Julia/Johann-Projekt: Proberunde

Aus der Idee des Films (bzw. Buches) Julie & Julia und dem Kochbuch, das ich in der Kinovorstellung gewonnen habe, ist das (erst mal so genannte) Julia/Johann-Projekt entstanden. Wie beim ursprünlichen Projekt werden die Namen des Kochenden (ich) und des Kochbuchschreibers (Johann Lafer) im Titel verwurschtelt. Unterschied ist aber, dass ich ab und zu mal was koche und nicht das komplette Buch in einem Jahr.

Eine weitere Änderung ist, dass Sascha/endgueltig und Dany auch mitkochen werden. Wie genau wir das organisieren, besprechen wir im Oktober, wenn Dany und ich aus dem Urlaub zurück sind. Gestern gab es jedoch schon eine Vorpremiere mit dem Lafer-Buch und zu dritt haben wir (zwei Freundinnen und ich) ein Drei-Gänge-Menü gezaubert.

Als Vorspeise gab es eine Crêpes-Räucherlachs-Schichttorte. Da schmeckte stellenweise ein wenig zu stark der Räucherlachs durch, war aber leicht zuzubereiten. Vorteil ist hier, dass wenn Personen mitessen, die keinen Lachs mögen, einfach ein paar mehr Crêpes gemacht werden können.

[Von der Crêpes-Torte haben wir leider vergessen ein Bild zu machen. Stellt euch sechs Crêpes aufeinander vor und dazwischen fünf Lagen Räucherlachs und Käsecreme.]

Der Hauptgang war wesentlich widerspenstiger, denn das Kaninchen musste erstmal zerteilt werden. Mit einer Geflügelschere, einem Ausbeinmesser und einem Fleischermesser haben wir „Hugo“ klein gekriegt. Zum mallorquinischen Safrankaninchen war es von da nicht mehr weit, denn nach dem Anbraten wurden die zerschnibbelten Knollen (Knoblauch, Zwiebeln), Tomaten und diverse Pflanzen (Zimtstangen, Lorbeerblätter, Rosmarin, Thymian) zugegeben und das Tier in den Ofen verfrachtet. Schmeckte vorzüglich, auch wenn das Fleisch manchmal mehr nach den Gewürzen und nach Hühnchen schmeckte.

Mallorquinisches Safrankaninchen

An der Zubereitung des Nachtischs habe ich nur zum Teil mitgewirkt, denn das Amaretti-Zimt-Parfait mit Kirschragout musste einige Stunden gekühlt werden und ich war nicht da (sondern konzerten in Berlin). Das Einkochen der alkohollastigen Soße war auch nicht mehr so kompliziert. Der letzte Gang war ein Hochgenuss und wird definitiv nochmal zubereitet.

Amaretti-Zimtparfait mit Kirschragout

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

10 Gedanken zu „Julia/Johann-Projekt: Proberunde“

  1. Haha, das Kaninchen hieß Hugo?! Wer von euch hat denn jetzt 2qm mehr Platz in seiner Wohnung, weil kein Gehege mehr dort steht? Kaninchen ist mMn aber mit das beste an Fleisch wo geht! Meine Mum macht zu Weihnachten welches und da warte ich schon das ganze Jahr drauf.

    Bin auf das Projekt sehr gespannt.

  2. Hugo stammt vom Fleischer und wurde von uns so getauft. Etwas spät zwar, aber immerhin.

    Beim nächsten Kaninchen werde ich dann eher zur klassischen Rotweinsauce greifen.

  3. Klingt alles sehr schmackhaft, obwohl das Parfait wahrscheinlich nichts für mich gewesen wäre. So eine Crepe-Torte bekommt man bestimmt auch ziemlich gut ohne das Originalrezept hin…

  4. Ja, die Crepe-Torte kann man einfach machen und sich selber was ausdenken. Das hier verwendete Rezept hat sogar den Vorteil, dass man es vorbereiten kann und einige Stunden im Kühlschrank warten lassen.

    Warum magst/darfst du denn kein Parfait?

  5. Also, ich fang mal mit dem Einfachen an: Ich darf, ich mag nur nicht besonders. Und warum… Parfait ist mir irgendwie immer zu… wässrig, ich mag mein Gefrorenes lieber cremig. Aber ich bin da nicht fanatisch. I never met a meal I didn’t like. Das stimmt zwar streng genommen nicht, aber es beschreibt meine Grundeinstellung zum Essen ganz gut.

  6. Das klingt nach einem sehr interessanten Projekt! Ich sollte auch mal wieder mehr kochen – allein kriegt man sich nur immer so schwer dazu motiviert…

    Was euer Menü angeht: Also probiert hätte ich sicher mal alles, klingt aber auch bei keinem Gang nach etwas, das Lieblingsgericht-Potential hätte. Das Parfait hätte mir vermutlich dann auch am wenigsten zugesagt, da zu viel Zimt, Amaretto und Parfait jeweils nicht so meine Welt sind…

  7. Muriel, verstehe 🙂 Das mit dem meal-meeten wird mein neuer Wahlspruch!

    beety, das Parfait hat nicht sehr nach Zimt geschmeckt, sondern mehr nach dem Amaretti und dem Alkohol in der Kirschsauce.

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