Archiv für den Monat: März 2008

Eigene Musik online hören: Vergleich von tunesBag und laut.fm-Radio

In den letzten Tagen habe ich zwei relative neue Musikservices testen können, die es ermöglichen, Musik online zu hören und zwar Musik, die man selber und andere Nutzer dort hochgeladen haben. Sind sie einmal online verfügbar, kann man sie an jedem beliebigen Ort (mit Internetzugang) hören.

Beide Services sind zur Zeit im Betastadium und nur mit Einladung zugänglich. Beim laut.fm-Radio kann man sich als DJ bewerben und bekommt dann im positiven Fall eine Einladung per E-Mail. Für tunesBag habe ich einige Einladungen zu vergeben, die gerne per Kommentar beansprucht werden können (gültige E-Mail-Adresse angeben).

Um einzuschätzen, ob es sich lohnt, bei einem der Services mitzumachen, werde ich hier versuchen, einen kurzen Erfahrungsbericht mit Vor- und Nachteilen zu geben. Da sie sich wie gesagt jeweils im Betastadium befinden, werde ich Fehler nicht zu schwer gewichten.

laut.fm (User Generated Radio)

Seit letztem Mittwoch ist das laut.fm-Radio echt vom Nutzer beeinflussbar, wie es in der offizielle Mitteilung heißt:

Wir nennen es “user generated radio“: Anmelden, Musik hochladen oder aus dem großen laut.fm-Pool auswählen, Playlist erstellen, senden. So einfach kann Webradio sein. Und das alles kostet Euch: nichts. GEMA-Gebühren, GVL-Abgaben und Streamingkosten tragen wir. Bitte, gerne. Dafür dürfen wir in den laut.fm-Streams Werbung schalten (wenn wir irgendwann Kunden dafür gefunden haben). Fairer Deal?

Die Betonung liegt hier auf der Legalität, die nicht bei allen solchen und ähnlichen Angeboten gegeben ist. Wer sich also deshalb bisher zurückgehalten hat, der kann hier nun beruhigt zugreifen. Es gelten gewisse Einschränkungen, wie z.B. keine Programmvorschau, maximal drei Titel von einem Album und Künstler, keine Bootlegs etc. (siehe AGBs § 7), eben typisch Radio. Außerdem muss das Programm mindestens eine Stunde lang sein.

Last.fm kann hellsehen (und eine Ankündigung)

Last.fm kann in die Zukunft schauen

Die wissen, was ich innerhalb der nächsten Dreiviertelstunde an Musik höre. Unheimlich, oder?

PS: Musik hören kann man jetzt auch hier live mit meinem Laut.fm-Radio (mit U – kein S). Leider nur auf der Startseite, da muss ich nochmal gucken. Sollte jetzt auf allen Seiten funktionieren.

PPS: Heute (oder evtl. morgen) gibt es hier einen Vergleich des Laut.fm-Radios (meine Station) mit tunesBag. Man darf gespannt sein.

PPPS: Ich habe 20 Einladungen für tunesBag. Bitte melden, wer möchte. Einfach Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse hinterlassen.

Quitschbunte Spießerei (Tatort: Erntedank e.V.)

Ein Baby, ein Baby! Charlotte Lindholm wurde Mutter, den Vater kennt man nicht und weil sie auch im Mutterschutz zuviel arbeitet, entdeckt sie sogar in der Kleingartenkolonie ein Verbrechen. (mehr Infos)

Ich würde das jetzt nicht als klassischen Tatort bezeichnen und finde das auch gut so. Man kann ja nicht dieselbe Geschichte 700 Mal erzählen (das war Tatort Nummer 693). Allerdings hätten sie es mit der nervigen Trompete nicht so übertreiben sollen. Dazu fällt mir eine Anekdote ein, die ich kurz dazwischen schiebe. Das war damals im Kino und es lief ein Thriller oder Suspense oder wie man das nennt (What Lies Beneath/Schatten der Wahrheit). Der Film war immerhin so gut, dass ich wissen wollte, wie er ausgeht. Aber ich war mehrfach kurz davor, das Kino zu verlassen wegen dieser elendigen Trompete. Die hat mir wirklich körperliche Schmerzen bereitet. Und gestern beim Tatort gab es die wieder. GRÄSS-lich!

Eine Herausforderung für die Augen gab es auch, nämlich knallige Farben in unmöglichen Kombinationen! Überall! Wo man hinguckt! Kein Entrinnen!

Grundsätzlich alle Wände waren bunt, meistens knallorange, ab und zu unterbrochen durch Türen in blutrot oder grellgelb. Angefangen hat es mit Martins Weste in rot (in Kombination mit einem olivfarbenen Pulli – Hallo?), die er im Garten mit einer tiefblauen Schürze garnierte.

Der Farbenhöhepunkt war das Verhör des Mannes von Frau Klose-Sanders (also entweder Herr Klose oder Herr Sanders). Auf einem orangen Stuhl sitzt der Verdächtige und trägt ein rotes Jackett mit orangenen Pulli, Frau Lindholm einen blauen Pulli (wo ein gelber Kragen rausguckte) und die andere Kommissarin (Schmidt-Rohrbach) einen gelben Pulli (oder Bluse oder sowas). Alle drei im Bild und es gehen einem die Augen über!

Foto-Projekt 52 Thema #13: Zeigt her Eure Schuh

Projekt 52Diese Woche gab es eine ungewöhnliche Herausforderung beim Projekt 52[1] mit dem Thema Zeigt mir Eure Füße bzw. Schuhe. Sari schreibt dazu

Ich liebe Fußfotos, ich finde sie genial, sie zeigen einem die Welt aus einem vollkommen anderem Blickwinkel. Demnach möchte ich diese Woche gerne Fußfotos von Euch sehen. [...] Und nun werdet zu Wanderern und zeigt uns Eure Welt aus der Fußperspektive…

Das bezeichne ich deswegen als Herausforderung, weil es fast zu simpel ist und deswegen leicht banal werden kann. Auch ich habe mir nicht viel einfallen lassen und meine Schuhe auf die Fensterbank gelegt, zwischen die Pflanzen, die ich mal vor Jahren mit Überaschungsei-Adventskalender-Figuren behangen habe.

13 Schuhe

So ganz gefällt mir das Foto nicht, da die Farben zu ungesund wirken. Ein blauer Himmel würde vielleicht besser passen. Obwohl es so sehr unwirklich ist, was die Stimmung gut unterstreicht. Auch den Aufbau finde ich ganz gut. Oder ist der gerade nicht gelungen? Kritik anyone? Nur her damit!

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Albumkritik: Jesse Malin – Glitter In The Gutter

Schon drei Wochen seit der letzten Albumkritik, da wird es wieder Zeit für einen Beitrag für das 49 Suns CD-Projekt 2008. Zum ersten Mal widme ich mich heute einem Solokünstler. Jesse Malin könnte man als einen dieser amerikanischen Singer/Songwriter bezeichnen (mit Punkrock-Wurzeln) und diese Richtung ist eine weitere meiner Lieblingsmusikrichtungen. Wahrscheinlich werden die nächsten Albumkritiken dementsprechend angehaucht sein.

Bevor wir aber in die Zukunft schweifen, konzentrieren wir uns auf Glitter In The Gutter, dem dritten Album von Jesse Malin (rechtzeitig bevor In Your Sleeve im April erscheint). Punkte werden heute keine vergeben, da ich entweder 4 oder 4,5 von 5 Punkten geben würde und das wäre langweilig. Die Beschreibungen der Songs würden auch recht ähnlich klingen und deswegen werde ich nur vier aus den dreizehn Songs herausgreifen und diese näher besprechen.

Zwei Musikhölzer (es wird emotional und statistisch)

Achtung Stöckchencontent! [???] Schon wieder zwei Stöckchen auf einmal, das wird irgendwie zur Gewohnheit, aber nur eins davon wurde mir auch zugeworfen (von Heuni), das andere nehme ich mir laut Aufforderung mit (bei Sascha).

Emotional

1. Nenne einen Song, der Dich vom Text ganz besonders berührt und begründe.
Darf es sowas offensichtliches sein wie Imagine? Eigentlich jedes Mal, wenn ich den Song bewusst höre, bekomme ich Gänsehaut. (Video in guter Qualität, Hintergrundinfos)

2. Nenne einen Song, der Dich von der Musik ganz besonders berührt und begründe.
Da würde ich gerne Daddy’s Gone von Glasvegas sagen, aber langsam wiederhole ich mich und deswegen sage ich Never Going Back Again von Fleetwood Mac. Da berührt mich vor allem die Musik, denn viele Jahre kannte ich das Stück schon, bevor ich überhaupt wusste, dass das von Fleetwood Mac ist. Mein Vater hat das oft auf der Gitarre gespielt und ich dachte immer, das sei ein Instrumentalstück. Bis ich dann eines Tages den Song im Original gehört habe und dadurch Fleetwood Mac entdeckt habe, die heute zu einer meiner Lieblingsbands gehören. Von daher hat der Song wirklich musikalisch eine Bedeutung für mich. (in voller Länge anhören)

3. Welchen Song hättest Du gerne geschrieben und warum?
Heunis Antwort Last Christmas wäre eine gute Wahl, aber wenn es nicht ums Konto geht, dann wähle ich Tougher Than The Rest von Bruce Springsteen, eine eindringliche Liebeserklärung, die gleichzeitig romantisch und realitätsnah ist. (in voller Länge anhören, Video)

Liedzeilen-Quiz #15

Nach einer Woche Pause geht es wie gewohnt weiter mit dem Liedzeilen-Quiz. Ich bin versucht, dieses Mal mit dem nächsten Tipp etwas länger zu warten, damit auch denjenigen eine Chance gegeben wird, die nicht gleich um 16 Uhr reinschauen können. Aber vielleicht wird es auch sofort gelöst. Wir werden sehen. Wer zum ersten Mal dabei ist, kann am Ende des Beitrags die Regeln nachlesen.

  • Heute erfahren wir von einer weiblichen Solokünstlerin, wie ihre Elten ihr das Leben schwer machen. Der Songtitel verrät einen Ausweg aus dieser Situation. (8 Zeilen)
  • [nach 2 Stunden] Das selbstbetitelte Debutalbum der Sängerin war ein großer Erfolg, den sie leider nicht wiederholen konnte. Thematisch geht es wie im gesuchten Song meist um die Probleme der Unterschicht in den USA.
  • [nach 3 Stunden] Die im Song beschriebene motorisierte Lösung ist eher ein Zweckbündnis und es ist fraglich, ob der Plan überhaupt in die Tat umgesetzt wird. Vielleicht hilft noch der Tipp, dass der Erfolg des Songs durch das Vortragen auf der Geburtstagsfeier eines berühmten Ex-Häftlings herrührte.
  • [nach 4 Stunden] Es handelt sich hier um eine schwarze Folk-Sängerin und offensichtlicher als “motorisiert” kann man den Songtitel nicht angeben.

Auflösung: Gesucht war Fast Car von Tracy Chapman (Text) und tief in der Nacht versuchte der Postpunk sich an der Übersetzung der gesuchten Zeilen

You see my old man’s got a problem
He live with the bottle that’s the way it is
He says his body’s too old for working
I say his body’s too young to look like his
My mama went off and left him
She wanted more from life than he could give
I said somebody’s got to take care of him
So I quit school and that’s what I did

Der Song ist wirklich fantastisch, wie überhaupt das ganze Album (für 7 Euronen bei Amazon[Partner-Link]). Leider gibt es kein Video, sondern nur den Song bei YouTube.

Song des Tages: The Indelicates – America

Morgen erscheint das Debütalbum der Indelicates und bei nicolora gibt es eine Albumkritik und ein Video, die mich überzeugt haben, das Album gleich im April zu kaufen. The Indelicates waren mir zum ersten Mal vor zwei Monaten aufgefallen mit Julia, We Don’t Live In The ’60s (Video).

Deshalb auch an dieser Stelle das Video zu America, wo mir Song und Video ausgesprochen gut gefallen.

MBBDBWBSZZMDSBL (BLogo 2008 gesucht)

MBBDBWBSZZMDSBL

Mein neuer Header hat es sich kaum bequem gemacht, da muss er schon wieder antreten und zwar als BLogo bei MBBDBWBSZZMDSBL (marketing-blog.biz, das Besserwerberblog, sucht zum zweiten Mal Deutschlands schönstes Blog-Logo). Bisher haben sich schon sehr, sehr viele sehr, sehr schöne BLogos beworben (bisherige Beiträge, merken: Startnummer 57 ist am schönsten!) und Alex, der begabte und kreative und geniale Künstler, der meinen Header erstellt hat, schlug mir vor, doch auch teilzunehmen (via) quasi in Konkurrenz zu sich selber.

Laut Pressemeldung kann man sein/en Blog-Logo/Header bis 13. April einschicken und dann wird der Sieger durch eine Online-Abstimmung und eine Jury bestimmt. Als Anreiz gibt es außer Ruhm und Ehre zusätzlich eine Menge lukrative Preise zu gewinnen (u.a. einen Schokobrunnen(!) und Gutscheine für Konzerte und Amazon).