Jaja, das sieht hier nicht so aus, wie es soll, aber ich habe gerade weder Zeit noch Nerven, das Problem zu beheben. Am besten den Feed abonnieren, da muss man diese "Augenweide" hier nicht angucken.

Beetys Projekt Hörsturz: Runde 10 (Weihnachtsausgabe)

projekthoersturzUps, schon wieder ist die Zeit fast abgelaufen für die aktuelle Runde im Projekt Hörsturz[1]. Passend zur Jahreszeit gibt es eine Weihnachtsausgabe und entsprechend werde ich diesmal die Songs auch danach bewerten und die Videos anschauen. Neben den fünf ausgelosten Songs hat beety alle Songs zur optionalen Bewertung aufgelistet und auch an denen werde ich mich versuchen.

Meine Skala (0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt) gilt auch an Weihnachten und so kann es losgehen:

Die ausgelosten Songs

  • Wham – Last Christmas (von endgueltig)
    Bei dem Song gibt es nur Mögen oder Hassen und ich finde den gut, weil der einfach dazu gehört und dieses Jahr klappte es auch mit der Dosis (das erste Mal pünktlich zum 1. Advent und seitdem etwa ein halbes Dutzend Mal). Musikalisch einfach perfekter Pop und ohrwurmig. Würde ich wahrscheinlich anders sehen, wenn es nicht so geschichtlich vorbelastet wäre, aber ich verbinde damit gute Erinnerungen.
    Punkte: 4 von 5
  • Trans-Siberian Orchestra – Christmas Eve/Sarajevo (von LemonHead und Alph)
    Gediegene Töne zu festlichen Bildern, bis es dann politisch wird. Schöne Wechsel zwischen rumsig und besinnlich, insgesamt sehr bombastisch. Auch die Geschichte dahinter gefällt mir.
    Punkte: 4 von 5
  • Squirrel Nut Zippers – Santa Claus Is Smoking Reefer (von beetFreeQ)
    Eieiei, es geht beschwingt weiter. Klingt eher nach Dreißiger-Jahre-Geschunkel als nach Weihnachten. Das Georgel ist grenzwertig nervig, aber die scheinen da verständlicherweise eine Menge Spaß zu haben. Einen halben Punkt Abzug für überhaupt keine Weihnachtsstimmung.
    Punkte: 3 von 5
  • Harry Connick Jr. – This Christmas (von Geko)
    Bäh, mit gehauchten Worten und Bläsern (Holz wie Blech) kann man mich meilenweit jagen. Den jungen Mann kenne ich eher aus zuckrigen Filmen, aber das hier schlägt die um Längen. Das sind die Songs, die im Familienkreis aufgelegt werden und ich verkrampft die Sekunden zähle, bis es vorbei ist.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Blackmore’s Night – Emmanuel (von Melli)
    Etwas klassisch Biblisches bei der man das Bild der Christmette vor Augen hat, in der die junge Sängerin mit ihrer Flöte und ein zotteliger, junger Mann mit Akustikgitarre vortragen. Handwerklich einwandfrei und auch nicht zu pathetisch, von daher durchaus ok.
    Punkte: 3 von 5

So, die Vorschläge waren mit einer Ausnahme angenehm mit einem Durchschnitt von 2,9. Mal sehen, was möglich gewesen wäre:

Die weiteren Vorschläge

  • Bob Dylan – Must Be Santa (von kasumi)
    Warum Standbild, wenn es doch ein irres Video mit Master Bob himself gibt?! Ist jedenfalls einfach nur fantastisch, denn Weihnachten gibt es auch in Polka und die krächzende Stimme passt hier wie die Faust aufs Auge.
    Punkte: 4 von 5
  • Kenny Wayne Shepherd – Rudolph The Red-Nosed Reindeer (von cimddwc)
    Soso, eine Gitarrenversion ganz ohne die berühmten Worte. Ordentlich gespielt und eignet sich gut als Hintergrundmusik. Die Orgelpassagen peppen das Ganze noch ein bisschen auf, es wird dann auf Dauer aber ein bisschen lang.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Charly Lownnoise & Mental Theo – This Christmas (von Robert)
    Woran erkennt man Weihnachtslieder? An den Glöckchen! Dazu ein Sänger, der nicht singen kann und ein Beat, der mich egal in welcher Verkleidung auf die Palme bringt. Grässlicher geht’s nimmer!
    Punkte: 0 von 5
  • Wizo – Santa Claus is coming to town (von Konna)
    Das rockt mächtig und ist eine fantastische Neuinterpretation eines Klassikers. Wenn der ablenkende Pseudoakzent des Sängers nicht wäre, könnte ich das sogar uneingeschränkt genießen. Die Einlage ist seltsam, passt aber.
    Punkte: 4 von 5
  • Malcolm Middleton – We’re All Going to Die (von JuliaL49)
    Jaja, das ist eigentlich kein Weihnachtslied, aber eine Weihnachtssingle[2] mit entsprechendem Video. Der Song ist einfach nur hektisch-treibend und witzig-bitterböse und damit einfach perfekt für Weihnachten.
    Punkte: 4,5 von 5
  • Kevin Devine – Splitting up Christmas (von Postpunk)
    Siehste, Glöckchen! Aber der Rest ist einfach nur bezaubernd, was man ja beim Postpunk nicht unbedingt erwarten würde. Ich bin begeistert, da stimmt einfach alles – die Stimme, die Gitarre, die Melodie, die Bridge, der Text. Warum kenne ich Kevin noch nicht?! (Spotify hilft aus, yay!)
    Punkte: 5 von 5
  • Die Toten Hosen – Schöne Bescherung (von Sebastian)
    Wer zu lange wartet, wird von der Musikindustrie bestraft und den Song gibt es nirgends mehr zu finden.
  • Cambridge Singers – Christmas Lullay (von Yoko)
    Oha, ein Schlaflied im wahrsten Sinne des Wortes, wie es zu Dutzenden in der Kirche präsentiert wird. Auch hier zähle die Sekunden bis zum Ende. Man mag mich Kulturbanause nennen, aber die Schönheit der Musik wird überschattet von meinen negativen Assoziationen.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Danny Elfman – Uns’re Weihnacht (aus Nightmare Before Christmas) (von Sir Donnerbold)
    Ist in deutsch zwar viel zu quietschig und geradlinig, aber die Musik ist knackig und episch.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Something Corporate – Forget December (von Inishmore)
    Die erste Assoziation ist das sonnige Kalifornien und wenig Weihnachtsstimmung kommt auf. Der Song an sich ist gut, wenn auch etwas gewöhnlich.
    Punkte: 3,5 von 5
  • The Layaways – O Christmas Tree (von dehkah)
    Sehr drumslastig und mit Harmoniegesang, der etwas unterdrückt und lasch klingt. Das geht in die richtige Richtung, aber so ganz habe ich mein Blockflötentrauma noch nicht überwunden.
    Punkte: Punkte 1,5 von 5
  • Third Day – O Come, O Come, Emmanuel (von symBadisch)
    Noch ein Emmanuel und diesmal auf Pearl Jam gemacht. Dazu passt das 70er-Georgel nicht so wirklich und der Sänger könnte etwas mehr aus dem Knick kommen, sowohl emotional als auch textlich. Insgesamt gute Zutaten, die aber nicht zusammen passen und das evangelikale “Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice, Rejoice” am allerwenigsten.
    Punkte: 2,5 von 5

In dem Sinne wünsche ich frohe Weihnachten und dass es nächstes Jahr noch viele Ausgaben des Hörsturz geben wird!

Fast vergessen, den Song für die nächste Runde vorzuschlagen: Dexateens – Down Low

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []
  2. Dass die Briten gerne Wetten darauf abschließen, welcher Song auf Platz 1 ist, sollte spätestens dieses Jahr jeder mitbekommen haben. []

4 Responses to “Beetys Projekt Hörsturz: Runde 10 (Weihnachtsausgabe)”


  1. Zustimmung bis auf den einen Titel, dessen Namen ich jetzt nicht wiederhole, sonst fängt der Weihnachtsmann zu weinen an. 4 von 5? Wirklich?

  2. Wenn ich darauf hinweisen darf, daß beim Postpunk grundsätzlich alles bezaubernd ist!

  3. Ini, ich bin ja Fan vom Christkind und deswegen ist mir der Weihnachtsmann egal :)

    Postpunk, sicher doch!

  4. Das Christkind hätte sich jetzt aber nicht so schön gereimt…

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