Englisch lernen mit TV-Serien #1: Mate

Eine geniale Idee muss man klauen, solange sie noch frisch ist und die heutige stammt von Captain Obvious‘ Beitrag mit einem Friends-Zitat: „Learning English with your favourite TV shows“.

Ich fange (natürlich) mit Doctor Who an, denn erstens schaue ich gerade die vierte Staffel und zweitens gibt es einige Skripte als kostenlosen Download und das heutige Beispiel kann dort nachgelesen werden.

Wir gehen zu Series 4, Episode 1 Partners in Crime Szene 125 (Seite 58) und finden dort folgenden Dialog:

THE DOCTOR
[….]
I just want a mate.
DONNA
You just want TO MATE??!
THE DOCTOR
I just want A mate!
DONNA
You’re not mating with me, sunshine!
THE DOCTOR
A mate, I want, a! Mate!

Doctor Who: Mate

Hier werden zwei Bedeutungen des Wortes mate verwendet (LEO, Wiktionary, Merriam-Webster), denn es kann eingesetzt werden als sich mit jemandem paaren und umgangssprachlich (v.a. in Australien) heißt es Gefährte/Kumpel/Partner.

Neben diesen hier verwendeten Bedeutungen kann es noch einen nautischen Rang bezeichnen, das Kurzwort für Schachmatt (Checkmate) oder ein Getränk (Maté).

In diesen wenigen Zeilen wird deutlich, dass das Übersetzen von englischen Serien und Filmen in andere Sprachen einfach oft scheitern muss. Deswegen sind DVDs mit Originaltonspuren eine so geniale Erfindung und sobald man genug Englisch versteht, sollte man sich seine Lieblingsfilme und -serien im Original ansehen[1].

Wer regelmäßig auf diese Weise englisch lernen möchte, dem sei der Englisch-Blog empfohlen.

Vorschläge für weitere Folgen dieser Serie (also Folgen von Serien) sind willkommen.

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  1. Jaja, es gibt auch deutsche Serien und Filme. Und sicherlich auch welche, die man ansehen kann. Aber damit schränkt man die Auswahl zu sehr ein. []
Dieser Beitrag ist Teil 1 von 25 der Beitragsserie Englisch lernen mit britischen TV-Serien

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

18 Gedanken zu „Englisch lernen mit TV-Serien #1: Mate“

  1. Und passend dazu das meiner Meinung nach beste Lied, das dieses Wort enthält:Dry your eyes – The Streets

    „Dry your eyes mate
    I know it’s hard to take but her mind has been made up“

    😉

  2. Ayyy, matey!
    Yeah, The Streets, sehr gut 🙂

    Schön, wenn eine Idee so gut ankommt. Hatte gar nicht geplant, eine Reihe draus zu machen, aber kann ich ja dann auch machen 🙂

    Was ich da anmerken möchte, wobei ich nicht weiß, ob das im britischen Englisch überhaupt auffällt ist die unterschiedliche Aussprache des unbestimmten Artikels, wenn er betont wird.
    Zumindest Amerikaner sprechen den unbestimmten Artikel anders aus, wenn sie ihn betonen möchten. (Bin kein Phonetik Experte aber ihr wisst sicher, was ich meine)

  3. xD Finde ich echt toll den Englisch-Blog. 🙂

    Und ich hasse deutsche Filme. 🙄 Also ich meine deutsch-produzierte…da man die 1. sofort erkennt bei der Aufmachung(Stunts, Art & Weise…) und zweitens der Klang der Stimmen richtig komisch ist. Aber naja. Vllt komm ich durch den Blog mal endlich dazu, die englischen Filme besser zu verstehen. Denn dort werden ja auch einige Wörter verschluckt, weil geredet wird, wie man halt redet. 🙂 ❓

  4. Nettes Wortspielchen. 🙂

    Und obschon du natürlich recht hast betreffend Übersetzungen: Das gilt nicht nur von Englisch nach Deutsch, sondern z.B. auch umgekehrt. Jede Sprache wird, sobald sie Wortspiele, Idioms/Redewendungen etc. verwendet, schwierig zu übersetzen.

  5. Markus, das wollte ich doch heute im Liedzeilen-Quiz nehmen xD
    Johannes, das wäre der Ausweichtitel gewesen…

    David, die Aussprache des unbestimmten Artikels ist meines Wissens im AE und BE gleich (äääiii). Bin mal gespannt, was für Beispiele du aus dem Hut zauberst.

    Paddy, natürlich gilt das für alle Übersetzungen (Pappa ante portas im Englischen ginge z.B. gar nicht), aber ich habe das Gefühl dass immer die schrecklichste Variante gewählt wird. Dass mal ein Wortspiel verloren geht, liegt in der Natur der Sache, aber wenn man dann krampfhaft versucht wörtlich zu übersetzen, ergibt es überhaupt keinen Sinn mehr. Dass es auch besser geht haben „Die Zwei“ gezeigt.

  6. Übersetzen ist nur das Eine. Das Ganze passend zu den Lippenbewegungen hinzukriegen ist wohl meistens schwieriger. Ich vermute, dass dadurch viel verloren geht. Aber wenn du die Stimme ncoh hörst während die Lippen sich längst nicht mehr bewegen, wärst du auch nicht happy.

  7. Ah die Lippensynchronität! Mittlerweile macht mich das wahnsinnig, wenn die Lippen nicht nur zeitlich, sondern auch lautmalerisch nicht übereinstimmen und deswegen meide ich nicht-deutsche Sendungen im Fernsehen (ähm ja, auch deutsche…).
    Klar ist das ein Haufen Arbeit, aber deutsch ist noch ok, auch weil der Markt groß genug ist. Japanisch ist viel schwieriger, da viel mehr gesagt werden muss und in den skandinavischen oder osteuropäischen Ländern wird vieles erst gar nicht übersetzt oder nur von einer Person irgendwie drübergequasselt.

  8. So weit seit ihr schon in Deutschland. Bei uns fängt bald ein neuer Schauspieler an Dr Who zu spielen.

    *grins* Ich weiß wie es weiter geht! 😉

  9. Netty, nein in Deutschland lief erst die zweite Staffel und bis hier die vierte Staffel im TV läuft, ist Matt Smith schon längst bei Euch gelaufen. Ich habe die DVDs von der BBC bestellt und bin deshalb wesentlich weiter.

  10. Hab letztens „The Dark Knight“ in Englisch geguckt. Hatte erst gezweifelt, ob das so eine gute Idee ist. Ich hab lange kein Englisch mehr gehört oder gesprochen. Doch, ich war angenehm überrascht. Nicht nur von den wahren Stimmen der Schauspieler, sondern auch davon, dass ich rund 90% ohne Mühe verstehen konnte. 🙂 Hab mich damals mit „Six Feet Under“ in Englisch versucht. Die Serie ist auch gut zu verstehen, wenn man schwarzen Humor mag….

  11. Ja, man muss sich nur trauen! Wenn man nicht „übt“ kann es ja nicht werden 😉 Und bei schwarzem Humor ist man im englischen Original immer besser dran.

  12. .. es sei denn, das Original bietet nicht mal (schwarzen) Humor, dann hat man ein Problem xD

    (Ich bin dann mal Right Said Fred aus meinen Ohren scheuchen..irgendwie)

  13. Uwe, die Chancen stehen im (britischen) Englisch aber sehr gut! Ich könnte dir da z.B. eine Serie namens Skins ans Herz legen 😉

  14. Julia, die Serie liest sich ja sehr interessant, ich glaube ich muss mir die mal, sollte sich eine schwache Währung finden lassen, bestellen :hurra: 😉

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