all2gethernow in Berlin vom 16.-18. September

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Von der Veranstaltung all2gethernow (knackig abgekürzt zu a2n) haben einige vielleicht schon gehört; das ist sozusagen die Ersatzveranstaltung der Popkomm, dieses Jahr abgesagt wurde (mehr dazu). Deswegen wurde innerhalb kürzester Zeit eine Alternative auf die Beine gestellt, die

Akteure aus der Musikbranche, Internet und Web 2.0 -Experten, Verleger, Labels, Managements, Konzertveranstalter, Musiker und Komponisten, Vertreter aus Politik und Verwertungsgesellschaften sowie Musik-Hörer, Fans und Interessierte ein[lädt], neue Konzepte und Ideen auf Augenhöhe zu diskutieren.

Wie sich das in der heutigen Zeit gehört, findet ein #camp, eine #conference und eine #cloud statt (ja, mit den Hashtags!). Es geht einmal queer durchs Beet und es ist für jeden etwas dabei, der nur ansatzweise am Thema Musik in der heutigen Zeit und deren Zukunft interessiert ist.

Musik und Internet und wie das zusammen funktionieren soll, ist ein gewaltiges Thema, in dem viel Diskussionsbedarf besteht und es sollte allen klar sein, dass die aktuelle Situation rund um Plattenindustrie, Musikverkäufe, Digitalisierung, etc. im Umbruch ist. Wer gestaltend eingreifen möchte, hat bei der all2gethernow die Gelegenheit dazu, besonders im #camp-Teil der Veranstaltung:

Das #camp bietet am 16. und 17. September eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und das Weiterdenken von Fragestellungen rund um die Gegenwart und Zukunft von Musik sowie den wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen. In einem offenen und partizipativen Veranstaltungsformat kann jeder seinen Fragen Gehör verschaffen und gemeinsam mit anderen an Lösungen und neuen Ideen arbeiten. Oder auch nur zuhören.

Es gibt Workshops und Sessions, deren Ergebnisse dann am dritten Tag in der #conference präsentiert werden. Dafür werden noch sog. Rapporteure gesucht. Die genauen Themen und wie man teilnehmen kann, gibt es auf den Seiten der a2n (inkl. einem Wiki) und den wichtigsten Social Networks (MySpace, Facebook, Twitter, Last.fm, Mixxt). Außerdem willkommen sind Vorschläge für Referenten und Sponsoren. Der Teilnahmepreis steht noch nicht fest, aber da es sich um eine Non-Profit-Organisation handelt, muss nur kostendeckend gearbeitet werden.

Parallel zu #camp und #conference läuft die #cloud, eine Sammlung von Events, bei der man als Veranstalter, Künstler und Zuschauer mitmachen kann. Die Veranstaltungsart ist offen, solange es ungefähr mit dem Thema zu tun hat und in Berlin stattfindet. Die Vermittlung von Veranstaltern und Künstlern geschieht über eine Börse. Die Anmeldefrist läuft bis 14. August (diesen Freitag).

So, und wie komme ich da ins Spiel? Nun, teilnehmen kann ich an der all2gethernow nicht, da ich dann im Urlaub weile, aber vielleicht gibt es unter meinen Lesern Interessierte, die als Rapporteure, Teilnehmer, Künstler, Veranstalter, Themenvorschlager, Zuhörer oder was auch immer mitmachen möchten.

Zum Abschluss noch einen Hinweis auf einen lesenswerten Tagesspiegel-Artikel zur Musikindustrie im Allgemeinen, der im letzten Absatz auch auf die a2n eingeht.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „all2gethernow in Berlin vom 16.-18. September“

  1. Zum Contensphere-Artikel:

    Oooch, schade! Keine Popkomm? Smudo wird nicht dabei sein?

    Zitat: Dieter Gorny, one of the founders of Popkomm, and chairman of German’s Body of Music Industries BVMI, said “many companies can not afford to take part at Popkomm due to online thievery”

    Dieter Gorny hat den Anschluss an das wahre Leben ab Mitte der 90er völlig verpasst! Die Plattenfirmen sind unbewegliche Jammerlappen, denen es mittlerweile komplett an Innovativität fehlt und die mittlerweile wie ein Diktator eines 3. Welt Landes auf ihren Rechten sitzen und den Anschluss völlig verpasst haben. Ideen gibt es genügend. Eine Ersatzmesse wird die Plattenfirmen auch nicht bewegen, ihren Steinzeit-Weg zu verlassen. Es wird weiter geklagt werden! Gegen User und gegen die Menschen, die innovative Ideen einbringen.

    Was die Idee der Ersatz-Messe angeht:

    Prinzipiell ganz o.k.

    Die Idee Fashion und Musik zu verknüpfen geht mir allerdings langsam auf den Geist. Ich höre Musik also bin ich ein Fashion addict? Warum kann es denn nicht endlich einmal nur um Musik gehen? Fashion ist Pop? Ok, ich behaupte auch, daß „Granufink“ Pop ist. Warum kann man nicht die Wirkungsweise von „Granufink mit der Kraft der Arneikürbisses“ auf solchen Messen diskutieren. Oder bestimmen wieder mal nur die potentiellen Sponsoren (Modelabels) was Pop ist?

    Ach, es ist doch einfach Popmusik!

  2. Ach, zu Dieter Gorny habe ich mich absichtlich nicht geäußert, da das zu weit geführt hätte und ich vielleicht auch unschöne Dinge gesagt hätte.

    Und ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ein Wunder passiert und dass (zumindest in Teilen) ein friedliches Miteinander von Konsument und Anbieter möglich ist.

    Wo siehst du eine Fashion-Verknüpfung? (hab ich was überlesen?) Da wäre ich nämlich auch dagegen, da es mich so überhaupt nicht interessiert.

    (mir fallen außerdem gerade wieder die dämlichen MySpace-Profilvorgaben wie Sternzeichen auf – muss das sein?!?)

  3. Auszug aus der a2n Seite:
    „Nicht zu vergessen sind natürlich die Hörer, Nutzer und Fans, quer über alle Genres. Angrenzende Bereiche wie Games, Film und FASHION werden thematisch genauso behandelt wie Fragen des Rechts oder der Politik.“

  4. Ah, danke für die Erleuchtung. Kommt also auf die Teilnehmer an. Es gibt bestimmt genug Musikliebhaber/Interessierte, die sich auch für Mode (bzw. Fashion) begeistern können. Und wenn jemand Shirts kreiert und verkauft, dann passt das schon.

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