Filmmusik im Sommerloch (endgültige Blog-Parade)

Eine etwas verwirrende Überschrift, die darauf hinweisen soll, dass Sascha von endgueltig eine Blog-Parade zum Thema Filmmusik veranstaltet, die dazu dienen soll, das Sommerloch zu stopfen. Als Bonus verlost er ein geheimes, tolles Filmmusik-Geschenk.

Hätten wir also geklärt, worum es geht, wenden wir uns dem Inhalt zu. Das Thema Filmmusik kann man klassisch angehen und darunter nur den extra für den Film entstandenen Score verstehen. Das ist ein eigenes Genre, meist Instrumentalmusik und man denkt an berühmte Namen wie Ennio Morricone, John Williams, Danny Elfman und Hans Zimmer. Damit kann ich aber so gar nichts anfangen. Wenn mir jemand eine CD davon vorspielt und genau die Szene benennen kann, wo dieses Stück vorkam, dann finde ich das bewundernswert, aber so eine CD würde ich mir nicht mal schenken lassen. Im Film erfüllt diese Musik einen wichtigen Zweck und verstärkt die Stimmung und macht den Film dadurch manchmal erst sehenswert. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die Musik ohne Film sinnlos ist.

Soll Filmmusik dagegen auch ohne bewegte Bilder funktionieren, muss das schon „ganz normale“ Popmusik sein. Diese wird ebenfalls zur Hervorhebung und Verstärkung der Stimmung eingesetzt, fungiert oft als Erklärung für die inneren Vorgänge einer Figur. So verbinde ich einen bestimmten Song mit einer bestimmten Szene in einem bestimmten Film. Dabei ist es egal, ob ich den Song vorher schon kannte, ob der für den Film geschrieben wurde oder ich dadurch den Musiker erst entdecke. Natürlich gilt das auch für Serien und es gibt einige, die bekannt für die Songauswahl sind und sogar als Sprungbrett für Künstler dienten. Entsprechend gerne mag ich diese Art Filmmusik-CDs. Man kann sich nun trefflich streiten, ob diese als „Original Soundtrack“ bezeichnet werden dürfen, aber mittlerweile hat sich die Bezeichnung durchgesetzt.

In meiner Sammlung befinden sich so einige Soundtracks und wenn ich dann die Songs aus Grosse Pointe Blank, High Fidelity, Across the Universe oder Once höre (die allesamt zu meinen Lieblingsfilmen zählen), dann erlebe ich den Film nochmals und habe zusätzlich das Vergnügen gute Musik zu hören.

Das war schon mein kurzer und knackiger Beitrag zum Thema Filmmusik und wer ebenfalls ein paar Worte dazu schreiben möchte, hat dazu noch bis 17.08 Zeit.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

11 Gedanken zu „Filmmusik im Sommerloch (endgültige Blog-Parade)“

  1. Oh ja, Once ist wirklich sehr schön. Der gefällt mir auch.
    Nun, so manche Filmszenen assoziiert man tatsächlich nur durch die dazu gehörige Musik, das wird dir doch auch so gehen…

  2. Hmm, also der Aussage, Filmmusik sei ohne den Film sinnlos muss ich aber widersprechen! Es gibt wirklich viele tolle Soundtracks, die zwar speziell für einen Film geschrieben wurden und dennoch ohne Film einfach genial funktionieren! Aber da muss man allgemein instrumentale Musik mögen, das ist klar.

    Ich hoffe, ich bekomme meinen Beitrag über die Woche noch hin – dann stelle ich da auch mal ein paar tolle Soundtracks vor!

  3. endgueltig, welche Art von Musik meinst du beim assoziieren? Instrumental oder Pop?

    beety, richtig, man muss Instrumentalmusik mögen und das ist nicht so mein Fall. Wenn Stimme und Text bei einem Stück fehlen, dann ist das für mich in den meisten Fällen keine eigenständige Musik, sondern nur Hintergrundberieselung. Das mag harsch klingen (und stimmt auch in vielen Fällen nicht), aber es berührt mich einfach nicht.

  4. Na, eigentlich meinte ich beides. Aber wenn ich so nachdenke wohl eher Pop. Es gibt ja so Musik, da hat man direkt Bildchen eines Films im Kopf…
    Auch wenn ich jetzt keine schrecklichen Filme loben möchte, so ist es doch bei dem ein oder anderen so…“time of my life“

  5. Ich sag mal so: gute Filmmusik ist IMO solche, die für den Film geschrieben wurde. Das ist große Kunst – Spiel mir das Lied vom Tod – da findet echte Verschmelzung statt. Gut, man muss auch den Film mögen, das ist sicher nicht jedermanns Sache.

    Auch gut finde ich, wenn man bekannte Kompositionen, gerne Klassik, in einem Film mischt. Sehr gut finde ich z.B. Bregovic wie er seine Musik in Zeit der Zigeuner einbringt. Das ist zwar keine Musik, die extra für den Film geschrieben wurde, aber Musik aus seinem Repertoire, die extra für den Film angepasst wurde.

    Ausserdem mag ich Musik wie in OldBoy und auch in Clockwork Orange, wo gute alte Klassik mit visuell gegensätzlichen Themen vermischt wird. Ich kann inzwischen bei Vivaldi-Musik nur an OldBoy denken, wie er seinen Hammer schwingt.

  6. Oliver, willkommen! Ja, die Musik aus Spiel mir das Lied vom Tod ist super (und die würde ich auch erkennen 😉 ).

    Möchtest du deinen Kommentar nicht noch ein wenig zu einem eigenen Beitrag erweitern? Sascha freut sich bestimmt und zu deinem Blog scheint mir Filmmusik thematisch zu passen!

  7. @David Vage? Hast doch Kreativität im Kopf, oder? Und geschafft hast du es ja auch 🙂

    @Oliver Ja, die Julia hat sehr recht: Mach mit!

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