Serienkritik: FM

FM (DVD-Cover)Wie schon angekündigt im letzten Englisch-lernen-Beitrag, gibt es jetzt eine ausführliche Kritik zur ITV-Serie FM, deren sechs Folgen vor einigen Monaten ausgestrahlt wurden. Eine Comedy-Serie über Radio-DJs gab es meines Wissens in dieser Form noch nicht und selbst wenn, tut sich FM durch das große Fremdschämpotential und die tollen musikalischen Gäste hervor.

Die Serie über den fiktiven Sender Skin FM ist sozusagen eine Mischung aus Extras und Free Radio[1]. Wie sich das in der heutigen Zeit gehört, gibt es eine MySpace-Seite auf der Videoschnipsel von den eingeladenen Bands zu sehen sind. Das Besondere ist, dass die auftretenden Künstler (Guillemots, Wombats, Ladyhawke, Subways, Sway, Charlatans) nicht nur einen Song einspielen, sondern auch mehr oder weniger in die Story eingebunden sind. Daneben gibt es weitere Gastauftritte von u.a. Marianne Faithfull, Justin Hawkins und Tim Westwood. Dies ist zwar besonders interessant für den britischen Markt, aber auch hierzulande kann man die meisten Anspielungen verstehen.

Die drei Protagonisten sind Lindsay Carol, der sozial unbeholfene DJ mit zwei weiblichen Vornamen und einer Vorliebe für extrem enge Klamotten, Dom Cox, der spaßverrückte und unzuverlässige DJ mit einer Vorliebe für Alkohol und Jane Edwards, die oberflächliche Produzentin mit einer Vorliebe für Zigaretten und kurze Beziehungen. In den sechs Folgen kann/muss man hilflos zusehen, wie die drei von einem Fettnäpfchen ins nächste tapsen und dabei versuchen, möglichst cool zu wirken. Mehr dazu gibt es im Press Pack bei ITV.

Neben den bekannten Gaststars sollten auch die „richtigen“ Schauspieler denjenigen bekannt vorkommen, die sich für britische Serien und Filme interessieren. Da wären in den Hauptrollen Chris O’Dowd (bekannt aus The Boat That Rocked und The IT Crowd), Kevin Bishop (bekannt aus L’auberge espagnole und My Family) und Nina Sosanya (bekannt aus Casanova und Teachers). Letztere gastierte auch schon in Doctor Who (Folge Fear Her), genau wie die beiden Nebendarsteller Daniel Kaluuya (Special Planet of the Dead) und O.T. Fagbenle (Doppelfolge Silence in the Library/Forest of the Dead)[2].

Fazit: Eine etwas andere Comedy-Serie für Musikfans und Radiointeressierte. Die DVD enthält einige Extras wie Behind the Scenes, Outtakes, Deleted Scenes und „Spread Your Love“ in voller Länge. Was es mit dem Verbreiten von Liebe auf sich hat, findet man am einfachsten heraus durch einen Kauf bei Amazon UK (£ 11,98, Partnerlink) oder Play.com (€ 15,49).

  1. Ersteres ist eine echte Perle und uneingeschränkt empfehlenswert. Letzteres habe ich nicht gesehen, aber von der Beschreibung kommt es genau hin. []
  2. Es könnte der Eindruck entstehen, dass ich vor allem Serien gucke, in denen Doctor Who-Schauspieler auftreten, aber das ist (natürlich) alles Zufall! []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

6 Gedanken zu „Serienkritik: FM“

  1. Marc (!), falls du Gelegenheit hast, mal reinzusehen, dann empfehle ich dir die zweite Folge „System Addict“ zur Einschätzung. Die Wombats gastieren und wenn du Lindsays peinlichen Versuchen mit Frauen zuschauen kannst, schockt dich nichts mehr.

    Was ich noch vergaß zu erwähnen: Einer der Macher heißt Ian Curtis – da muss man doch zugreifen!

  2. Oha, das klingt nach einer Serie für mich! Werd ich mir direkt mal ansehen, nachdem ich The Mighty Boosh richtig verdaut (sprich wegen der ganzen psychedelischen und durchgeknallten Ideen ein zweites Mal gesehen) habe 😀 – eine durchaus positive Rezension der Serie folgt sicher noch!

  3. Endlich ist die Scheibe auch in unserem Besitz und geschaut. Bleibt nur die Frage: wann gibt’s mehr davon? :clap:

    Kennst Du eigentlich „Black Books“ und „Spaced“? In letzterer Serie wimmelt es übrigens von Popkultur-Referenzen. Daher unbedingt die Collector’s Edition kaufen, denn die enthält das sogenanntes ‚Homag-O-Meter‘, eine weitere Untertitelspur, welche die Anspielungen auf Filme, Songs, etc. anzeigt.

  4. Momentan sieht es wohl nicht nach einer Fortsetzung aus, aber das kann bei britischen Serien ja länger dauern.

    Black Books und Spaced kenne ich, d.h. je eine Folge und die werde ich als nächstes ansehen. Beide Boxsets momentan bei Amazon UK für 9 Pfund zu haben. (schnell in den Einkaufskorb packen und froh sein, dass ich nicht im Urlaub für 12 Pfund zugeschlagen habe)

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