Beetys Projekt Hörsturz: Runde 5

projekthoersturzWie schnell die Zeit vergeht; das Projekt Hörsturz läuft mittlerweile in der fünften Runde[1] und ich reiche meine Bewertungen wieder mal auf den letzten Drücker ein.

Die Punktevergabe erfolgt anhand der bekannten Skala (0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt) und es kann losgehen. Interessanterweise kommen diesmal alle Vorschläge in Form eines Videos, das ich mir natürlich nur anhöre.

  • Bonaparte – Ego (von LemonHead)
    Fluffige Gitarrenklänge und pumpende Bassdrums sind immer gut. Aber diese lustlose Stimme ist nicht so angenehm. Gerade als es langweilig wird, wird das Tempo angezogen. Und wieder zurück. Und wieder aufgedreht. Die zweite Hälfte gefällt mir erheblich besser. Das Potential ist da und es wäre ein fantastischer Song, wenn die langsamen Teile etwas knackiger und kürzer wären und es ein einfalls- und umfangreicherer Text wäre.
    Punkte: 3,5 von 5
  • Chevelle – Shameful Metaphors (von Inishmore)
    Noch mehr Gitarren, diesmal fast glasklar. Die Stimme ist angenehmer als im ersten Song, aber stellenweise weinerlich. Jawoll, verzerrtes Geschrammel für den Refrain, wie das klassisch sein muss. Die Zutaten stimmen, aber der Gesang hört sich an, als ob jemand gerade einen Grundkurs Singen begonnen hat und bisher eine einzige Betonungsabfolge gelernt hat. Auch hier ist Potential da, aber wegen weniger Abwechlsung gibt es einen halben Punkt weniger.
    Punkte: 3 von 5
  • Modeselektor feat. Puppetmastaz – Dark Side of The Sun (von Kamil)
    Autsch, böse elektroverzerrte Beats, die ich für eine Erfindung des Teufels halte. Bäh, ist das grässlich, da bekommt man ja körperliche Schmerzen vom Zuhören. Die hören sich auch noch so an, als ob die sich selbst ziemlich ernst nehmen und sowas ist keine gute Voraussetzung. Vorzeitiger Abbruch für den bisher mit Abstand schlechtesten „Song“ des Projektes.
    Punkte: 0 von 5
  • B-Complex – Beautiful Lies (von Kerstin)
    Iiiiih, Eurodance! Kinners, wir schreiben das Jahr 2009, diesen Rückschritt der Evolution sollten wir mittlerweile verdrängt haben. Hörsturz! Ohrenbluten! Erneuter Abbruch und ich revidiere meinen vorherigen Kommentar und behaupte, dass hier die zwei mit Abstand schlechtesten Stücke des Projektes in den Topf gewandert sind.
    Punkte: 0 von 5
  • Rachid Tara – Garab (von Doro)
    Buschtrommeln sind nach diesen Schmerzensverursachern eine angenehme Abwechslung. Dieses Frage-Antwort-Spiel von Dschungelchor und Grummelstimme ist mehr als ungewöhnlich, aber freiwillig hören würde ich das nicht. Oh, ein kleines bisschen Abwechlsung gibt es ja doch. Naja, nicht wirklich. Liegt in der Mitte zwischen zweitem Song und den bekloppten Stücken drei und vier.
    Punkte: 1,5 von 5

Auweia, nur ein Schnitt von 1,6 diese Runde. Wenn ich wie bei meinen Chartspunkten auch negative Werte vergeben könnte, wären wir heute tief in den roten Zahlen. Ich hoffe auf Besserung für die nächste Runde und aus Verzweiflung werfe ich Belle and Sebastian – The Blues Are Still Blue in den Ring.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

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