Albenkritik-Stöckchen: Greg Laswell – Three Flights From Alto Nido

Dany hatte eine fantastische Idee für ein Stöckchen und zwar dass der beworfene eine Kritik schreibt über ein Album, das der Werfende bestimmt. Dany wird eine Übersicht über alle Kritiken führen und ich hoffe, dass dort so einige interessante Beiträge zusammenkommen. Ein paar Regeln gibt es auch:

  1. Höre und schreibe einen Beitrag über das vom Stöckchenwerfer vorgegebene Album. Was Du schreibst, wie Du schreibst und welche Informationen dabei herauskommen liegt einzig und allein bei Dir.
  2. Setze in Deinem Beitrag folgenden Trackback, um eine automatische Übersicht aller Teilnehmer zu erstellen:
    http://www.dasdanyweb.de/2009/05/30/das-albenkritik-stoeckchen/trackback/
  3. Sollte man das Album im weiten Internet bei keinem Musikanbieter zum Streamen finden und es nicht zufälligerweise besitzen, kann natürlich eine Absprache stattfinden, um sich auf ein anderes Album zu einigen.
  4. Überlege Dir ein Album und wirf das Stöckchen an eine Person Deiner Wahl weiter.
  5. Solltest Du kein Interesse an dem Stöckchen haben, wirf es dem Absender zurück, der dann einen neuen Adressaten suchen kann, um das Stöckchen im Umlauf zu halten.
  6. Um das Stöckchen in Umlauf zu halten, wäre es wünschenswert, dass es innerhalb einer Woche bearbeitet wird.
  7. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass das Stöckchen mehrmals an denselben Adressaten geworfen wird, da jedes Mal ein anderes Album zu bewerten ist.

Außerdem wichtig sind die Anlaufstellen für das (kostenlose) Anhören von Musik, da man nicht davon ausgehen kann, dass der Beworfene das Album besitzt (bzw. ich halte das sogar für interessanter). Deshalb folgende Vorschläge

  1. Last.fm
  2. Napster (kostenpflichtig[1])
  3. spotify (kostenpflichtig[1])
  4. Grooveshark
  5. blip.fm
  6. youtube
  7. deezer
  8. imeem
  9. jogli
  10. hypemachine
  11. simfy (noch geschlossene Beta – eigene Musik hochladen und die der anderen Nutzer hören – habe einige Einladungen)

Ok, nun aber zu der eigentlichen Aufgabe: Dany wirft mir Three Flights From Alto Nido von Greg Laswell zu (Spotify-URL). Mal sehen, was das wird.

Begonnen habe ich völlig ohne Informationen über den Künstler (obwohl mir der Name bekannt vorkommt). Die heimelige Stimme und aktustische Gitarren begeistern mich sofort. Mal sehen, ob sich das über ein ganzes Album halten kann. Erinnert mich an irgend jemanden, ohne genau sagen zu können, an wen. Aber das ist ja eines der hervorstechenden Merkmale von Americana-angehauchten Singer-Songwriter-Sounds. (Oh my, somebody stop me!) Das gesamte Album ist in dieser Art gehalten (man hätte es nicht anders erwartet), aber es bietet genug Abwechslung (mal akustische, mal elektrische Sounds, ab und zu ein Klavier, mal langsam, mal etwas schneller), damit man über 12 Songs hinweg dabei bleibt.

Ok, dann gucken wir mal, woher ich den Namen kenne. Aha, das skurrile Supermarktvideo mit Elijah Wood (How The Day Sounds), den Dany schon vor einem halben Jahr vorstellte. Der Song ist auch auf dem Album, das ansonsten keine Singles enthält, wie die Wikipedia-Seite verrät. Seltsam. Jedenfalls wurde der junge Mann bekannt, da einige seiner Songs bei TV-Serien (u.a. Grey’s Anatomy) verwendet wurden. Ein nicht zu unterschätzende Einflussfaktor!

Nachdem ich das Album nun mehrfach gehört habe, kann ich sagen, dass es sich sehr gut als angenehme Hintergrundbeschallung eignet. Ich würde es vor allem Freunden von Ryan Adams, M. Ward, The Acorn und Wilco empfehlen. Wilco?! Ja, auch Herr Laswell hat diese melodiöse Leichtigkeit und eine beruhigend-betörende Stimme. Am besten überzeugt man natürlich mit einem Video und da er How The Day Sounds in seinem eigenen Channel anbietet, gibt es das jetzt hier:

Zum Abschluss noch die Aufgabe des Weiterwerfens. „Überraschenderweise“ werfe ich an beetFreeQ, der bald vom Ponyhof zurück sein sollte und dann Jarvis Cockers neuestes Werk Further Complications begutachten soll (Spotify-URL).

  1. Der Service an sich ist kostenpflichtig, aber wer sowieso einen Account hat, dem entstehen keine Zusatzkosten. [] []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

11 Gedanken zu „Albenkritik-Stöckchen: Greg Laswell – Three Flights From Alto Nido“

  1. Hallo Julia, na das hörte sich an, als wäre es keine Tortur für Dich gewesen. Wir sind ja nicht immer kompatibel in unserem Musikgeschmack. 😀

    Was die Steigerung des Bekanntheitsgrades angeht, könnte man behaupten, dass Snow Patrol ebenfalls Greys Anatomy für einiges an Werbung dankbar sein kann.

    Deinen Vorschlag mit der Begrenzung auf eine Woche finde ich ebenfalls sehr gut, dass schließt ebenfalls aus, dass das Stöckchen kleben bleibt. Ansonsten werde ich auch beobachten, wie sich das Stöckchen entwickelt. Notfalls hebt man es erneut auf und bringt es wieder in Umlauf.

  2. Hola a todo el mundo,

    heute ist Tag der Einmischung, dann lege ich mal los:

    Die Stöckchenidee finde ich klasse! Das hat was und gerade wegen der unterschiedlichen Musikgeschmäcker ist es sehr reizvoll. Da ist von Lobgesang bis Verriss alles drin. Spannend.

    Apropo Spannung:
    Am Schluss sollte man evtl. nicht erwähnen welches Album man dem Nächsten zur Besprechung zum Fraß vorwirft, denn so kommt man auf die Idee es selbst schon mal vorab zu hören. Wer will dann noch eine Rezi dazu lesen?

    Spannender finde ich einfach nur den nächsten zu bennen und erfährt dort, um welches Album es geht.

    Saludos

  3. Dany, es war so gar keine Tortur 🙂 Ich hab das Album bestimmt sieben oder acht Mal durchgehört.

    Marc. (muss der Punkt auch beim Beantworten mit rein?!?), die Idee mit dem Nicht-Erwähnen klingt erstmal ok, aber ein so großes Problem sehe ich da nicht. Erstens weil ja hoffentlich bald eine ganze Reihe von Rezensionen schon fertig sind, durch die der Leser sich dann durchklicken kann und zweitens weil der Leser ja selbst entscheiden kann, ob er das Album schon hört. Immer vorausgesetzt er kennt es nicht sowieso schon.

  4. Das Argument, dass bald eine Liste mit Rezis vorhanden sein wird, ist natürlich absolut korrekt. Von daher… gebe ich mich geschlagen. Fazit: Alles bleibt wie es ist:)

    Und Respekt, das mit dem Punkt hat bisher so noch keiner bemerkt, aber bei Anrede und Antwort usw. bitte ruhig ohne Punkt. Das geht o.k.!

  5. Ach, was heißt „geschlagen geben“?! Man könnte deinen Vorschlag ja insoweit einbinden, dass im aktuellen Beitrag der Albumtitel mit weiß geschrieben wird und dadurch der Leser erst durch Markieren (= d.h. aktiv) vom nächsten Album erfährt.

    Zum Punkt: das fiel mir nur auf, weil hier die Kommentare nach Autor gezählt werden und Marc ohne Punkt gab es schon, aber dein Zähler fing bei 1 an.

  6. Julia, dass du Geschmack hat, wusste ich ja, aber mit Jarvis Cocker triffste genau richtig. Mit dem hab ich mich die letzten Wochen nämlich akustisch schon ein wenig beschäftigt und sein Album auch unabhängig von deinem Stöckchenwurf angehört. Ein zwei Hördurchläufe braucht der gute noch, dann gibt’s die Rezi! Ein Verriss ist aber sicher schonmal nicht zu erwarten 😉

  7. Sowas aber auch 🙂 Naja, dass du das Album schon kennst, verstößt ja nicht gegen die Regeln. Obwohl ich jetzt eigentlich doppelt gespannt bin!

  8. Nach langer Zeit mal wieder ein interessantes Stöckchen, zudem es mal wieder zeigt das es nahezu unmöglich ist, sich in der Musik gut auszukennen. How the Day sounds, ist wirklich sehr angenehm und plätschert so angenehm in den Kopfhörer und von der Band habe ich ja sowas von noch nicht gehört 🙂

  9. Besten Dank, beety 🙂

    Robert (Willkommen!), man kann natürlich nie alles kennen, besonders wenn das Genre auch nur ein bisschen am eigenen vorbeischrammt. Vielleicht bekommst du das Stöckchen ja auch mal zugeworfen.

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