Archiv für den Monat: Juni 2009

Englisch lernen mit TV-Serien #17: eejit

Es wird mal wieder Zeit für eine etwas obskure Eigenart der englischen Sprache, nachdem es beim letzten Mal etwas schwerere Kost gab. Heute wenden wir uns einem umgangssprachlichen Wort zu, das in so mancher Situation hilfreich sein könnte. Besonders Besucher der der grünen Insel sollten mit diesem Wort vertraut sein.

Auf die noch viel kleinere Craggy Island irgendwo vor der Westküste Irlands entführt uns die Serie Father Ted, wo drei Priester und ihre Haushälterin hausen. Zum Verständnis der folgenden Zeilen aus der Folge 1.04 Competition Time sollte man wissen, dass Dougal äußerst schwer von Begriff ist.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
Who are you supposed to be, Ted?

FATHER TED CRILLY
What are you doing? You two can’t go as Elvis.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
You… Wait a second. You’re Elvis as well.

FATHER TED CRILLY
Of course I’m Elvis. I’ve got Elvis written on my back. I don’t believe this.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
Bit of a coincidence, all right there. Great minds think alike, I suppose.

FATHER TED CRILLY
I’ve been saying for the last two weeks that I was going as Elvis.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
That’s probably where I got the idea.

FATHER TED CRILLY
This is great. This really is the first All Priests Stars in Their Eyes Lookalike Competition I thought I had a chance of winning. I’ve even cleared a space for the trophy besides the one we got for coming third in the Ludo championships.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
Actually you might still win, Ted. You never know.

FATHER TED CRILLY
And what if you’re on before me, I’ll look an eejit. Everyone’ll think I copied the idea of you.

FATHER DOUGAL MAGUIRE
Well, Ted, to be fair now, it is a bit weird you happened to think of it as well.

FATHER TED CRILLY
Right. I’ll just have to go as Mother Teresa again.

Father Ted: 3 Elvisse

Foto-Projekt 52 (2009) #26: Mathe um mich herum

Projekt 52 (2009)Huch, schon gleich wieder ein Beitrag zum Projekt 52[1]?!? Ja, denn zum Thema Mathe um mich herum habe ich sofort ein passendes Motiv gefunden, da ich nicht nur im normalen Sinne (wie jeder Mensch) von Mathe umgeben bin, sondern auch im wörtlichen bzw. im zahlerischen Sinne (Klick auf Bild führt zur Einzelseite und diese zu größeren Versionen bei flickr):

26 Mathe um mich herum

Man sieht hier einen winzigen Ausschnitt aus dem alten DDR-Heft Übungsaufgaben zur linearen Algebra und linearen Optimierung Ü3 aus der Reihe Mathematik für Ingenieure, Naturwissenschaftler, Ökonomen und Landwirte / MINÖL und zwar eine schöne Aufgabe zum wunderbaren Simplexverfahren. Damit habe ich in diesem Semester die armen BWL-Zweitsemester gequält…

Nachdem das Foto mit einer Belichtungszeit von 1/60 Sek, Blende f/5.6, Brennweite 98 mm und ISO-Empfindlichkeit 320 aufgenommen wurde, habe ich beim RAW-Import die Sättigung rausgenommen und den Kontrast erhöht. Hätte ich eine noch größere Blende für noch weniger Schärfentiefe wählen sollen?

Und jetzt soll noch einer sagen, Mathe sein nicht schön und wunderbar!

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Foto-Projekt 52 (2009) #25: 1(1)00 Meter von zu Hause entfernt

Projekt 52 (2009)Kurz vor Ablauf der Wochenfrist reiche ich meinen Beitrag für das Projekt 52[1] zum aktuellen Thema 100 Meter von zu Hause entfernt ein. Ich habe zwar ein wenig geschummelt, denn laut der Wegbeschreibung sind es nicht 100 Meter, wie vom Thema vorgegeben, sondern 1100, aber dafür ist das Motiv umso aufregender:

25 100m von zu Hause entfernt

Das Foto wurde aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 1/15 Sek, Blende f/8.0, Brennweite 10 mm und ISO-Empfindlichkeit 320. Nachträglich bearbeitet wurde es durch RAW-Entwicklung, Hochpassschärfen und LAB-Farbanpassung.

Das Motiv zeigt die (nicht mehr ganz so) neue Fußgängerbrücke über den Ryck beim Greifswalder Museumshafen und bei flickr gibt es das auch in groß. So ganz zufrieden bin ich nicht, denn der Brückenboden nimmt zuviel Raum ein, der besser dem Himmel zugeschlagen worden wäre. Das Foto habe ich auch als HDRI, aber das sah nicht so gut aus. In den nächsten Tagen und Wochen wollte ich mal öfter da vorbei schauen und auf einen noch spektakuläreren Sonnenuntergang hoffen. Die Sonne geht zwar von dieser Perspektive aus hinter dem linken Haus unter, aber vielleicht wirkt es doch einigermaßen.

Nachtrag: cimddwc machte den Vorschlag, das Bild auf 16:9 zu beschneiden und so sieht es wirklich viel besser aus. Auch hier gilt, dass ein Klick aufs Bild zum lokalen Einzelbild führt und von da geht es zu flickr, wo größere Versionen verfügbar sind.

25 100m (16zu9)

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Schokolade aus der Schweiz

Ja, Ihr Schokoholiker, da müsst Ihr jetzt durch! Aber wer nach dieser Überschrift auf den Beitrag geklickt hat, für den ist sowieso alles zu spät. Deswegen werde ich auch gleich ein Bild präsentieren:

Schokolade aus der Schweiz von caesar

Bio-Edelbitterschokolade mit Mandel-Orange ist so ziemlich die passendste Schokolade für mich, die man sich vorstellen kann (v.a. wegen dem Edelbitter und Orange ist ja meine Farbe). Ich gehe mal davon aus, dass derjenige, der mich damit beglückt hat, genau wusste was er tat. Das war nämlich caesar, der schon vor einem Monat was von Schokolade schrieb, aber nicht mit dem Grund rausrücken wollte. Besten Dank dafür!

Jedenfalls schmeckt und riecht die Schokolade ganz hervorragend und schmilzt so schön im Mund, dass die Mandelstückchen rauskommen. Die Orange ist genau richtig dosiert, d.h. man schmeckt sie, aber sie ist nicht zu penetrant. Und auch wenn ich mir vorgenommen habe, die Schoggi nur langsam zu dezimieren, kann ich dafür nicht garantieren. Wie glücklich muss sich jemand schätzen, der nicht allzu weit entfernt von Bern wohnt und öfter mal da vorbeikommt… Wer nicht so viel Glück hat und gute Nerven, sollte mal bei Chocolat Bernrain vorbeischauen.

Blick über den Tellerrand vom 27. June 2009

  • Offene Läden bringen das kleine Jesuskind zum Weinen (26. June 2009)

    Ich will mich hier aber gar nicht groß mit den rechtlichen Argumenten auseinandersetzen, das langweilt die meisten Leser ja bloß. Ich möchte nur mal fragen, was das eigentlich für ein Armutszeugnis ist, dass die Kirchen der Meinung sind, die Menschen kämen nur dann zum Gottesdienst , wenn sie nichts anderes zu tun haben. Dass man den Menschen gesetzlich verbieten muss, am Sonntag einkaufen zu gehen, damit sie stattdessen aus lauter Langeweile und Verzweiflung die Kirche besuchen müssen.

  • English is a crazy language (26. June 2009)

    Sometimes I think all the English speakers should be committed to an asylum for the verbally insane. In what other language do people recite at a play and play at a recital? Ship by truck and send cargo by ship? Have noses that run and feet that smell? Park on driveways and drive on parkways?

  • Torchwood: Children of Earth broadcast date (25. June 2009)

    Anyway. It starts on Monday the 6th July, 9pm on BBC1. I did episode 3, which will be on Wednesday 8th July. But you have to watch the whole thing, or it won’t make sense. It starts in America on BBCA on the 20th July. Hopefully this will be the last thing I ever have to say about the broadcast date. Watch the show. It is epic. I mean, proper epic. Textbook epic. Yes.

Liedzeilen-Quiz #69

Während gerade die Welt untergeht, wenden wir uns beschwingt dem Liedzeilen-Quiz zu. Heute wird es entgegen allen Erwartungen nicht um einen kanadischen Sänger gehen, sondern um etwas viel Züchtigeres. Wer zum ersten Mal dabei ist, findet zur Orientierung am Ende des Beitrags die Regeln, wie das hier eigentlich ablaufen sollte.

  • Damals! Die Großen waren größer, die Alten jünger, die Verständigung “einfacher” und es gab noch Songs, die etwas bedeuteten! (6 Zeilen)
  • Der Wunsch des Songs wäre gar nicht zu erfüllen, wenn er erfüllt worden wäre. Soll heißen, dass wir es hier mit einem Zeitparadoxon zu tun haben!
  • Würde das Zeitparadoxon aufgelöst, würde Nachbar Schmidt wohl aus dem Keller die Wohlklänge gehört haben, die wir heute suchen. (Fieser Tipp!)
  • Nach den ganzen Verwirrungen wenden wir uns dem Album zu, das eine fröhliche Botschaft hat. Doch die soll auch wieder verwirren…
  • Die gegossene “Welttournee” war ein großes nächtliches Tuten, obwohl so einige Zweifel an der Viralität des Ganzen bestehen.
  • Der Wunsch im Titel des Songs wird durch den Untertitel ein wenig parodiert, denn er bezieht sich auf einen Song, der so gar nicht dazu passt.

Auflösung: Gesucht war I Wish I Was A Punk Rocker (With Flowers In My Hair) von Sandi Thom vom Album Smile… It Confuses People (Text, Anhören, Video). Bekannt wurde sie durch ihren Webcast 21 Nights From Tooting aus ihrem Keller im Londoner Stadtteil Tooting. Ende der 70er spielte dort die Comedy-Serie Citizen Smith (Arbeitsloser und Mitglied der Tooting Popular Front).

Yjgalla hat richtig kombiniert und meine übersetzten Hinweise zur Lösungsfindung genutzt. Sogar die Serie Citizen Smith hat sie gefunden!

Ein Extra-Dankeschön geht an Tobias, der mich darauf aufmerksam machte, dass die Lösung auf der Startseite schon sichtbar war, da alles innerhalb von php-Kommentaren angezeigt wurde.

Bleibt alles anders (WP und K2)

Zur Abwechslung mal ein Bericht über Interna, d.h. das Innenleben meines Blogs. Eigentlich wäre das Erwähnen einer WordPress-Aktualisierung nicht der Rede wert, aber diesmal war etwas mehr Arbeit nötig. Das Ärgerliche an der Sache ist, dass dieser Mehraufwand erforderlich war, damit der geneigte Leser überhaupt nicht mitbekommt, dass es eine Änderung gab.

Die neue WordPress Version 2.8 wurde schon vor “längerer” Zeit veröffentlicht, aber ich habe die Aktualisierung nicht vornehmen können, da mein Theme K2 sich nicht damit vertrug. Ursprünglich hatte ich K2 angefangen zu verwenden, da es immer noch die flexiblen Sidebar Module statt der starren WordPress-Widgets verwendete. Leider wurde die Unterstützung für das Plugin vor einiger Zeit eingestellt und so war klar, dass ich irgendwann auf Widgets umsteigen muss.

Wäre eine formschöne Sidebar das einzige Problem gewesen, hätte es nur einen großen Kraftakt benötigt, um meinen Blog auf den aktuellen Stand zu bringen[1]. Aber da ich so viel am Layout rumgebastelt hatte (sowohl CSS als auch PHP), bedeutete das noch größeren und vor allem viel frickeligeren Aufwand. Dass es sich lohnen würde, war durch die Einführung von sogenannten Child Themes (Anleitung für K2), die es ermöglichen, dass man sein Theme anpasst und dennoch das ursprüngliche Theme behält. Das ist wichtig bei Aktualisierungen und die wiederum sind wichtig, wenn WordPress aktualisiert wird.

Albumkritik: Eight Legs – The Electric Kool-Aid Cuckoo Nest

Letzten Monat war mir das Verlosungsglück hold und beim Alternative Music Blog habe ich das neue Album von den Eight Legs gewonnen (Vielen Dank!), das auf den interessanten Namen The Electric Kool-Aid Cuckoo Nest hört. Letzte Woche endlich kam die CD an und nun gibt es natürlich eine ordentliche Albumkritik.

Die Band und das Albumcover kommen sehr bunt daher (Beweisstück A: MySpace-Seite), wie auch das namensgebende Kool-Aid. Das ist ein Fruchtsaftgetränk, dem man hierzulande wahrscheinlich nur in dem geflügelten Wort to drink the Kool-Aid begegnet ist und soviel bedeutet wie blinde Hörigkeit gegenüber Autoritäten. Mehr zum Hintergrund an der kompetentesten Stelle für US-Kulturgut im Internet, d.h. bei USA erklärt. Dort erfährt der geneigte Leser auch warum das Album so heißt:

Kool-Aids Aufstieg zu mehr als nur ein Softdrink begann in den 60er Jahren, als es von Hippies mit dem zuerst noch legalen LSD versetzt wurde. Tom Wolfe schrieb 1968 das berühmte Buch The Electric Kool-Aid Acid Test über Ken Kesey, dem Autor von One Flew Over the Cuckoo’s Nest, und seiner Bande von Merry Pranksters, die mit den Grateful Dead durch Kalifornien fuhren und solche acid tests durchführten. Kraft Foods redet nicht so gerne über diese Zeit, irgendwie.

Die acht Beine versprechen also auf der Verpackung, dass sie Ahnung von Literatur und Popkultur haben. Mal sehen, ob die britischen Jungspunde, das inhaltlich halten können. Leider sind im recht dicken Booklet nur stylische Bildchen zu sehen und keine Texte. Das sonst so allwissende Internet ist hier leider keine Hilfe. Fangen wir also endlich an und stimmen uns ein mit dem Video des Albumopeners und ersten Single:

Blick über den Tellerrand vom 20. June 2009

  • Zypries wird “Internetpolitikerin des Jahres”, Tauss wechselt zu Piraten? (20. June 2009)

    Das ist die Frau, die uns die Vorratsdatenspeicherung eingebrockt hat, die eine Verschärfung des Urheberrechts fordert, die nicht wusste, was Browser sind , und die in der Zensur-Debatte als erste die Forderung erhoben hat, dass auch zufällige Besucher auf den Stoppseiten an die Strafverfolger weitergeleitet werden sollten.

  • Behind the music: Can artists stop people from covering their songs? (19. June 2009)

    This leads us to the question: does an artist have any legal rights to prevent someone else releasing a cover of their original before it’s even out? As a songwriter, I’ve always been under the impression that the composer (or their publisher) of a song has to grant the first mechanical licence to sell the song. Once the song is released, anyone can do a cover of it and sell it without asking permission.

  • Das Gesetz für Netzsperren ist beschlossen:

    Meine Unabhängigkeitserklärung des Internets von der deutschen Politik (19. June 2009)
    Und hier nun der Fehler: Diese 500.000 Leute sind Teilnehmer im Netz. Die neuen Produzenten von Tweets, Postings und Content im Netz. Mit einem anderen Wort: Multiplikatoren. Und Sie wollen nicht wirklich 500.000 Multiplikatoren gegen sich haben, die Postings und Texte schreiben, die von 43,5 Millionen Menschen gelesen werden, oder? Haben sie aber, von jetzt auf ewig. Zum Vergleich: Die alteingesessene FAZ hat eine Auflage von 360.915 Exemplaren.
    Diese 500.000 genannten Menschen haben Sie sich heute zum Feind gemacht. 500.000 Multiplikatoren im Netz, die twittern, bloggen und sich vernetzen. Und ich verrate Ihnen noch ein Geheimnis: Wir werden nicht weniger. Surprise!