Albumkritik: 3 Feet Smaller – December 32nd

3 Feet Smaller - December 32ndHeute gibt es eine völlig andere Albumkritik als sonst und wir werden sehen, ob und wie sich das auf mein Urteil auswirkt. Auf den ersten Blick entdeckt man nichts ungewöhnliches, die Band 3 Feet Smaller hat einen englischen Namen, singt knackige englische Texte und macht englisch-amerikanisch beeinflusste Musik (Punk goes Americana). Aber sie kommen aus dem tiefen Süden, sprich Österreich. Mal sehen, ob mich das überzeugen kann.

Ihr mittlerweile viertes Album December 32nd erschien schon im Januar, aber ab nächsten Sonntag sind sie auf Tour in Deutschland (Punk is Dead Tour):

18.10.2009 – Nürnberg, Cult
19.10.2009 – Hannover, Bei Chez Heinz
20.10.2009 – Hamburg, Logo
21.10.2009 – Berlin, Sage Club (nicht: Knaack)
22.10.2009 – Stuttgart, Club Zentral
23.10.2009 – Freiburg, Waldsee
24.10.2009 – Keltern, Mehrzweckhalle Dietlingen

Der Titel December 32nd zieht sich durch alle Songs, die mit Zeitangaben versehen sind und so erlebt der Hörer den kompletten Tag von Break Up um 10:43 bis I Was In… um 23:57. Überhaupt sind die Texte ziemlich clever und man merkt, dass es nicht ihr erstes Album ist.

Stilistisch klingt das für mich beim ersten Hören vor allem nach Americana und was man so als Post-Grunge bezeichnet (3 Doors Down, The Calling). Nach einigen Durchläufen kommen Punk-Einflüsse durch und auch die zusätzlichen Instrumente wie Trompete und Akkordeon machen sich bemerkbar. Als ich mir dann noch die ersten beiden Alben bei Spotify angehört habe (Damn, We Need A Title For This (2001) und Insert Album Title Here… (2002)), wurde klar, dass sie mit Punk angefangen haben.

Fazit: Insgesamt ein kompaktes Album, das entdeckt werden will. Die verschiedenen Stile werden subtil gemischt und wer mindestens eine der Richtungen mag, sollte auf jeden Fall mal reinhören. Anspieltipps: Shit Hits The Fan und Lost Sense Of Shame. Meine Wertung: 7 von 10 Punkten

Links:
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Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker