Archiv für den Monat: Mai 2008

Filosofieren mit fotografierten Delfinen

Geneigter Leser, Sie (Du?) müssen (musst) jetzt stark sein! Der folgende Text ist der Versuch, einen sinnvollen Beitrag zu verfassen (auf diesem Blog Voraussetzung und Selbstverständnis) und dabei einen der seltsamsten Buchstaben des ABCs völlig außen vor zu lassen. Die Idee dahinter ist natürlich nicht bzw. nur indirekt auf meinem Mist gewachsen, doch finde ich sie einfach genial. Und wenn es dazu noch einen Gutschein für meinen Lieblings-Onlinehandelszentrum zu gewinnen gibt, dann wird hier geschrieben, was das Zeug hält.

Leider werden auf diesem Wege so einige Themen verwurschtelt, die ansonsten vielleicht die Ehre eines eigenen Beitrags gehabt hätten und vielleicht werde ich das bei Gelegenheit nachholen. Die einzelnen Themen sind durch Überschriften kenntlich gemacht und wer nicht die Zeit und die Ausdauer hat, alles zu lesen, möge sich einfach nur die für ihn relevanten Abschnitte zu Gemüte führen. Es lohnt sich in jedem Fall, denn oft erkennt man die Stellen, an denen man eigentlich ein Wort mit dem bösen Buchstaben erwarten würde, was durch Umformulierungen und Verwendung von Synonymen vermieden wurde.

Leaping Dolphins
Creative Commons License Foto Credit: Zest-pk
Nach dieser Einleitung zum Verständnis der Intention (sozusagen die Metainformation) geht es weiter mit dem eigentlichen Thema des Beitrags. Laut Überschrift soll es hier um niedliche Meeressäuger gehen, die bildlich festgehalten wurden und mit denen dann konversiert wird. Können Delfine das eigentlich? Ja, denn laut Douglas Adams’ Hitchhikers Guide to the Galaxy, dieser vierbändigen Trilogie in fünf Teilen sind Delfine die zweitintelligentesten Wesen der Erde (nach den Mäusen). Sie wissen um die bevorstehende Zerstörung der Erde und verschwinden als die Vogonen die Erde für einen interstellaren Highway in die Luft jagen[1]. Wie wir allerdings in So Long, and Thanks for All the Fish erfahren, wurde die Erde letztendlich verschont, doch die Delfine sind trotzdem verschwunden.

iPod macht Ihre Wäsche porentief sauber!

Oder wie sonst habe ich folgendes Suchergebnis zu interpretieren:

iPod-Waschmaschine

Bevor hier neugierige Fragen gestellt werden: das war natürlich rein aus Interesse, denn ich würde ja nie sowas kaufen!

Liedzeilen-Quiz #24

Huch, schon wieder Donnerstag… Beinahe hätte ich das Liedzeilen-Quiz vergessen. Ihr habt hoffentlich auch dran gedacht und ratet fleißig mit, welcher Song aus den 80ern, 90ern oder 00ern heute gesucht wird. Wie immer sind Kommentare auch ohne Lösungsvorschlag erlaubt und erwünscht und ich bemühe mich alle im Spam oder der Moderation gelandeten Kommentare zu retten. Wer zum ersten Mal dabei ist, kann am Ende des Beitrags die Regeln nachlesen.

  • Der heutige Song sollte zumindest von der Melodie bekannt sein, doch der Text ist komplett anders und bezieht sich auf ein Ereignis, das (sehr) indirekt mit einem Film zu tun hat, der letzte Woche gestartet ist. In den gesuchten vier Zeilen wird die Zukunft vorweg genommen, aber schließlich ist der Song auch nur der Anfang.

Auflösung: Gesucht war The Saga Begins, in dem “Weird Al” Yankovic zur Melodie von Don McLeans American Pie eine Star Wars Episode I-Parodie singt. Und Andreas wusste als erster die Verbindung “mit dem Finger durch das Ohr ins Auge” von Star Wars zu Weird Al und dass die gesuchten Zeilen im Refrain zu finden sind.

Zum Vergleich den Text von American Pie und The Saga Begins. Das Video ist ebenfalls einen Blick wert.

Song des Tages: Architecture in Helsinki – Heart it Races

Der heutige Song fällt etwas aus der Reihe bzgl. meines Musikgeschmacks, denn es finden sich deutliche Elektronikklänge[1]. Doch zusammen mit den Basstrommeln, Steeldrums und Chorgesängen macht sich das unheimlich gut. Der eigentliche Gesang ist ohrwurmverdächtig (“Heart it Raaaaces”) und die Melodie sehr eingängig.

Die Musik ist schon ziemlich abgefahren, aber auch das Video hat es in sich: die Gruppe wandelt mit riesigen Hüten und seltsamen Puppen vor der Brust durch die Gegend und irgendwann gibt es dann auch noch UV-Neon-Lichter.

Mich hat es jedenfalls so begeistert, dass ich sogar das Album gekauft habe (Kritik folgt), auch wenn die Musik für mich erstmal ungewöhnlich klingt und ich vor einigen Monaten nie in Erwägung gezogen hätte, mir sowas zuzulegen.

Nachtrag: Song kostenlos runterladen bei Nicorola (Tipp von beetFreeQ)

  1. Wer generell solche Musik mag und sich damit auskennt, möge mir diese ungenaue Formulierung verzeihen. []

Meine Suchmaschine versteht mich!

Das Kommentieren der schönsten und lustigsten Suchanfragen ist ein äußerst beliebter Bloggersport und auch ich kann mit dem nicht mehr länger verschließen. Bieten sich hier doch ungeahnte Möglichkeiten des Sich-Lustig-Machens über Menschen, die ihre Suchmaschine für einen ebensolchen halten.

Suchanfragen sind fett hervorgehoben, der Rest stammt aus meiner Feder.

lieder seite ( da wo man lieder auf eine cd machen kann) Also ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber in Büchern und Zeitschriften habe ich noch selten Lieder gefunden und erst Recht keine, die man auf CD “machen” kann. Sollte ich die Frage völlig missverstanden haben, dann guck mal bei den Brennprogramm-Tipps bei Caschy.

beim entr Wollt ich auch gra

hier steht die porta nigra Wenn du sie schon gefunden hast, warum suchst du sie dann noch?!?

suchen ständig eigene tracks Ja, geht mir auch so. Die vielen Tracks, die ich mein Eigen nenne, gehen ständig verloren und dann suche ich danach. Oder bist du Spurenleser? (engl. tracks)

wie behandle ich holzbank Am besten gaaaaaaanz vorsichtig, damit sie sich nicht beleidigt fühlt!

band namen die es noch nicht gibt Wir sind hier auf ein Paradoxon gestoßen! Wenn es den Namen noch nicht gibt, dann steht er nirgends geschrieben und dann kann man nicht danach suchen…

war heute beim optiker muss brille tragen Glückwunsch! Allerdings bist du sicherlich kein Einzelfall (naja, vielleicht nicht unbedingt heute) und für eine Brille ist der Optiker die richtige Adresse.

Jetzt im 49suns-Radio: Songs mit Rock ‘n’ Roll im Titel

Mein Laut.fm-Radio hat eine komplette Überarbeitung erfahren und enthält jetzt nur Songs, die Rock ‘n’ Roll im Titel haben. Auf die Idee brachte mich die Nachbarstation Hauptpost, wo mein 49suns-Radio als Rock ‘n’ Roll-Radio angepriesen wurde.

Zum Hören einfach die Seite http://www.laut.fm/49suns aufrufen oder diese Adresse im bevorzugten MediaPlayer einfügen (Anleitung für MediaMonkey). Für iTunes und Winamp gibt es Streamlinks auf der Radioseite.

Momentan ist die Liste noch alphabetisch sortiert, aber das wird sich spätestens morgen ändern.Das Radio läuft im Shuffle-Modus.

Rock'n'Roll Heroes Pt 1Rock'n'Roll Heroes Pt 2
Fotos: von Jonathan Lehrfeld mit CC-Lizenz

100 Minuten verschlafen

Ist es möglich unglaubliche 100 Minuten zu verschlafen? Viele werden jetzt inbrünstig “Ja” rufen (oder denken) und das mag für diejenigen dann auch stimmen. Doch lenken wir unsere Aufmerksamkeit mal kurz auf die Schreiberin dieser Zeilen. Sie ist das, was man allgemein als Frühaufsteher bezeichnen würde (eine so genannte Lerche) und selbst am Wochenende ist das Aufstehen nach neun Uhr eine Seltenheit.

Unter der Woche klingelt der Wecker schon vor sieben Uhr und das ist selten problematisch, denn unsere Lerche ist fast immer schon vorher wach. Fast immer. Gestern begab es sich nun, dass durch eine zufällige, seltsame Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum die Lerche einfach schlief und schlief und schlief. Der Wecker war nach dem wochenendlichen Ausschalten nicht wieder in Funktionsbereitschaft gesetzt worden und somit fiel auch dieser gewaltsame Rettungsanker aus.

Ganze 100 Minuten verschlafen! Zum Glück stand kein wichtiger Termin an, aber wer es gewöhnt ist, morgens die Ruhe vor dem Sturm (bevor die Kollegen kommen) zu nutzen und genießen, für den ist das ärgerlich.

Bis ich eine Erklärung für diese Ausnahmesituation gefunden habe (jedenfalls kein zu spätes Zubettgehen), bitte ich um Lösungsvorschläge. Vielleicht gab es ähnliche Vorkommnisse anderswo in Deutschland?

Nachtrag: Dieser Beitrag wurde exakt zu dem Zeitpunkt veröffentlicht, zu dem 24 Stunden zuvor die Lerche einen ersten Blick auf den Wecker warf. Zufall?

Albumkritik: The Wave Pictures – Instant Coffee Baby

So schnell kann es gehen: Letzte Woche Samstag habe ich zum ersten Mal (bewusst) von den Indiepoppern The Wave Pictures gelesen und gehört. Wie Nico auch habe ich kurzentschlossen das Album beim Label bestellt, die Lieferung ging Montag raus und war am Freitag schon bei mir. Ja, und heute präsentiere ich das Album Instant Coffee Baby im Rahmen des 49 Suns CD-Projekt 2008.

Angefangen hat alles mit dem “Instant Coffee Baby” track by track guide by David Tattersall of The Wave Pictures, in dem der Sänger zu jedem Stück ein paar Worte zur Instrumentierung, der Entstehungsgeschichte und/oder dem Text zum Besten gibt. Nach einem kurzen Reinhören in die Musik (bei Last.fm und MySpace) habe ich bei Moshi Moshi Records die CD bestellt. Dass es als Bonus acht weitere Songs gratis dazu gab, hat die Entscheidung nur noch beschleunigt.

Nachdem ich nun so ein Loblied gesungen habe, wird es Zeit mal was über den Musikstil zu sagen. Wir haben es hier mit energiegeladenem, gitarrenlastigen, experimentierfreudigem Indiepop zu tun. Einen sehr guten Eindruck bekommt man durch die beiden Singles Strange Fruit for David (Video) und I Love You Like a Madman (Video). Erstere hat die wirklich bahnbrechend-philosophischen Zeilen

Heute ans Handtuch gedacht?

Towel Day 2008

Heute ist Towel Day und jeder sollte den ganzen Tag eins dabei haben, denn wie Douglas Adams in Per Anhalter durch die Galaxis schrieb

Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.