher verirrt haben, so mögen diese sich durch den vorherigen Satz nicht abgeschreckt fühlen, sondern vielmehr herzlich eingeladen an der lustigen Raterunde teilzunehmen. Wie ich mir das mit dem Ablauf gedacht habe, kann man in den Regeln am Ende nachlesen. Nur aber genug der Vorrede und lasst uns beginnen:

  • Die vier gesuchten Zeilen reimen sich zwar, doch der Sinn hinter einer verfilmten Märchenfigur und einem erfolgreichen Brauseverkäufer erschließt sich nicht auf den ersten (oder zweiten oder dritten oder vierten) Blick.
  • Der Titel vermittelt eine eindeutige Botschaft, die die Bedeutung und Einordnung des Textes überhaupt erst erschließbar macht.

Auflösung: Gesucht war Julia, We Don’t Live In The ’60s von den Indelicates (Text, Video, Anhören) vom Album American Demo. Bei dem Song fühle ich mich immer persöhnlich angesprochen, auch wenn der Text anders gemeint ist.

Da sich “Cinderella” und “Seller” reimen, kam die einsam ratende Yjgalla sehr schnell auf den gesuchten Song.