Foto-Projekt 52 (2009) # 20: Musik

Projekt 52 (2009)Hurra! Es geht weiter mit tollen Musikbeiträgen! – Nein, doch nicht, denn hier geht es ums Projekt 52[1], das neulich Musik zum Thema hatte. Es hätte sich da angeboten, dass ich ein Konzertfoto aus dem Archiv krame, aber aufgrund der Handyqualität wäre das nicht angemessen. Ein weiteres – sicherlich imposantes – Motiv hätte meine CD-Sammlung abgegeben, doch schlussendlich habe ich mich für ein aktuelleres Motiv entschieden:

20 Musik

Die technische Daten lauten Belichtungszeit 1/15 Sek, Blende f/8.0 und Brennweite 10 mm. Wie man sieht, wurde das Foto nach schwarz-weiß konvertiert, da es sowieso schon sehr wenig Farbinformationen enthielt und so noch ein wenig pointierter aussieht. Ansonsten habe ich beim RAW-Import ein wenig an den Reglern gedreht. (Für eine größere Version auf das Foto klicken und dann zu flickr wechseln.)

Warum also habe ich eine externe Festplatte und ein paar (stark abgenutzte) Kopfhörer als Motiv erkoren? Nun, weil ich größtenteils auf diese Weise Musik konsumiere. Es ist zwar schade, dass meine tolle Hifi-Anlage so selten zum Einsatz kommt, aber so eine kleine Festplatte hat einfach eine konkurrenzlos größere Kapazität. Und wenn ich nicht alleine im Raum bin, dann müssen eben Kopfhörer her, um die anderen nicht zu stören.

Erfüllung des Themas gelungen? Fotografische Umsetzung akzeptabel? Lasst es mich wissen!

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

8 Gedanken zu „Foto-Projekt 52 (2009) # 20: Musik“

  1. Gelungen!
    Es beschreibt nun mal den tatsächlichen Wert, den die Musik heutzutage besitzt. Lediglich als Datei auf einer Festplatte eben und kein künstlerisches Zusammenspiel mehr zwischen Grafiker und Musiker. 😉 Ich werde alt!

  2. Njoa, auch im digitalen Zeitalter sind Plattencover noch wichtig. Und ich bin mir nicht mal sicher, ob die absoute Anzahl der Menschen, die das Cover beim Hören studieren so sehr abgenommen hat. Der relative Anteil ist gering, aber das liegt an der immer einfacheren Zugänglichkeit zu Musik.

  3. Plattencover sind heute kaum noch relevant. Im kommerziellen Bereich auf keinen Fall mehr, in Subkulturen oder speziellen Genres wird jedoch noch auf die Verpackung geachtet. Metal, Punk, Gothic, Jazz, Blues oder Alternative Cover müssen schon gewissen Stil, (den zu transportierenden Lifestyle)Flair oder Umfang haben, aber sie können nicht mehr beeindrucken, wie es bei Vinyl z.B. noch war.

    Aus persönlicher Sicht erinnere ich mich noch stark daran, wie ich visuell total beindruckt war von Iron Maiden Plattencover! Auch Pink Floyd und viele aus den 70ern wie Led Zeppelin beeindruckten mit ihren Covers. Die haben auf CD Format keine Wirkung mehr. Kein Wunder, dass der Schritt zur geringen Bedeutung des Covers irgend wann kommen musste im mp3 Zeitalter.

    Das wiederum ist DIE Chance für bessere Musik! Denn wenn Gruppen nicht mehr im Laden via Cover auffallen können, müssen sie einfach musikalisch viel mehr hergeben!

    Andererseits wurde die Visualisierung der Bands durch Plattencover im kommerziellen Bereich von den Musikvideos abgelöst.

    Das Kopfhörer/Festplatten Foto ist im Grunde verdammt zeitgemäß. Oder so, international verständlich: ein Zeitgeist Foto.

  4. Danke, Marc, für diesen wie immer treffenden Kommentar! Das Plattencover, das auf mich den bleibendsten Eindruck hinterlassen hat, war seltsamerweise „Graceland“ von Paul Simon. Und natürlich „Revolver“ von den Beatles.

    Ein bisschen hat sich das (zumindest bei mir) bis ins mp3-Zeitalter gerettet, indem ich penibel darauf achte, das entsprechende Cover zu finden und beim Spielen anzeigen zu lassen.

  5. Revolver! Ja, Revolver! Mehr davon! Man, ich liebe das Album. An dem Album stimmt einfach alles: Musik und Cover. Alles ist originell und eine Songperle nach der anderen. Nur warum musste Ringo ausgerechnet zu dieser Zeit auf die Idee kommen auch mal einen Song zu komponieren?! Eine Ohrwurmweltmelodie und zugleich der bekloppteste Beatles Song ever und nur die ersten 10 Mal begeisternd. Schon 1 Jahr später nervtötend 😆 Heute wird das Lied ja leicht geskippt, aber damals war es noch das vorletzte Lied auf der A Seite und da folgte noch „she said she said“. Da musste man das Yellow Submarine Geträller noch aushalten, um das wunderbare she said zu hören.

    Ich kenne die Musik auf Graceland nicht und das Cover fiel mir auch gerade nicht ein und musste es bingen, googeln oder amazonen. Das sieht sehr unspektakulär aus. Gibt es bei dem Album ein aufregendes Innenleben?

    Es gäbe noch so viele andere gute Beispiele.
    Und wirklich lobenswert, dass du noch beim Abspielen die Covers anzeigen lässt. Das dürfte in die Kategorie Einzelfälle gehören.

    Aber wenigstens gibt es auch ambitionierte CD Covers bzw. Booklets. Da ließen sich einige tolle Sachen nennen, aber das beschränkt sich alles auf das Innenleben und hat nicht den ersten Umhaueffekt mit zusätzlicher Entdeckungsreise wie bei großen Albumcovers (Backcover, Innenseite, Booklet usw.).

    Die Festplatte ist der Stand der Zeit. So schlicht das Bild ist, so treffend ist es, wie andere auch schon anmerkten. Bleibt nur noch die Diskussion, ob draußen große oder kleine Kopfhörer genommen werden?! 🙂 Auf dem Bild ist ein größerer zu sehen. Heimgebrauch oder für unterwegs?

  6. Bei Graceland war ich einfach von dem Bild fasziniert und dass es so klein in der Mitte hockt. Ich habe das mit den Songs zu verbinden versucht, während ich die Texte gelernt habe. „You Can Call Me Al“ kann ich heute noch mitsingen, obwohl es sehr schnell ist.

    Bei Revolver kann ich mich nicht wirklich entscheiden, welches die bessere Seite ist, aber ist ja zum Glück nicht mehr nötig 🙂

    Mit den dicken Headphones höre ich nur drinnen. Ein paar Mal habe ich mich damit nach draußen getraut, aber es war wahnsinnig unpraktisch (Regen!) und außerdem bin ich dafür nicht blickresistent genug 😉

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