Albumkritik: Penny Century – Between A Hundred Lies

Vor sechs Wochen stieß ich auf die schwedische Formation Penny Century und habe mir trotz selbstauferlegtem Kaufverbot[1] das Album Between A Hundred Lies zugelegt. Doch für diese 32 Minuten nordischen Frohsinn voll perligem Indiepop darf man alle Regeln brechen. Ob es sich auch für den geneigten Leser lohnt, sollen die folgenden Zeilen zeigen.

Wir haben es hier mit einem Sextett zu tun, das von Sängerin Julia Hanberg angeführt wird und die klassischen Instrumente abdeckt (2x Gitarre, Tasten (Klavier, Synth, Orgel), Bass, Schlagzeug). Auf dem Album werden sie von weiteren sechs Gastmusikern unterstützt, die verschiedene Blas- und Saiteninstrumente beisteuern. Eine wirklich interessante Mischung! Leider enthält das Booklet nur die Credits und ein paar Fotos und keine Texte.

Die Stimme von Sängerin Julia ist eine der prägenden Eigenschaften, doch sie wird tatkräftig von den fünf Jungs unterstützt und stellenweise könnte man sich an The Indelicates erinnert fühlen. Den Vergleich sollte man sich zu Herzen nehmen und wer die beiden Engländer mag, sollte definitiv mal bei Penny Century reinhören.

Musikalisch geht es flott zur Sache und es kommen sehr “hookige” Melodien zum Vorschein. Besonders bei You, It’s Always You und Please Don’t Go. Und immer wenn man glaubt, jetzt wird es langweilig, bringen sie wieder ein kleines Detail, das einen weiterhören lässt. Den Track Nothing Burns Like Bridges gibt es als kostenlosen Download auf der Labelseite und der vermittelt einen sehr guten Eindruck von dem was einen auf Albumlänge erwartet.

Weitere Informationen:

Auf der MySpace-Seite kann man die aktuelle EP Valencia komplett anhören und vom Album Nothing Burns Like Bridges und das fantastische You, It’s Always You.

Wer Schwedisch kann, sollte sich die kurze “Doku” Penny Century – ett fantastiskt popband ansehen. Aber auch sonst ansehenswert, da man die Musik und die Bandmitglieder zu sehen und hören bekommt.

Mehr eigene Worte (diesmal in Englisch) gibt es im Penny Century-Blog mit Tourinfos, -berichten und -bildern.

Einen herrlichen Konzertbericht (der mich auf die Band aufmerksam machte) gibt es bei indie mp3. Dort gibt es einen weiteren kostenlosen Download (Titeltrack der Valencia-EP).

Between A Hundred Lies ist im im Labelshop für £ 3,68 (inkl. Versand) zu haben. Das sind nur ca. 3 Äpfel und eine Packung Eier und es lohnt sich! Wirklich! Echt! Kaufen! Sofort!

  1. Mein Projekt CDVD2009, das vorgibt, dass ich von Arpil bis Juni keine DVDs und CDs kaufen darf. []

3 Responses to “Albumkritik: Penny Century – Between A Hundred Lies”


  1. hmm, trotz einsatzes von bläsern irgendwie nichts was mich wirklich begeistert. ich müsste im radio nicht umschalten weil ichs nicht aushalte, aber ich glaub der abspielzähler in meinem itunes wird auch nicht sonderlich hohe zahlen erreichen.

  2. Also wenn du Bläser magst, dann müssen wir musikalisch völlig getrennte Wege gehen! Hohe Trompeten halte ich für das Böse schlechthin.

  3. hmm, ska kommt klassisch mit bläsern daher, von daher ja, ich mag sie! bläser sind keine notwendigkeit für gute musik, aber an der richtigen stelle eingesetzt können sie doch einiges rausholen.

    es muss halt passen ;)

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