Beetys Projekt Hörsturz: Runde 4

projekthoersturzJau, ich bin wieder zurück in deutschen Landen und gerade noch rechtzeitig, um an der aktuellen Runde des Projekt Hörsturz[1] teilzunehmen.

Diesmal bin ich völlig unbeeinflusst von anderen Berichten, da ich mit den ca. 6600 ungelesenen Feedbeiträgen noch nicht ganz durch bin. Daneben stehen noch einige Hundert Fotos zur Durchsicht an, doch davor drücke ich mich erfolgreich mit dem Bewerten von fünf Songs (Skala: 0 = unerträglich, 0,5 = abschreckend, 1 = Müll, 1,5 = schlecht, 2 = lässt mich kalt, 2,5 = Durchschnitt, 3 = so lala, 3,5 = ok, 4 = mag ich, 4,5 = super, 5 = perfekt). Der Blogger, von dem der jeweilige Vorschlag stammt, steht in Klammern. Die Videos werden selbstverständlich nur gehört und nicht angesehen. Auf geht’s:

  • NoFX – I Wanna Be an Alcoholic (von Tobi)
    Eine bekannte Band und nachdem das mit dem Aufzug geklärt ist, geht auch endlich die Musik los. Oder auch nicht. Nach nur ein paar Sekunden rohen Punks ist wieder Schluss. Hm, das gefiel mir zwar, aber das lässt mich doch ein wenig unbefriedigt zurück. Wenn ich die Skalaerklärungen anwende, dann nehme ich 4 (= mag ich) und ziehe einen Punkt für unverschämte Kürze ab, aber gebe einen Punkt für Mut zur Kürze wieder zu.
    Punkte: 4 von 5
  • Polkadot Cadaver – Pure Bedlam For Halfbreeds (von beetFreeQ)
    Namentlich eine Volksmusik-Death-Metal-Band, die über psychisch kranke Mischlinge singen. Klingt auch genau so! Puh, das ist viel zu hektisch und ungesund für meinen Geschmack. Man gewöhnt sich schnell dran und ich erkenne sogar eine Melodie, aber normalerweise hätte ich schon nach den ersten Klängen panisch den Aus- oder Stummknopf gesucht.
    Punkte: 1,5 von 5
  • Lacuna Coil – The Pain (von Doro)
    Die ersten Töne klingen nach Mittelalter-Synthie-Kombo. Die einsetzende Autotune-Stimme ist ein klarer Stilbruch und auch die sich langsam einschleichenden Hair Metal-Anleihen gehen gar nicht.
    Punkte: 0,5 von 5
  • Camille – La jeune fille aux cheveux blancs (von Yoko)
    Wenn mich mein Schulfranzösisch nicht im Stich lässt, singt Camille über ein Mädchen mit weißem Haar. Der Gesang ist ok, aber die glucksenden und blubbernden Hintergrundstimmen nerven ziemlich. Dazu ist es ziemlich eintönig und die sich anfänglich aufbauende schwüle Hitze verschwindet ohne ein kühlendes Gewitter. (Öhm, das klingt komisch, aber so fühlte sich der Song an.)
    Punkte: 2 von 5
  • The Creepshow – Zombies Ate Her Brain (von Kasumi)
    Aha, das klingt doch sehr viel besser. Flotte Popgesänge mit krachigen Gitarren und fetzigen Drums in knackiger Kurzform. Ein würdiger Abschluss für diese Runde!
    Punkte: 4 von 5

Diese Runde ist mit einem Durchschnitt von 2,4 Punkten nicht so gut, zumal die zwei Songs, die mir gefallen viel zu kurz sind.

Mein Vorschlag für die nächste Runde: Cate Le Bon – Hwylio Mewn Cyfog (ja, das ist walisisch, heißt soviel wie „In Segeln Übelkeit“ und ist auf der EP Edrych yn Llygaid Ceffyl Benthyg). Ich habe Cate am Mittwoch live gesehen als Vor“gruppe“ von Slow Club, wo sie alleine mit Gitarre und Mundharmonika das Publikum verzauberte.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich um ein Musikprojekt, bei dem die Teilnehmer alle zwei Wochen fünf zufällig ausgewählte Songs bewerten sollen. Mehr dazu bei den Pojektregeln. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

6 Gedanken zu „Beetys Projekt Hörsturz: Runde 4“

  1. Interessante Wertungen, v.a. die erste…

    Bei deinem Vorschlag hätte ich eher gedacht, der Titel heißt übersetzt „Julio mein Cyborg“, aber du wirst schon recht haben. xD

  2. Ja, NoFX ist bei den anderen bei weitem nicht so gut weggekommen, wie ich mittlerweile gelesen habe.

    Bin mal gespannt, ob der Cyborg es in die Bewertung schafft und wenn ja, wie der ankommt 🙂 (obwohl in Cardiff ja eher CyBERMEN zu sehen sind…)

  3. Welcome back!

    Bei The Creepshow sind wir uns einig, beim Rest gehen unsere Bewertungen doch etwas auseinander. Zumindest stimmen wir aber in dem Punkt überein, dass der Großteil dieser Runde nix für uns war … 😉

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