Asterix und die Drahtpyramide in der Cimddologie

In den folgenden Zeilen finden Sie einen Gastbeitrag zur Cimddologie, deren gesamte Herrlichkeit Sie an dieser Stelle nachlesen können.

In Julias seriösem wissenschaftlichen Beitrag über Pyramiden als Wildschweinfallen und den Kommentaren dazu kam die Frage auf, ob schon Asterix oder später zu Zeiten der Völkerwanderung die Hunnen den Einfall (haha) gehabt haben, Wildschweine mit pyramidalen Drahtgestellen zu fangen, da Pyramiden besondere Kräfte nachgesagt werden – und ob damals der Draht schon erfunden war, z.B. indem Asterix und Obelix ein römisches Schwert in die Länge gezogen haben.

Wir von der cimddologischen Super-Forschung wollten der Sache auf den Grund gehen, und wie es für uns üblich ist, haben wir keine Lügen Kosten und Mühen gescheut, die universale Wahrheit zu erfinden herauszufinden. Da unsere Zeitmachine derzeit leider noch Probleme mit der Genauigkeit hat (entweder bewegt sie sich nur um Millisekundenbruchteile in die Zukunft oder um Billiarden Jahre in die Vergangenheit), mussten wir eine andere Lösung finden.

Zugute kam uns, dass, wie allgemein bekannt ist, Wasser ein Gedächtnis hat – und zwar ein extremst phänomenalstes Gedächtnis! In einem Ausmaß, das sich selbst die Kollegen aus der Homöopathie oder der Wasserbelebung, deren wissenschaftliche Standards fast so hoch sind wie unsere, nicht in ihren verworrensten Träumen vorgestellt hätten!

Da Asterix ja öfters die Schiffe der Piraten versenkt hat, war dies ein vielversprechender Ansatzpunkt. Nach genauester Analyse der Meeresströmungen der letzten 2000 Jahre, um die beste Stelle zu finden, haben wir also dem Wasser in Yokohama unsere Frage übergeben[1], und durch den darauffolgenden Konsum einiger Liter kühler Cervisia haben wir die Antwort erhalten:

Obelix hatte, um sich von seinem Liebeskummer abzulenken, alleine mehrere römische Schwerter in die Länge gezogen, zu einer Drahtrolle aufgewickelt und diese weggeworfen. Sie wurde von Mystix Durchgeknalltix gefunden, der zwar mit Pyramiden und anderen energetisch günstigen Gebilden zur Wildschweinjagd experimentiert, diese aber als zu inneffizient verworfen hatte – er konnte keine Wildschweine damit fangen[2]; seine Forschungsergebnisse gingen verloren und wurden erst einige Jahrhunderte später vom Hunnen Ibalac wiedergefunden, der die großen Drahtgebilde zu Kraftübungen in äußerst komplexe kleine Gebilde verbog und teilweise aufrollte – und überrascht feststellte, dass manche davon Wildschweine sogar magisch anziehen! Jau!

Allzu lange konnte er sich über seine Erfolge aber nicht freuen, denn er verschwand unter mysteriösen Umständen, mutmaßlich in eine andere Dimension ohne Wildschweine.

Wir sehen also: Das ganze war etwas komplizierter als zuerst vermutet, aber mit der neuestesten Wissenschaft lässt sich jeder Unsinn begründen. Oder so.

  1. wir haben auf lateinisch liebevoll ins Meer gepinkelt []
  2. wie denn auch, Obelix hatte schon alle aufgefuttert []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Asterix und die Drahtpyramide in der Cimddologie“

  1. Der Hinkelstein ist eine Pyramide, nur in ein paar Dimensionen anders ausgerichtet; uns auf 3 Raumdimensionen Beschränkten erscheint er deswegen eben anders. 😛

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