Archiv für den Monat: September 2008

The Wave Pictures in concert

Die Aufarbeitung meines Englandurlaubs geht weiter mit dem ersten von vier Konzerten, die ich bei dieser Gelegenheit besucht habe. Den Anfang machen die Wave Pictures, die als Vorband von Jeffrey Lewis aufgetreten sind.

Die Jungs spielten natürlich hauptsächlich Songs aus dem aktuellen Album Instant Coffee Baby (meine Rezension) und der EP Just Like a Drummer, aber auch ältere Songs wie Now You’re Pregnant, das von Drummer Jonny vorgetragen wurde. Die Setlist war wie folgt:

  1. Blue Harbour
  2. Too Many Questions
  3. Kiss Me
  4. If You Leave It Alone [neu]
  5. Hotels and Motels
  6. Someone I Care About (John Richman cover)
  7. Now You’re Pregnant
  8. Instant Coffee Baby
  9. Strange Fruit for David

Als optische Auflockerung ein paar Bilder, die zwar nur Handyqualität haben, aber nichtsdestotrotz einen guten Eindruck vermitteln. Angefangen mit dem Trio in Standardaufstellung:

The Wave Pictures in concert

Beweisfoto: Cornish Pasty im Lake District

Bin frisch zurück aus dem Urlaub und deswegen wird es hier in den nächsten Tagen ein paar England-bezogene Beiträge geben. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich zeigen, doch es wird abwechslungsreich…

Den Anfang macht das versprochene Beweisfoto von einer kulinarischen Köstlichkeit aus Cornwall (Südwesten), die ich im Lake District (Nordwesten) genossen habe. Auf die Idee gebracht hat mich caesar, der in seinem Gastbeitrag hier ein Rezept für Cornish Pasties with Tuna präsentiert hatte. Wie der Zufall so will, bin ich nach Lesen des Beitrags in Keswick (sprich: Kesik) über einen Laden gestolpert, der ebenjene Cornish Pasties verkauft. Da ich kein Vegetarier bin, habe ich mir die Sorte “Large Traditional” gegönnt, die Rindfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln enthält. Einfach herrlich! Das Rezept werde ich bestimmt mal nachkochen (evtl. mit Fleisch statt Thunfisch).

So, genug auf die Folter gespannt, nun endlich das Beweisfoto:

Cornish Pasty im Lake District

PIL- Metal Box, werter Leser…

So jetzt sitze ich also da und soll ein Posting für 49suns schreiben. Julia ließ anklingen, daß sie es gerne lesen würde wenn ich über ein paar dieser jugendlichen Gitarrenbands herziehe und offenlege warum das alles nur ein Abklatsch ist und daß das alles und viel besser schon einmal früher dagewesen ist. Nur eben in einer anderen Verpackung. Gut – ich könnte hier also nun einmal eine Abhandlung schreiben warum ich die Arctic Monkeys nicht ausstehen kann. Und warum ich sie für ein überschätztes, von der Plattenfirma gehyptes Projekt halte.

Genauso gut könnte ich aber hier auch vernichtende 50 Zeilen über die von mir innig gehassten Ich & Ich schreiben oder mich über das widerlichste Buch aller Zeiten auslassen.

Machen wir aber nicht. Kürzlich erhielt ich abends eine mündliche Resonanz auf ein Posting bei Postpunk.de. Man wies mich darauf hin, nicht immer alles so negativ zu sehen und auch mal etwas positives zu schreiben. Das will ich dann heute auch zum Anlass nehmen und Ihnen ein großartiges, einst wegweisendes Album präsentieren, das der Großteil der anwesenden Leserschaft wohl nicht in seinem Plattenschrank führt. Obwohl es sich sehr schick machen würde.

Wie man einen verdammten Gastbeitrag schreibt…

…habe ich keine Ahnung. Weniger noch, um ehrlich zu sein. Doch das erste Mal darf auch mal weh tun.

Vier gastierende Mitstreiter zogen schon an mir vorbei und erweckten bei mir den Eindruck, als fiele es ihnen ganz und gar leicht, mal eben für ein anderes Blog etwas aus dem Ärmel zu schütteln. Ich fühle mich nicht im stande, diesen Monat noch etwas wissenschaftliches zu schreiben, von Dänischer Musik habe ich -lässt man die Olsen Brothers mal unter den Tisch fallen- keinen blassen Schimmer, habe nicht die Kraft, mich mit der Machete durch unsere Fernsehlandschaft zu kämpfen und um kulinarische Experimente zu wagen, habe ich momentan entschieden zu wenig Klopapier im Haus.

Was also tun, wenn man sich berufen fühlt, mal fernab der eigenen Ich-Bezogenheit tippend tätig zu werden? Ich beschäftige mich mit dieser Frage nun schon seit -na sagen wir- 2 Wochen und meine eigene weltrettungsbedingte Blogpause ließ mich mehr und mehr kreativ einrosten.

Dann hatte ich eine Idee.

Eigentlich mehr ein Bauchgefühl. Also vielmehr die Idee, über das Bauchgefühl zu schreiben. Nein, ich rede nicht von unserer Intuition, die uns die Richtung weist, sondern von dem, das dir durch Mark und Bein geht, wenn

  • du die Wohnungstür hinter dir zuknallst, aber der Schlüssel noch drinnen ist.
  • er/sie sagt “Ich muss mit dir reden!”.
  • dir die kulinarische Köstlichkeit auf den Verdauungsapparat geschlagen ist und du feststellst, dass das Klopapier alle ist.
  • [Bitte hier individuelles Schreckensszenario denken]

So richtig nah dran!

Wer meine Abenteuer in England verfolgt und auch sonst diesen Blog, weiss, dass ich letzte Woche bei einem Glasvegas-Konzert in York war. Meine eigene (Handy-)Kamera habe ich vergessen, aber ein paar Maedels, die ich dort getroffen habe, haben mir ihre Fotos geschickt. Das folgende Foto gewinnt keine Preise, aber es zeigt, dass wir ganz, ganz, ganz vorne gestanden haben…

Glasvegas-Konzert in York

Cornish Pasties with Tuna

Wie die aufmerksamen Leser dieses Blogs sicherlich wissen verweilt unsere liebe Julia noch für eine Zeit in dem Land, in dem das Bier warm ist, Fisch und Pommes keine getrennten Mahlzeiten darstellen und Wildschwein auch gerne mal in Minzsoße serviert wird.
Doch nicht alles kulinarische, was von der anderen Seite des Kanals kommt, muss zwangsläufig schlecht sein. Ein gutes Beispiel dafür sind Cornish Pasties, mit Rindfleisch und Gemüse gefüllte Teigtaschen. Diese wurden früher den Arbeitern in den Zinkminen zum Mittag von ihren Frauen mitgegeben. Ich habe das Rezept von einer Freundin, die grade für 6 Monate in Großbritannien war, habe es aber ein bisschen abgeändert. Deswegen hier heute: Die Pastie-Spacialedition mit Thunfisch zum Nachkochen.

Man braucht für den Teig für 6 Pasties:
– ca. 500 g Mehl
– 3 große oder 4 kleine Eier
– einen Schuss Milch

Und für die Füllung (reicht für ein bisschen mehr als 6 Pasties):
– 250 g TK-Gemüse, wobei Frisches natürlich auch geht, wahrscheinlich schöner ist, aber mehr Arbeit macht
– ein bisschen Sahne
– 200 g Thunfisch aus der Dose
– Pfeffer, Salz, Chilliflocken, Muskat

“Was würde Julia nur sagen?!” oder: “TV heißt doch eh total verrückt”

16:04. Das geht ja wunderbar los – Männlein gegen Weiblein und der Boxring nennt sich Titanic.. können wir nicht bitte mit Musik weitermachen.. oder noch besser.. MIT MUSIK ANFANGEN? Ich harre jetzt solang aus, bis wir Julias Blog vertretungstechnisch mit Musik, oder Dingen, die mal Musik werden wollen, füttern können.

… ich fühle mich bestraft, B-Promis kommentieren B-Movies mit B-Schauspielern und meine Vitamin-B-Vorräte reichen nicht aus, um dieses Programm sofort zu ändern.

16:08: Ohhh.. das waren die schönsten Liebesfilme und jetzt suchen sie Traumpaare. Denkt euch hier bitte temporär eine weiße Fahne, die ich hisse.

16:22 Ohh wunderschön, WERBUNG! I like to moo. Nein, was sind die Klingeltöne wieder kreativ, Schnuffel Reloaded heißt jetzt “Häschenparty” und muss dann wohl auch hinter vorgehaltener Hand bekichert werden. Häschen und Party, da denken doch 9 von 10 Zielscheiben etwas anderes. Und während ich diese Zeilen tippe.. wiederholen sie einfach die Werbung.

“Du wolltest schon immer deinen Schwarm nackt sehen?” Äh. Was für eine tolle Abzocke wird das bloß wieder sein und wen muss man dafür ins Krokodilbecken werfen? Merken wir uns mal fürs Protokoll: diese Programme können soviel, die können es dann in der Realität nicht oder es gibt sie einfach nicht, klingt logisch, oder? Eine Kassete mit Flügeln. Ein komischer Vogel der wie ein Kolibri aussieht und an die Seite von Coca Cola erinnert. Oh.. Graus, dieses Filmgebrabbel geht weiter. Der einzige Pluspunkt: eine kleine Topliste erwähnte “Little Miss Sunshine”. Reicht aber leider nicht aus, ich hisse die temporäre weiße Flagge, im Folgenden TWF genannt (und das bedeutet das, was da vorne steht und nicht Tiroler Wissenschaftsfonds. Wirklich.) Aber bevor die Flagge noch oben kommt informiere ich euch, denn ich befinde mich ja hier auf einem mehr als wissenschaftlichen Blog. “Die schönsten Film-Momente” – oder auch: wie man es via Mottosendung rechtfertigt, viel Bullshit zu zeigen und noch mehr Bullshit darüber in verbaler Form auf den Zuschauer loszulassen, um schließlich alles in ganz handliche Toplisten zu verpacken. Wollen Sie eine Schleife oder ein Sparabo dazu? Nicht? Sehr gut. TWF.

Julias Musikgeschmack vs. Konnas Music Mixtape (Dänemark Spezial)

Unsere gute Julia ist ja sehr vielseitig interessiert, was Musik angeht, aber ihre Vorliebe ist, wie wir ja alle wissen, das Indie-Genre. Dort kennt sie sich aus und das hört sie auch am liebsten. Ein Sub-Genre des Indies ist ja auch der Brit-Pop und während sich unsere Julia in dessen Mutterland aufhält, übernehme ich hier einfach mal für einen Beitrag das musikalische Kommando und gebe euch Musik aus einem Land, in dem ich mich vor kurzem noch aufgehalten habe: Dänemark!

Nun ist Dänemark wirklich nicht besonders bekannt oder berüchtigt für seine musikalischen Exporte. Das erste, was einem einfällt, sind Aqua und die Olsen Brothers, aber die locken ja niemanden mehr hinter einer brandneuen Glasvegas-CD hervor, erst Recht nicht Julia. Doch hat Dänemark weitaus mehr zu bieten, als man diesem kleinen Land zutraut und deshalb habe ich für Julia und ihre Leser (das seid ihr! ;) ) eines meiner berüchtigten Music Mixtapes zusammengestellt. Das Besondere: Alle Songs sind von dänischen Künstlern und in dänischer Sprache gesungen. Viel Vergnügen, oder: Have det sjovt!

TV-2 – De Første Kærester På Månen

Von TV-2 wird vielleicht der ein oder andere von euch schon gehört haben, denn die Pop/Rock-Gruppe gibt es schon seit 1981 und sie haben seit ihrer Gründung sage und schreibe 18 Alben rausgebracht. Sie bezeichnen sich selbst als “Dänemarks langweiligste Band”, was man beim Hören der Musik aber nicht unbedingt bejahen würde. “De Første Kærester På Månen” heißt der Song, den ich euch hier zeigen möchte. Übersetzt heißt das “Der erste Liebhaber auf dem Mond”. Na, das klingt doch mal vielversprechend! :)

Asterix und die Drahtpyramide in der Cimddologie

In den folgenden Zeilen finden Sie einen Gastbeitrag zur Cimddologie, deren gesamte Herrlichkeit Sie an dieser Stelle nachlesen können.

In Julias seriösem wissenschaftlichen Beitrag über Pyramiden als Wildschweinfallen und den Kommentaren dazu kam die Frage auf, ob schon Asterix oder später zu Zeiten der Völkerwanderung die Hunnen den Einfall (haha) gehabt haben, Wildschweine mit pyramidalen Drahtgestellen zu fangen, da Pyramiden besondere Kräfte nachgesagt werden – und ob damals der Draht schon erfunden war, z.B. indem Asterix und Obelix ein römisches Schwert in die Länge gezogen haben.

Wir von der cimddologischen Super-Forschung wollten der Sache auf den Grund gehen, und wie es für uns üblich ist, haben wir keine Lügen Kosten und Mühen gescheut, die universale Wahrheit zu erfinden herauszufinden. Da unsere Zeitmachine derzeit leider noch Probleme mit der Genauigkeit hat (entweder bewegt sie sich nur um Millisekundenbruchteile in die Zukunft oder um Billiarden Jahre in die Vergangenheit), mussten wir eine andere Lösung finden.

Zugute kam uns, dass, wie allgemein bekannt ist, Wasser ein Gedächtnis hat – und zwar ein extremst phänomenalstes Gedächtnis! In einem Ausmaß, das sich selbst die Kollegen aus der Homöopathie oder der Wasserbelebung, deren wissenschaftliche Standards fast so hoch sind wie unsere, nicht in ihren verworrensten Träumen vorgestellt hätten!

Da Asterix ja öfters die Schiffe der Piraten versenkt hat, war dies ein vielversprechender Ansatzpunkt. Nach genauester Analyse der Meeresströmungen der letzten 2000 Jahre, um die beste Stelle zu finden, haben wir also dem Wasser in Yokohama unsere Frage übergeben[1], und durch den darauffolgenden Konsum einiger Liter kühler Cervisia haben wir die Antwort erhalten: