Archiv für den Monat: April 2009

Liedzeilen-Quiz #64

Ja, wenn ich erst mal 64 bin, gibt es wahrscheinlich immer noch Weinflaschen, aber hoffentlich keine Valentinsgrüße mehr. Doch darum geht es beim heutigen Liedzeilen-Quiz natürlich nicht und wir stürzen uns ins Vergnügen. Da die regelmäßigen Rater parallel noch bei Postpunk vs. Leser und Thomas’ FilmRätselStöckchen dabei sind, wird die Häufigkeit der Tipps entsprechend angepasst. Andererseits könnte das eine Chance für neue Quizzer sein (Regeln siehe Ende des Beitrags), also immer ran an das Rätsel!

  • Heute wird viel referenziert und verwiesen. In den vier Zeilen ist es ein anderer Song, der genannt wird.
  • Der Albumtitel wurde in Bezug auf den Songtitel oft verwirklicht. Aus diesem Grund erscheint der Song auch auf anderen Alben.
  • Die weiteren Referenzen sind was für Auge und Ohr und das teilweise schon recht lange.
  • Der Bandname ist der aktuellen Weltlage ziemlich ähnlich.

Auflösung: Gesucht war Romeo and Juliet von den Dire Straits vom Album Making Movies (Text, Anhören). Das Theaterstück von Shakespeare wurde ja oft genug verfilmt und die grobe Geschichte im Musical Westside Story verwendet. Beides wird im Song referenziert, genauso wie der 60er-Song My Boyfriend’s Back.

Lösen konnte Yjgalla 42 Sekunden vor Martin. Beide haben heute somit einen Doppelsieg erringen können. Glückwunsch!

Linktipp: Bandstand Busking [Straßenmusik in verlassenen Konzertpavillions]

Was machen mit all den verlassenen Konzertpavillions in London? Natürlich tolle Bands einladen, dort zu spielen und dann die Videos online stellen! Das ist das Motto von Bandstand Busking, die ich durch Zufall entdeckt habe und da ich schusseligerweise meinen 1000. Beitrag verpasst habe, gibt es zur Feier ein paar exzellente Videos von Bands, die ich wärmstens empfehlen kann:

We Were Promised Jetpacks – Ships With Holes Will Sink

Eine Neuentdeckung und Grund für diesen Linktipp sind diese Glaswegians und der Song ist einmalig gut, nicht nur wegen dem schottischen Akzent:

Weitere Videos bei Bandstand Busking. Das Original und die nächste Woche erscheinende Single Quiet Little Voices gibt es bei HypeMachine, MySpace, dem diesjährigen SXSW-Festival und Fat Cat Records anzuhören.

Entdeckt habe ich den Song beim Three from Leith Podcast 170 (Feed-URL).

Emmy The Great – We Almost Had A Baby

Einen so bezaubernden Song auch noch solo mit Akustikgitarre vorgetragen macht doppelt Spaß (leider stellenweise etwas windig die Aufnahme):

Weitere Songs und ein Interview bei Bandstand Busking. Und wer sich gleich das im Februar erschienene Album First Love zulegen möchte, der kann das z.B. bei Amazon tun (Partner-Link).

The Wave Pictures – Blind Drunk

Wenn meine Lieblings-Lofi-Jungs irgendwo auftauchen, müssen sie natürlich auch gewürdigt werden. Besonders, da es sich anscheinend um einen völlig neuen Song handelt (außer ich hab da was übersehen):

Weitere Songs und ein Interview bei Bandstand Busking. Viele Songs zum Download und Videos und Infos und wasnichalles gibt es auf der offiziellen Seite.

Bisher haben u.a. Asobi Seksu, Frightened Rabbit, Of Montreal, The Acorn vorgetragen. Es lohnt sich also, da mal vorbeizuschauen. Wer über anstehende Aufzeichnungen informiert werden möchte, kann sich per E-Mail informieren lassen. Und wer nicht das Glück hat, in London zu leben, kann auf dem Laufenden bleiben mit dem YouTube-Kanal und/oder per Twitter.

FilmRätselStöckchen #1234

Nachdem ich gerade bei David sehr schnell Innerspace/Die Reise ins Ich erraten konnte, den ich ziemlich oft gesehen habe, geht es hier gleich weiter mit dem FilmRätselStöckchen einszweidreivier.

FRS #1234 Bild 1

Albumplayer: Metric – Fantasies

Mal wieder ein Track-By-Track-Guide führte mich zu Fantasies von Metric, das bei Drowned In Sound von Sängerin Emily Haines vorgestellt wird. Wie immer sehr schön die Entstehungsgeschichte und die Ideen hinter den Songs kennenzulernen. Da fallen Dinge auf, die man beim Hören evtl. nicht mitbekommen hätte und Zeilen wie “Who would you rather be: The Beatles or the Rolling Stones?” kann man natürlich nicht ignorieren[1]. Der zugehörige Song heißt Gimme Sympathy und wird die nächste Single (Text). Fans von Grey’s Anatomy werden einen weiteren Song kennen, denn Front Row tauchte in einer Folge im März auf.

Falls es den Begriff Noise-Twee-Pop noch nicht gibt, dann sind Metric die Defintion davon und außerdem könnte man die Kanadier als elektronisch angehauchte Pains of Being Pure at Heart bezeichnen. Damit Ihr Euch selbst ein (Hör-)Bild machen könnt, gibt es einen sogenannten Albumplayer zum Einbinden. Zu sehen und hören sind vier Videos und das komplette Album. Einfach auf den Playknopf klicken und dann die Slideshow/das Video ansehen. Man kann navigieren über die Vor- und Zurück-Buttons und direkt über die Playlist (Knopf links unten).

Zu Beginn wird das Video zu Gimme Sympathy geboten, das scheinbar aus einem Take besteht, was aber wegen der wechselnden Klamotten und vertauschten Bandrollen nicht sein kann. In der Akustikversion funktionert der Song übrigens auch bestens. Enjoy:

Zufällig ist das Album auch momentan bei Luisterpaal verfügbar und ich kann Nicoroloa nur zustimmen, dass der Opener Help I’m Alive ein echter Frühlingshit ist. Seltsamerweise wurde es im Dezember als Single veröffentlicht…

FilmRätselStöckchen #1232

Und wieder gilt es einen Film zu erraten, nachdem ich gestern bei Thomas den nicht-schweizerischen Film Swiss Family Robinson erraten habe. Hier wird es um die DVD gehen, die mir die Cineasten freundlicher- und viralerweise haben zukommen lassen. Den ersten Screenshot vom FRS #1232 gibt es hier um 18:30 und diesmal in groß und im JPG-Format (d.h. Klick aufs Bild gibt größere Version).

FRS #1232

Englisch lernen mit TV-Serien #13: stapler

Nach einer mehrwöchigen Pause kehren wir zurück zu meiner lustigen Serie über Serien, bei der man auch noch was lernen kann. Heute wenden wir uns einem der wichtigsten Wörter des täglichen Lebens zu. Erstaunlicherweise stoßen wir auf diesen Begriff in einer Serie, die so gar nichts mit dem täglichen Leben zu tun hat, denn in Spooks geht es um den britischen Geheimdienst MI5[1].

Um den Widerspruch von gefährlicher Spionagearbeit und normalem Leben geht es auch in der folgenden Szene aus der Folge 1.04 (inoffizieller Titel: Traitor’s Gate), in der Matthew Archer alias Tom Quinn seiner Freundin Ellie endlich beichtet, dass er kein IT-Experte bei der Stadtverwaltung ist.

ELLIE
What did you say you did again?.

TOM/MATTHEW
Fell on a stapler.

ELLIE
An industrial strength stapler?

TOM/MATTHEW
It was a whopper.

TOM/MATTHEW
It’s a gun wound, isn’t it? Someone shot you.

TOM/MATTHEW
Don’t be silly. … Once I tell you, there’s no going back.

ELLIE
So what are you, a gangster?

TOM/MATTHEW
I’m a spy. I work for MI5.

ELLIE
MI5? Jesus.

TOM/MATTHEW
It’s a job with an office and a pension. It’s got a canteen. It’s not out of the ordinary.

ELLIE
You just got shot.

TOM/MATTHEW
Well, there are perks.

  1. Und da die Serie mittlerweile sieben Staffeln umfasst, taucht sie heute nicht zum ersten Mal in der Englischlern-Serie auf. []

Song des Tages: Penny Century – Nothing Burns Like Bridges [kostenloser Download]

Hach, im Frühling muss einfach beschwingter Schwedenpop her und da passen Penny Century hervorragend ins Schema, denn die haben das perfekt drauf. Alleine schon der Name gefällt mir sehr gut und wenn man auf deren MySpace-Profil sieht, dass sie u.a. M. Ward, My Morning Jacket, Shout Out Louds und Okkervil River zu ihren Freunden zählen, macht das umso mehr Spaß.

Doch große Namen sind nur Schall und Rauch, wenn man sich nicht selbst überzeugen kann und deswegen gibt es jetzt Nothing Burns Like Bridges in bewegten und vertonten Bildern[1]:

Herrlich! Diese dangeligen Gitarren und die markante Stimme von Julia Hanberg (noch so ein schöner Name) sind so schnuckelig, dass selbst Bläser dazu passen. Kommen wir zum kostenlosen Download, denn den gibt es als mp3 in 192er-Qualität auf der Labelseite inkl. Cover. Der Song ist eine (die?) Single vom 2007-er Album Between A Hundred Lies, das als CD für unglaubliche £ 1,99 plus £ 1,69 Versand zu haben ist[2]. Da möchte man gar nicht bei iTunes für € 9,90 zuschlagen.

Wer sich weiteres Material beschaffen möchte, ist mit der gerade erschienenen und unglaublicherweise kostenlos verfügbaren EP Valencia dabei und auch diese fünf Songs haben es in sich. Die gibt es auf der offiziellen Seite. Hier ist die Qualität nicht so gut und man sollte vielleicht die € 4,95 bei iTunes investieren.

Bleibt noch zu sagen, dass ich von diesen fluffigen Songs über indie-mp3 erfahren habe, wo lauter solche Kleinode präsentiert werden.

  1. Ich hoffe sehr, dass es endlich funktionert, dass das Video im Feed angezeigt wird. Wenn nicht, bitte nicht verzweifeln, sondern einfach persönlich vorbeikommen und an Ort und Stelle genießen. []
  2. Jetzt rächt sich zum ersten Mal mein CDVD-Projekt 2009, wo ich drei Monate keine CDs und DVDs kaufen darf. []

Blick über den Tellerrand vom 25. April 2009

  • Leyenfilter (24. April 2009)

    #!/usr/bin/perl
    #
    # Leyenfilter 2.0 – (c) 2009 by Ursula
    #

  • Dein Gesicht auf unserem Plakat? (24. April 2009)

    Wir brauchen also neue Poster und müssen die natürlich finanzieren. Da wir ja sowieso schon die totale Crowdsourcing Combo sind, liegt natürlich nix näher als DICH, lieber Angelika Fan / Förderer / Enthusiast / Groupie… um Hilfe zu bitten.

  • MP3s: Glasvegas Daytrotter Session (23. April 2009)
  • Wir sind noch nicht so weit (23. April 2009)

    Und bei aller vermutlich sehr berechtigten Kritik an den ganzen Vorhaben dieser Berliner Dilettanten frage ich mich immer wieder, ob wir “Internetaktivisten”, deren Zahl ich mal sehr großzügig auf 500.000 Menschen schätzen möchte, nicht so eine Art digitale Autoschrauber sind: Nerds mit einem schönen Hobby, das aber gesellschaftlich nur bedingt relevant ist.

  • Musikdienste: simfy heizt dem Wettbewerb ein (23. April 2009)

    Mit der neuen Beta-Version öffnet das Berliner Startup sein Angebot für alle User, egal ob registriert oder nicht. Gleichzeitig wird das beschriebene Freunde-Prinzip abgeschafft: Jeder hat fortan Zugriff auf sämtliche der zum Relaunch vorgehaltenen rund drei Millionen Songs, egal wie viele Freunde er bei simfy hat oder ob er überhaupt Mitglied ist.

  • Die 030-200 und ihre Mission (23. April 2009)

    Und da gibt es die – meiner Meinung nach – recht interessante Gruppe derer, die zwischen 30 und 200 Feed-Abonnenten haben. Also die so genannten “B-Blogs”. Weblogs, die nicht nur aus “WTF-Content” und “awesome” und “SEO”, “supercute”, mediengeilem Zeug und Web 2.0-Hype bestehen, sondern die kleinen, netten Blogs von umme Ecke, die oft keine speziellen Inhalte haben, sondern querbeet alles verwursteln, was ihnen so in den Sinn kommt. Und das macht uns aus, und darum lest Ihr bei mir und den vielen anderen Weblogs in der Kategorie ‘030-200′ mit:

Liedzeilen-Quiz #63

Wie die Zeit vergeht! Schon wieder Donnerstag und damit Zeit für das Liedzeilen-Quiz. Bin mal gespannt, ob die routinierten Rätsler wieder erfolgreich sein werden oder ob vielleicht ein Neuling einen Erfolg verbuchen kann. Wer zum ersten Mal dabei ist, sollte sich auf keinen Fall abschrecken lassen, sondern sich mit den Regeln am Ende des Beitrags vertraut machen (und bei Bedarf Fragen stellen). Ok, nun aber rein ins Vergnügen. Die weiteren Tipps werden wahrscheinlich wieder im Viertelstundentakt gegeben.

  • In den fünf Zeilen wurde sehr viel erledigt, doch für den genannten Zeitraum ist das eigentlich nicht viel.
  • Auf ganz verworrene Weise befindet sich das Band des Interpreten auf einer einzigen Seite.
  • Ursprünglich sollte der Song für etwas Zerbrechliches herhalten, aber das hat sich dann doch zu lange hinaus gezögert.
  • Wie so oft bei guten Songs wurde der heute gesuchte ebenfalls gecovert, u.a. von einem Käfer und einer wirklichen Band.
  • Einen Tipp zum Songtitel gab es bisher nicht, da ein Hinweis auf diesen verkraterten Körper viel zu schnell zur Lösung führt.

Auflösung: Gesucht war Junimond (Text, Anhören) von Rio Reiser. Das Band bezog sich auf den bürgerlichen Namen Ralph Christian Möbius und das Zerbrechliche ist die alte Band “Ton Steine Scherben” (ja, nicht so ganz passend…). Gecovert wurde der Song u.a. von Grönemeyer und Echt.

Lösen konnte cimddwc nach dem grässlichen Mondkraterwortspiel.