Foto-Projekt 52 (2009) #1: Meine Stadt

Projekt 52 (2009)Freuet Euch und jubilieret (oder streicht mich aus dem Feedreader), denn auch im neuen Jahr läuft das Projekt 52[1] weiter und ich werde wieder mitmachen. Dafür habe ich eine Seite eingerichtet, auf der alle Beiträge aus diesem und dem letzten Jahr verlinkt sind.

Das erste Thema für dieses Jahr ist meine Stadt und laut Zählung sollte dies der 120. Beitrag werden. Mal sehen, ob diese Teilnehmerzahl übers Jahr bestehen bleibt. Neu ist jedenfalls, dass auch ältere Bilder verwendet werden dürfen. Auch ich habe für das Motiv tief im Archiv gewühlt und ein knapp vier Jahre altes Bild zurechtgemacht:

Projekt 52 #1: Meine Stadt

Das Haus mit der Tür ins Nirgendwo musste einfach fotografiert werden. Die Qualität ist nicht so gut, da ich damals noch keine Spiegelreflex hatte, sondern nur eine kleine Knipse. Das Bild ist entsprechend auch etwas bearbeitet worden.

Warum habe ich dieses Foto ausgewählt, damit es meine Stadt repräsentiert? Greifswald verändert sich ständig und auch fast zwanzig Jahre nach der Wende werden immer noch Häuser abgerissen, saniert, renoviert, neu gebaut etc. Früher ging das Straße für Straße und nur einzelne Häuser blieben unberührt (ungeklärte Besitzverhältnisse), die jedoch ebenfalls nach und nach der Modernisierung „zum Opfer“ fallen. Und während der Veränderungen entsteht manchmal eben so ein seltsamer Anblick wie in dem Foto da oben. Viele Fotos von vorher und nachher gibt es bei flickr: Greifswald um 1993 und heute und Greifswald, East-Germany 1993 and today (Serie II).

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

12 Gedanken zu „Foto-Projekt 52 (2009) #1: Meine Stadt“

  1. Da hast du ja den real existierenden Sozialismus gut festgehalten. Gefällt gut und ist ein guter Kontrast zur hiesigen Glitzerwelt

  2. Das stimmt. Immer wieder sehe ich sogar Gegensätze wenn ich da lang fahre. Neue Häuser neben Abrissreife 🙂 Aber nun, weitere 20 Jahre und das ist alles verschwunden. Und ich bin 20 Jahre älter 😀

  3. Frank, davon habe ich noch einige im Repertoire. Ist in der Löfflerstr.

    flash, bald ist ja nix mehr da…

    Aquii, Willkommen! Die Städte im Osten, die das Glück haben so extensiv saniert zu werden, wie die Universitätsstadt Greifswald, sehen mittlerweile viel ansehnlicher aus als die meisten Weststädte. Mit anderen dagegen geht es mehr und mehr bergab.

    Paleica, ebenfalls Willkommen und danke!

    Ecki, du bist da was auf der Spur: 20 Jahre älter nach 20 Jahren! Oha!

  4. Schönes Zeit-Dokument, habe auch deinen Tipp beherzigt und mir Greifswald vorher/nachher angeschaut. Erinnerte mich sehr an meine (allerdings nur Vorher-Bilder) aus Halle. Man erkennt heute ganze Strßenzüge nicht mehr wieder …

  5. flash, und wenn die letzten verbleibenden Häuser endlich abgerissen oder saniert sind, sind die ersten neuen schon wieder in erbärmlichen Zustand…

    suriel, danke!

    Chlorine, darüber könnte man wahrscheinlich ein ganzes Blog führen! Aber evtl. nicht lange, da einem die Augen übergehen.

    Thomas, das gilt wohl für viele Städte, nicht nur im Osten (dass sie sich schnell verändern).

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