Blick über den Tellerrand vom 6. June 2009

  • Dieter Wiefelspütz macht klar, dass es um Zensur geht (6. June 2009)

    Auf deutsch: Wir sollen auch umstrittene Inhalte im Netz nicht mehr zur Kenntnis nehmen dürfen, weil unsere geliebte Bundesregierung besser weiss, was ihre Bürger lesen und worüber sie sich eine eigene Meinung bilden dürfen.

  • Innenminister greifen durch (6. June 2009)

    Die deutschen Innenminister fordern ein schnelles Verbot von Hausaufgaben. Auf ihrer Frühjahrstagung waren sie sich einig, dass Hausaufgaben Jugendliche frustrieren. “Frust ist ein wesentlicher Grund dafür, dass junge Menschen Amok laufen”, erklärten die Politiker. “Fast alle Amokläufer haben sich mit Hausaufgaben beschäftigt, bevor sie sich zu ihren gefährlichen Aktionen hinreißen ließen.”

  • Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte (30. May 2009)

    Kinderpornographie, herkömmliche Pornographie, Computerspiele, Filesharing, usw.: Das alles wird in einem ZEIT-Artikel in einen Topf geworfen und sogenannten “Cyberpropheten” mit anarchistischem Anspruch als ihre Welt, die sie um jeden Preis verteidigen, angedichtet. Ein exemplarischer Artikel für eine vor Seichtheit und Demagogie triefende Debatte in Deutschland, welche in nächster Zeit wohl noch stark zunehmen wird.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Blick über den Tellerrand vom 6. June 2009“

  1. Hm, ich muss sagen, dass sich die ZEIT in meinen Augen bei der Debatte der Internet-Zensur hervorragend verhalten hat. Natürlich sitzen da nicht nur 2 oder 3 Journalisten, die alle die gleiche Meinung haben. Von daher sollte man die subjektiven Kolumnen und Kommentare zwar zur Kenntnis nehmen, aber das nicht zu sehr mit der Zeitung an sich verbinden.

  2. Richtig, aber wenn man die guten Artikel/Schreiber positiv hervorhebt und die schlecht (recherchierten) negativ, dann hat das vielleicht wünschenswerte personelle Konsequenzen.
    Besonders gut fand ich z.B. den „Zahlenartikel“ zu den Falschaussagen von Zensursula.

  3. Das mit den Hausaufgaben habe ich seinerzeit ganz ähnlich gesehen und sie selten gemacht… Und noch seltener zuhause – dieser Aufenthaltsraum, morgen um fünf vor acht war immer ein Knaller 😀

  4. Ha, Räume voller potentieller Attentäter! Am besten sollten Aufenthaltsräume auch verboten werden. Bzw. wenn ich es Recht bedenke, alle Klassenräume oder sogar Schule überhaupt! Damit wären alle Probleme auf einmal gelöst! (geniale Idee – ich werde gleich mal meinen Bundestagsabgeordneten anrufen)

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