Archiv für den Monat: März 2009

CDVD-Projekt 2009: Drei Monate Kaufverbot für physische Medien (CDs und DVDs)

Wie schon im letzten Jahr werde ich ein ganzes Quartal keine CDs kaufen und dieses Jahr setze ich noch einen drauf und schließe DVDs in das Experiment mit ein. Die Gründe für meinen Entschluss sind vielfältig:

  • Zeit: Mittlerweile habe sich viele Alben und Serien angesammelt, die ich noch gar nicht vollständig gesehen bzw. gehört habe.
  • Platz: Die vielen CDs und DVDs nehmen immer mehr Platz weg, doch eigentlich tut es auch eine digitale Kopie (im Falle von Musik).
  • Geld: Der dreistellige Betrag, den ich monatlich für CDs und DVDs ausgebe, soll drastisch reduziert werden.

Dass ich dadurch gleichzeitig etwas für die Umwelt tue und den nächsten Umzug erleichtere, ist nebensächlich. Das sind weitere Argumente für das Projekt, aber nicht entscheidend für meinen Entschluss.

Befürchtungen, dass mir langweilig werden könnte, brauche ich nicht zu haben, denn sowohl mit CDs als auch mit Serienstaffeln auf DVD bin ich so gut ausgestattet, dass ich damit Jahre überleben könnte. Viele Alben und Serien habe ich nur einmal konsumiert und so weder die Musik richtig schätzen gelernt noch alle Extras genießen können. So wie letztes Jahr auch bietet es sich an, dass ich im Zuge des Projektes Rezensionen verfasse und somit haben auch andere Leute was davon. Hoffe ich mal.

Um das Ganze auf ein formales Fundament zu stellen, habe ich mir folgende Regeln überlegt:

  1. Kaufverbot von physischen Datenträgern zwischen dem 1. April und 30. Juni 2009: Dieses Jahr lasse ich keine Ausnahmen zu und werde mich streng daran halten. Das betrifft hauptsächlich Amazon, aber auch alle anderen Kaufhäuser, online wie offline.

Gekürzte oder vollständige Feeds anbieten? (Blog-Parade)

Schon wieder auf den letzten Drücker nehme ich an einer Blog-Parade teil und diesmal geht es um die Frage, ob gekürzte oder vollständige Feeds angeboten werden sollen. Das betrifft vor allem diejenigen, die selbst bloggen und weniger (?) die Leser, denn nach meiner Erfahrung lesen Blogger eine größere Anzahl Blogs. Dadurch kommt man weiter rum und irgendwann wird die Anzahl Blogs zu groß als dass man alle der Reihe nach abklappern könnte. Da ist so ein Feedreader doch was Feines, denn der meldet sich auch nur zu Wort, wenn es tatsächlich was Neues gibt.

Nach diesem Plädoyer für Feeds und Feedreader allgemein, wende ich mich dem eigentlichen Thema zu und verkünde, dass ich Vollfeeds bevorzuge und zwar aus vielerlei Gründen. Frank Bültge (der das Thema ins Rollen brachte) führt in seinem Artikel Short Feeds: Es stinkt mir an, dass er vor allem wegen dem Offline-Lesen Vollfeeds haben möchte. Ist ein gutes Argument, das allerdings nicht auf alle Feedleser zutreffen dürfte.

Gehen wir mal von privaten oder semiprivaten Blogs aus, d.h. nicht von großen Firmen/Magazinen, die auch einen Feed anbieten (Bsp: heise, tagesschau, taz, NME, …). Die bieten fast ausnahmslos ultrakurze Feeds an (nur die Überschrift und evtl. noch eine Zeile) und können sich das auch leisten. Doch auf die will ich hier gar nicht hinaus. Mir geht es um die engagierten Hobbyblogger, die ich selber hauptsächlich lese und die wohl die große Masse der Blogger ausmachen. Die haben wenige Dutzend bis mehrere Tausend Besucher am Tag und die wollen erst mal gehalten werden. Am einfachsten geht das, indem die Besucher zu Stammlesern werden und das geht am einfachsten wenn diese den Feed abonnieren.

Julias Chartspunkte #11: alte Verdächtige und neue Wiederholungen

Ja, es ist wieder soweit und da ein verfluchter BSOD gerade den fast fertigen Beitrag mit in den Tod gerissen hat, gibt es nur abgehackte Kommentare und keine Formatierungen[1].

Woche vom 20.02
Platz 15 Peter Fox – Schwarz Zu Blau
Plusminus Null – Gefällt mir überhaupt nicht und ist lange nicht so eingängig wie die Vorgänger. Man muss wohl Berliner sein, um das zu verstehen.
Platz 13 Razorlight – Wire to Wire
Plus 2 – Stichwort Guilty Pleasure. Meine Hoffnung ist ja, dass der Herr Borrell seine Arschlochhaftigkeit als in diesem Geschäft notwendig ansieht. Und immerhin hat er ja von einem der derzeit größten Talente in diesem Bereich gelernt.

Woche vom 27.02
Platz 18 Lady Gaga – Just Dance
Minus 3 – Vorne und hinten geklaut bei Musik und Video, überhaupt nicht originell und einfach nur auf die niederen Instinkte der verwirrten, jugendlichen Käufer geschiehlt. Schäm dich, Lady Gaga!
Platz 12 Tim Toupet – So Ein Schöner Tag
Minus 3 – Ja, ich hab mir das tatsächlich angesehen und bin wieder daran erinnert worden, dass der Herr Haarlos mal ein Döner war. Wenn der nochmal in den deutschen Charts auftaucht, wandere ich aus!
Platz 5 Polarkreis 18 – The Colour Of Snow
Minus 2 – Das habe ich in den letzten Wochen so oft hören müssen, dass ich gesundheitliche Schäden befürchte und da diese halbgare Mischung aus “Synthie-Pop und Indietronic” (s. Wikipedia) den Ansatz von okay der ersten Single vermissen lässt, fällt der Song gnadenlos durch.

Englisch lernen mit TV-Serien #12: plonk

Heute gibt es eine Premiere in dieser kleinen Beitragsserie, denn das vorgestellte Wort wird mittlerweile nicht mehr in der Bedeutung im Beispiel verwendet und das führt zu falschen Übersetzungen. Da es aber dennoch ein nützliches umgangssprachliches Wort handelt, wird es trotzdem vorgestellt.

Der Grund für die veraltete Version liegt am Konzept der Serie, denn Life on Mars handelt von einem Polizisten aus dem Jahr 2006, der durch einen Autounfall ins Jahr 1973 geschleudert wird. Klingt komisch, ist aber absolut fantastisch, wenn Sam Tyler mit seinen heutigen Polizeimethoden auf die archaischen Verhältnisse von vor 35 Jahren trifft. Sehen wir uns also mal die Szene aus der Pilotfolge an und erraten, was das hervorgehobene Wort bedeuten könnte:

DC CHRIS SKELTON
You need to get some rest, boss. Y-you just need a large Scotch and a bit of a kip.

DI SAM TYLER
It’s him. He’s killed before.

DC RAY CARLING
We’ll er… get a plonk to give you the once-over.

[CUT]

WPC ANNIE CARTWRIGHT
No broken bones then. Do you feel like you’re gonna heave up?

SAM
I feel a bit nauseous.

ANNIE
You’ll do. You’ve had hangovers worse.

SAM
Are you a doctor?

ANNIE
I’m about as qualified as Doctor Kildare. I’m part of the Women’s Department.

SAM
The what?

ANNIE
Don’t you have plonks in Hyde?

Blick über den Tellerrand vom 28. March 2009

  • Internetsperre umgehen in 27 Sekunden (27. March 2009)
  • Interview Series: Nancy Baym of Online Fandom (26. March 2009)
  • 50 kostenlose, hochwertige Iconsets (26. March 2009)
  • Die Legende von der Kinderpornoindustrie (25. March 2009)
  • Der seltsame Fall des Bedrohungs-Buttons (19. March 2009)
  • Blog am Bein (24. March 2009)

    Kürzlich wohnte ich einer Diskussion bei, bei der es um die (zugegebenermaßen sehr nebensächliche) Frage ging, ob es eigentlich “der Blog” oder “das Blog” heiße. Mein Standpunkt war, dass ich zwar “das Blog” sagen würde, aber beim besten Willen nicht wüsste, warum. Vielleicht, um Verwechslungen mit “der Block” (damn you, Auslautverhärtung!) zu vermeiden. Aber wozu hat man Germanistik und Anglistik studiert und seine B.A.-Arbeit über die Veränderungen in der Internetsprache geschrieben?

  • Digitale Nachlassverwaltung (21. March 2009)

    Die Folge: nach dem eigenen Tod bleiben E-Mail-Konten, Foren-Zugänge und Accounts zu sozialen Netzwerken auf ewig verschlossen, wenn man seine Passwörter -wie empfohlen- niemandem sonst mitgeteilt hat.

  • Die Jagd nach Planet X (21. March 2009)

    Das Buch ist eine absolute Leseempfehlung! Wer über Asteroiden und Planeten Bescheid wissen will, ist hier richtig. Und wer immer noch traurig darüber ist, dass Pluto kein Planet mehr ist, der wird hier in diesem Buch die Gründe für diese Entscheidung verständlich erklärt finde. Der einzige Nachteil: das Buch ist bis jetzt nur auf niederländisch und englisch erschienen.

Foto-Projekt 52 (2009) #12: Kinderperspektive

Projekt 52 (2009)Wie im letzten Beitrag angekündigt folgt hier gleich das nächste Foto für das Projekt 52[1] und zwar für die aktuelle Woche. Das Thema lautet Kinderperspektive und auch wenn es schon so einige Blicke nach oben auf Süßigkeiten gab, gibt es das auch hier. Allerdings in einer Variation, denn das Fruchtgummi ist nicht auf dem Schrank, sondern in einer (Glühweinjunkies-)Tasse mit Kaktussaft. Als ich diese Farbkombi sah, musste ich das einfach festhalten:

12 Kinderperspektive

Nach der Aufnahme mit einer Belichtungszeit von 1/4 Sekunde, Blende f/11.0 und Brennweite 80 mm habe ich das aus RAW entwickelt, ein wenig beschnitten und die Farben des Tasseninhalts ein wenig angepasst. Na, möchte man da nicht sofort zugreifen?!?

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Foto-Projekt 52 (2009) #11: Kü(h)chenkultur

Projekt 52 (2009)Es gibt wieder was zum Projekt 52[1] und zwar gleich im Doppelpack. Hier wird erst mal das letztwöchige Thema Küchenkultur abgearbeitet, das ich eigentlich auslassen wollte. Aber dann kam die Idee, wie ich das Thema umgehen und trotzdem ein Bild abliefern kann und zwar mit einem Wortspielchen. Wie man schon an der Überschrift sehen kann, habe ich aus dem Ort “Küche” eine kleine Kuh gemacht. Damit die Kultur nicht zu kurz kommt, habe ich die Kühchen in eine Petrischale gestellt:

11 Kü(h)chenkultur

Das Bild wurde aufgenommen mit einer Belichtungszeit von 1/45 Sekunde, Blende f/22.0 und Brennweite 80 mm. Schon beim RAW-Import habe ich das Licht so angepasst, dass es mehr nach Labor aussieht und das Format auf quadratisch beschnitten. Kann man damit das als Thema erfüllt ansehen?

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Liedzeilen-Quiz #61

Diese Woche gibt es sicherlich Entzugserscheinungen bei den Musikquiz-Abhängigen, denn bei cimddwc gab es ein FilmRätsel und des Postpunks “schwieriges” Rätsel war heute eher leicht (= schon gelöst). Deswegen hoffe ich auf rege Teilnahme beim Liedzeilen-Quiz! Sollte sich ein Neuankömmling durch diese Worte eingeschüchtert fühlen, so bitte ich um Entschuldigung und verweise auf die Regeln am Ende des Beitrags.

  • Der Titel lässt ein musikfremdes, ernsthafteres Thema vermuten und auch in den gesuchten vier Zeilen geht es geschäftlich zu. Doch ein Blick auf die restlichen Zeilen verrät, dass alles eher philosphisch gemeint ist.
  • Der Bandname widerspricht dem Songtitel, wenn man es genau nimmt, d.h. die Behauptungen in Bandname und Songtitel.
  • Der Songschreiber der Band ist von Haus aus (auch) eher wissenschaftlich orientiert. Doch bei seinem Output ist er in der Musik am besten aufgehoben.
  • Wie so oft bin ich auf die Band durch eine TV-Serie gestoßen.
  • Der Song erschien erst auf einem Album mit vielen Tieren und dann in einer ordentlichen Version als Titeltrack einer EP.
  • Da das mit dem Fernsehen eher verwirrt, solltet Ihr Euch lieber auf Eure innere Stimme konzentrieren!

Auflösung: Gesucht war der fantastische Song I Am A Scientist von Guided By Voices (Text, Video). Aufmerksam wurde ich auf die Band, weil Graham Linehan, der Schreiber und Regisseur von The IT Crowd sie mehrfach im Audiokommentar erwähnte (s. Interview). Sänger Pollard ist eigentlich Lehrer und hat nach eigen Angaben schon mehrere Tausend Songs geschrieben (s. Laut-Biografie).

Wer noch weiter eintauchen will, dem sei die offizielle Seite der Band empfohlen, wo es viele kostenlose Downloads gibt.

Lösen konnte heute symBadisch. Herzlichen Glückwunsch zum Doppelsieg!

Welche Programme dürfen nicht fehlen? (Mausz-Blog-Parade)

Auf den letzten Drücker noch mein Beitrag zu Mausz Blog-Parade mit dem vielversprechenden Titel Welche Programme dürfen nicht fehlen?. Der Übersichtlichkeit (und Auswertbarkeit) halber gibt es einige Kategorien, in denen man die essentiellen Programme vorstellen sollte. So, dann stürzen wir uns mal in meine Auswahl:

Schutz des Systems
Da haben wir das Standard-Kostenlos Antivirenprogramm Antivir, das bisher erfolgreich arbeitete und deswegen wird das nervige Erinnerungsfenster von mir tapfer ignoriert.
Viel wichtiger, aber leider mit Testversions-Einschränkungen versehen ist das unschlagbare TuneUp Utilities. Damit wird der Windows-PC gewartet und optimiert. Die 2009er-Version lässt es leider nicht mehr zu, dass man es auch nach den 30 Tagen Testzeitraum weiter nutzen kann. Doch für 40 Euro weniger macht mir der geringere Funktionsumfang der 2008er-Version nichts aus.

Bildbearbeitung, Videobearbeitung, Musik bearbeiten & hören (alles in EINER Kategorie!!!!!einself!!)
Zur Bildbearbeitung unter Windows nutze ich uralt-Versionen von Photoshop (CS2) und Paintshop (9) und unter Linux den GIMP (selten). Zur Bildverwaltung nutze ich irfanView, digiKam und meinen flickr-Account.
Videobearbeitung mache ich nicht, aber Videos gucken und das natürlich mit der eierlegenden Wollmilchsau VLC, denn der kann alle Formate und Codecs von Haus aus, Untertitel, unvollständige Dateien und Kaffee kochen.
Dass ich Musik mit MediaMonkey höre, mag die regelmäßigen Leser nicht überraschen und da dieses Programm so affenmäßig genial und umfrangreich ist, verweise ich auf meine Beiträge zum Thema und hoffe auf weitere Konvertiten. Unter Linux ist der fast ebenso geniale Amarok im Einsatz.