Archiv für den Monat: Mai 2009

Die schönsten Zitate von Bloggern (Konnas Blog-Parade)

Der Konna ist fleißig und veranstaltet und inspiriert Blog-Paraden praktisch rund um die Uhr. Sein neuester Streich endet heute und sucht die schönsten Zitate von Bloggern. Nun liegt Schönheit ja im Auge des Betrachters und die zitatwürdigsten Sätze von Bloggern müssen nicht notwendigerweise in Blogartikeln auftauchen, sondern im realen Leben gesprochen werden, aber diese Nichtigkeiten lassen wir mal außen vor und ich präsentiere meine Liste.

Da ich vorbildlicherweise bis fast zur letzten Minute gewartet habe, ist die Auswahl hochobjektiv. Etwas subjektiver ist meine wöchentliche Zitatesammlung, die unter dem Tag shared items abzurufen ist[1]. Hier jedoch soll es um speziell für diese Blog-Parade zusammen gesuchte Zitate gehen, die rückwärts chronologisch geordnet sind, wie das bei Blogs so üblich ist.

Es empfiehlt sich, immer ein wenig dehydriert ins Kino zu gehen. Besonders in dem hier beschriebenen Fall. 30 Minuten Dauerwerbesendung plus 127 Minuten Film drücken auf die (fast) Jungpionierblase. Zunächst taten 8,60 Teuronen an der Kasse weh, später nur noch die pieksende Armbehaarung der mich einkesselnden Herren. Der Rechtsseitige war offenbar das letzte Mal im Kino, als William Shatner geboren wurde; zumindest schaufelte der alte Herr Popcorn und Cola in sich, als gäbe es kein Morgen.
Gegenteiltag – “Star Trek” – Klappe die 11te

Foto-Projekt 52 (2009) # 19: Freiheit

Projekt 52 (2009)An diesem eher wechselhaften Samstag gibt es ein heiteres Foto für das Projekt 52[1] und zwar zum Thema Freiheit. Da fiel mir (wie so häufig in letzter Zeit) außer ein paar langweiligen Standards nichts ein. Dann habe ich letzte Woche bei schönstem Sonnenschein eine bisher unbekannte schöne Ecke von Greifswald entdeckt und diese gleich für das Projekt 52 eingespannt:

19 Freiheit

Das Bild wurde aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 1/750 Sekunde, Blende f/9.5 und Brennweite 10 mm. Der Zaun ist eher zufällig bzw. unfreiwillig auf dem Bild zu sehen, da an der Stelle, wo ich die weite, freie, unbeschränkte Wiese fotografieren wollte, die Maschen zu klein waren, als dass mein Objektiv durchgepasst hätte. Aber es passt meiner Meinung nach trotzdem zum Thema, denn erst wenn man ein eigentlich selbstverständliches Gut nicht mehr hat, lernt man es erst richtig zu schätzen. Und wer einmal – aus welchem Grund auch immer – eingezäunt war oder noch ist, der vermisst die Freiheit besonders.

Das Thema könnte man auch fantastisch auf die aktuelle Debatte um Zensur anwenden und ich hoffe, dass die Petition (Unterschreiben!) doch noch ein Umdenken bei den “Verantwortlichen” der Regierung bewirken wird. Ansonsten sind wir nämlich auf dem besten Weg zu einem unfreiheitlichen Internet, d.h. dass durch staatliche und freiwillige Kontrolle (“Schere im Kopf”) das Ganze zu einer Farce wird. Und nein, das Internet war nie und ist auch heute nicht rechtsfrei!

Kommentare sind willkommen zum Foto und auch zur Zensurdebatte…

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Blick über den Tellerrand vom 30. May 2009

  • GreenSmilies für WordPress (29. May 2009)

    * Verwaltung der Smilies im Dashboard.
    o Frei wählbares Smilies-Verzeichnis, das auch mit >3.000 Smilies nicht überfordert ist!
    o Importmöglichkeit für Smilie-Pakete im phpBB 3 pak-Format, zum schnellen Einfügen der GreenSmilies. :;):
    o Simples managen der Smilie Codes, deren Sichtbarkeit und Reihenfolge.
    * Optional können die Smilies als klickbare Grafiken unter der Kommentarbox und/oder im Dashboard beim Artikel schreiben aktiviert werden.
    * Die Smilies werden an der Cursor-Position eingefügt und nicht wie so oft am Ende des Textes.
    * Smilies können durch den img-Tag ersetzt werden.

  • Reinigendes Getwitter (29. May 2009)

    Was ist mit den Spielregeln, auf denen unsere Gesellschaft beruht? Dass wir nicht aus dem Kino gehen und den Wartenden erzählen, wie der Film ausgeht? Dass wir Wahlergebnisse für uns behalten, bis die Wahllokale geschlossen haben? Dass wir uns nicht nackt ausziehen, mit Exkrementen einreiben und schreiend durch die Innenstadt rennen?

  • Sensorreinigung, die hinterhältige 350D und ein stinkender Blasebalg (29. May 2009)

    Es ist übrigens gemein. Damals war die Kamera noch neu und ich dachte, hui, tolle Technik. Denn da stand und steht: Sensorreinigung. Was denkt der unbedarfte Benutzer, respektive Uwe da natürlich? Klicken, abwarten, alles sauber. Denkste. Ausgelacht wurde ich, weil ich stundenlang davor gehockt habe und mich gewundert habe, wieso das Teil sich so lange, so lautlos und ohne Zwischenbericht reinigt. Erfahrung gemacht. Die 350D klappt nur den Spiegel zur Seite, damit man den Sensor eigenhändig reinigen kann.

Übersetzungen: Glasvegas – Geraldine / Daddy’s Gone / Flowers & Football Tops

Im Zuge meines mittlerweile fast anderthalb Jahre währenden Feldzuges zur Verbreitung von Glasvegas fehlt noch ein Übersetzungsbeitrag für die drei Singles vom Album. Da immer wieder Suchanfragen reinkommen nach den deutschen Übersetzungen von Daddy’s Gone, Flowers & Football Tops und Geraldine, versuche ich mich mal daran. Bei allen drei Songs handelt es sich nicht um Liebeslieder, wie nach dem Studium der Texte klar sein dürfte. Verbesserungsvorschläge bitte in die Kommentare. Die Übersetzungen basieren auf denen des Booklets und nicht auf den kompletten Texten, die z.B. bei Lyricwiki zu finden sind.

Glasvegas: Album und Singles

Geraldine (deutsch)

Wenn dein Funkeln aus deiner Seele entweicht,
Werde ich an deiner Seite sein, um dich zu trösten.
Wenn du auf dem Fensterbrett stehst,
Werde ich dich überreden, von der Kante zurückzukommen.
Ich werde deinen Trend umkehren,
Werde dein Hirte sein, ich schwöre, werde dein Führer sein.
Wenn du verloren bist an deinem tiefsten und dunkelsten Ort,
Mögen meine Worte dich sicher und gesund nach Hause begleiten.

Wenn du sagst, dass meine Arbeit keinen Zweck hat und du dich umbringen willst,
Muss ich sicher gehen, dass du das nicht nur wegen der Medikamente sagst.
Wenn deine Füße einen unberechenbaren Weg einschlagen wollen,
Die Treppe hochsteigen und eine Schlittenfahrt nach unten machen,
Werde ich deinen Trend umdrehen,
Alles tun, um dich von innen zu heilen.
Ich werde der Engel auf deiner Schulter sein,
Mein Name ist Geraldine, ich bin deine Sozialarbeiterin.
Ich sehe, dass du mich brauchst.
Ich weiß, dass du das tust.

Liedzeilen-Quiz #66

Heute wird es zu zwei Dritteln satanisch und eigentlich sollte es einen richtig fies schweren Titel beim Liedzeilen-Quiz zu erraten geben. Doch leider habe ich den Text nirgends finden können und muss mit einem etwas bekannteren Song vorlieb nehmen. Man darf gespannt sein und wer noch nicht so genau weiß, wie das hier abläuft, kann am Ende des Beitrags die Regeln nachlesen.

  • In den gesuchten vier Zeilen geht es in die Vergangenheit, die sowohl finanziell als auch örtlich ganz anders war als das Heute (von dem das restliche Lied handelt).
  • Der heute gesuchte Song war ein Hit, aber die Fortsetzung drei Jahrzehnte später so gar nicht. [weswegen der Text auch nicht im Internet zu finden ist]
  • Der Name des Interpreten ist für die Bestimmung der Herkunft denkbar ungeeignet und führt auf eine doppelt falsche Fährte.
  • Die Ortsangabe in den gesuchten vier Zeilen ließ Vermutungen aufkommen, es gehe um eine berühmte Person, die an/besungen wird. Ist aber wahrscheinlich nicht der Fall.
  • Das Geburtsland des Künstlers kommt in einem Kurzfilm vor, in dem der Song vor nicht allzu langer Zeit verwendet wurde. Bzw. nicht in diesem Film kommt das Land vor, sondern in einem dazugehörigen. (Korrektur: auch im Hauptfilm kommt der Song vor)
  • Die reizende Frage im Titel wird durch eine Menge berühmter Orte und Namen weiter aufgehübscht. Nur in den gesuchten Zeilen geht es ziemlich erbärmlich zu.
  • Der Song erhielt einen Songwriter-Award zusammen mit einem anderen Song, der eher von “seltsamen Räumen” handelt.

Auflösung: Gesucht war Where Do You Go To (My Lovely)? von Peter Sarstedt (Text, Anhören). Der Song handelt von einem Jet Set-Girl, das in Armut in Neapel aufwuchs. Deswegen wird oft vermutet, dass es um Sophia Loren handelt, was aber nicht der Fall ist. Im Film Hotel Chevalier (mit Natalie Portman) kommt der Song vor und auch im zugehörigen The Darjeeling Limited. Peter Sarstedt wurde überraschenderweise in Indien geboren, allerdings zu einer Zeit als es noch britische Kolonie war. Die “seltamen Räume” bezogen sich auf Space Oddity, der zusammen mit Where Do You Go To (My Lovely)? 1969 den Ivor Novello Award gewann.

Markus konnte nach rekordverdächtigen zwei Stunden lösen.

Never Forget: Meine besten Blogartikel (Saschas Blog-Parade)

Schon nicht mehr auf den letzten Drücker, sondern eindeutig zu spät kommt dieser Beitrag zur Gesichtet-Aktion Never Forget. Schusseligerweise habe ich das gestrige Enddatum verstreichen lassen und präsentiere hier ganz schnell einige meiner Blogbeiträge, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Das sind nicht notwendigerweise die meiner Meinung nach absolut Besten, sondern die guten, die unter den Tisch gefallen sind und durch diese Aktion hoffentlich noch eine Chance haben.

Deutschland ist unterdurchschnittlich glücklich! Und du?
Ein Beitrag, der schon beinahe drei Jahre auf dem Buckel hat und auch der einzige aus meinem ersten Jahr ist, den ich noch vorzeigen möchte. Er beschäftigt sich mit einer Studie über den Happy Planet Index, der für jedes Land errechnet wurde und den man auch für sich selbst durch die Beantwortung einiger Fragen beantworten kann (funktioniert immer noch).

Sind es nun drei oder fünf?
Eine empirische Untersuchung meinerseits, wieviele Ringe im Tatortvorspann auftauchen.

Interessante und vielleicht neue Fakten über den Hitchhiker’s Guide durch die 1981er BBC-Serie
Passend zum heutigen Towel Day eine Artikelserie über die BBC-Serie “Per Anhalter durch die Galaxis”. Hat mich viel Aufwand und Herzblut gekostet und es gab keinen einzigen Kommentar bei allen fünf Teilen.

Englisch lernen mit TV-Serien #11: to dovetail
Wir machen einen Sprung von fast zwei Jahren und wenden uns einer weiteren Beitragsserie über Fernsehserien zu. Gerade dieser Beitrag lag mir sehr am Herzen und doch gab es keinerlei Reaktionen.

Foto-Projekt 52 (2009) # 16: Leidenschaft
Ein sehr persönlicher Beitrag zum Projekt 52 und (scheinbar) niemand hat etwas dazu zu sagen?

Linktipp: I Am Not The Beatles (Musikblog)
Ein ganz aktueller Beitrag, der aber trotz des eindeutig fantastischen Linktipps ignoriert worden zu sein scheint. Liegt es vielleicht am Brückentag?

Und jetzt hoffe ich, dass Sascha meinen Beitrag noch gelten lässt…

Julias Chartspunkte #12: Anleitung zur Bulimie

Nach anderthalb Monaten ist es wieder Zeit für einen kritischen Blick auf das chaotische Drama, das sich Singlecharts nennt. Da sich so viele Songs angesammelt haben, komme ich gleich zur Sache.

Neueinsteiger vom 3.04

  • Platz 20 Take That – The Garden
    minusminus Und mit sowas geht es los! Dieses Langweilstückchen ist so schnell vergessen, dass es sogar nur eine (oder zwei?) Woche(n) in den Top 20 verbracht hat. Sollten die Jungs Männer vielleicht als Signal zum Aufhören verstehen. Sofort!
  • Platz 19 Big Ali Feat. Dollarman – Hit The Floor
    minusminusminus Soll ich mir das Anhören? Aha, The Power! Das habe ich schon vor 32899678 Jahren unerträglich gefunden und ein Versamplen macht es noch schlechter. Unvorstellbar eigentlich, aber die Charts übertreffen sich ja öfter mal selber.
  • Platz 10 Metro Station – Shake It
    plusplus Glaubt man’s denn? Der Name ist etwas irreführend, denn wir haben es hier nicht mit einem Haufen David Beckhams zu tun, sondern mit einem erstaunlich nach Indie klingenden Trupp aus Kalifornien. Die ins Gesicht gekämmten Ponys und die Röhrenjeans sollten sie allerdings noch mal überdenken. Video ist auch ganz gut, aber wegen dieser beschränkten Beschränkungen nicht verfügbar.
  • Platz 9 Enrique Iglesias feat. Sarah Connor – Takin’ Back My Love
    minusminusminus Danke, aber danke nein! Mein Essen soll drinbleiben und dafür stehen die Chancen schlecht bei diesem Heulbojen-Räkel-Worst-Case.
  • Platz 7 Kelly Clarkson – My Life Would Suck Without You
    minus Joa, hat sich mittlerweile auch überlebt, dieser ewig gleiche Powerpop. Klingt zwar energetisch und toll (und ein semi-böses Wort ist auch im Titel), aber warum immer das Gleiche?

Linktipp: I Am Not The Beatles (Musikblog)

Neulich habe ich ein echtes Kleinod der Musikbloggerkunst entdeckt: In I Am Not The Beatles hat der britische Autor eine Aktion gestartet, in der er seine sog. 8 Pence-Platten bespricht. In den Achzigern hat er sich mit seinem Taschengeld aus Geldmangel obskure Platten im Dutzend gekauft. Und die hört er jetzt alle durch. Natürlich folgt das Ganze ein paar Regeln und zwar, dass der erste Eindruck völlig ohne Recherche niedergeschrieben wird und er dann erst das Internet nach aktuellen Infos durchsucht. Und als Extra wird der Gewinn berechnet, ausgehend von den 8 Pence, für wieviel man die Single momentan bekommt.

Ist die Idee an sich schon genial, wird das Ganze durch die Schreibe noch einmal aufgewertet. Herrlich britischer Humor mit unglaublichen Beschreibungen für die obskuren Künstler und die Songs sind jeweils zum Anhören verfügbar. Am besten man klickt sich da Artikel für Artikel durch und hört beim Durchlesen die längst vergessenen Songs. Auch die Kommentare sind sehr lesenswert, denn oft finden sich da Leute, die jahrelang verzweifelt auf der Suche nach genau dem Song waren. Und manchmal entwickelt sich sogar ein Kontakt zur Band, der zu einem Interview führt.

Nachteil ist, dass man recht gut Englisch können sollte, um alle Feinheiten mitzubekommen. Ok, einfach nur die Songs anhören ginge natürlich auch. Reinschauen lohnt sich auf jeden Fall!