Albumkritik: Chikinki – Brace, Brace

Chikinki - Brace, BraceKnapp zwei Jahre zu spät kommt diese Albumkritik von Brace, Brace der Bristoler Band Chikinki (erschienen am 23.11.2007), aber ich finde es verdient mehr Beachtung und eignet sich als Einstieg in eine neue Art Albumkritik. Es passiert nämlich relativ häufig, dass ich auf verschlungenen Wegen bei eMusic ein Album entdecke und einige davon möchte ich in den nächsten Wochen vorstellen.

Den Anfang macht also die laut Wikipedia Elektro-Pop spielende, fünfköpfige Band, die seit 13 Jahren besteht und vier Alben veröffentlicht hat[1]. In letzter Zeit wende ich mich verstärkt dem Elektro-Pop zu, weil ich immer mehr energetische und aufmunternde Songs in dieser Richtung entdecke. Und damit haben wir es auch hier zu tun, was zu Beginn der kalten und trüben Jahreshälfte ein gutes Mittel zur Stimmungsaufhellung bietet.

Zum ersten Mal bewusst gehört habe ich von der Band im Radio und zwar als Empfehlung für eine junge Dame, die Golden Brown von den Stranglers ganz toll findet und neue Musik entdecken möchte. Ich höre da gewisse Parallelen (Synthesizer, Melodielinie), aber ich würde es nicht als Vergleich heranziehen.

Die Instrumentierung wechselt leicht zwischen den Stücken, d.h. die Schwerpunkte liegen mal mehr auf den Drums, dem Klavier oder der Gitarre, aber immer sind die künstlichen Keyboard-Klänge dabei und die soulige Stimme von Sänger Rupert Browne hält alles zusammen. Da soll irgendwo auch noch ein Saxophon sein, aber das habe ich gar nicht bemerkt. Das ist in meinen Augen ein gutes Zeichen, denn ein Saxophon sollte nur zur Verstärkung des Songs dienen und nicht dominieren[2].

Die Songs bewerte ich allesamt zwischen drei und vier Punkten, es gibt keine Ausreißer nach oben oder unten. Die erste Hälfte gefällt mir etwas besser, was man auf Ermüdungserscheinungen schieben könnte, ich aber einer ungünstigen Verteilung zuschreibe. Mit 15 Songs bekommt der Hörer aber auch ordentlich was geboten!
Wertung: 3,5 von 5 Punkten
Anspieltipps: Sunrise, Thrill, Like A Seesaw, You Make It Look Easy

Links zur Band und zum Album:

  • offizielle Seite (mit „News“, Biografie, Videos etc),
  • MySpace (fünf Songs des Albums im Player),
  • YouTube-Kanal (inkl. einiger Rockpalast-Videos),
  • Greedbag-Store (zum Reinhören in die Songs, denn obwohl das Album als mp3 und aac für je £4,99 angeboten wird, darf man es von Deutschland aus nicht kaufen, sondern nur mit UK-Kreditkarte),
  • Kritik bei nicorola, der das Album nett, aber beliebig findet, 6 von 10 Punkten vergibt und auf den kostenlosen Download von Oh My God beim Label hinweist.

Links zum Erwerb des Albums:

  • eMusic (mp3 um 200kb/s (VBR) für 15 Credits),
  • iTunes Store (aac 256kb/s für €9,99),
  • Amazon UK (CD für £ 8,79 – Partnerlink).
  • Amazon DE (Marketplace: neue CD ab €8 plus Versand).
  1. Man kann aus diesen Zahlen sicherlich unglaublich tolle Zusammenhänge basteln, die eine präzise Wettervorhersage ermöglichen oder den Ort, an dem die Bundeslade versteckt ist, aber diese Aufgabe überlasse ich dem gelangweilten Leser. []
  2. Sorry, falls ich da den großen Saxophon-Verehrern auf die Füße trete, aber Bläser (egal ob Holz oder Blech) sind überhaupt nicht mein Fall. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker