Pyramiden als Wildschweinfallen

Es folgt ein total seriöser, wissenschaftlicher Beitrag, der ernst genommen werden möchte!
Wie ich vor einem halben Jahr berichtete, gab es Studien in denen „bewiesen“ wurde, dass der Aufenthalt in Pyramiden stresssenkende Wirkung hat. Auf dieses Thema kamen wir heute zufällig im Büro zu sprechen und wir haben uns da noch einmal im Internet umgesehen und sehr aufschlussreiche Dinge gelernt.

Eine sehr informative Seite ist hier pyramiden-kraft.eu, wo man Pyramiden in verschiedenen Größen und auch Wünschelruten käuflich erwerben kann. Daneben gibt es einige Sätze zur Geschichte der Pyramiden. In Ägypten natürlich. Und dabei wird die unglaublich erstaunliche und weltbewegende Tatsache verkündet, dass der Umfang der Pyramide dividiert durch die doppelte Höhe der Pyramide die Kreiszahl PI ergibt. Wer jetzt denkt, dass die Ägypter das absichtlich so gemacht haben, der ist völlig auf dem Holzweg! Denn, so wird auf der Seite berichtet, die Zahl wurde erst im 6. Jahrhundert von unseren Mathematikern entdeckt. Jawoll! Von unseren Mathematikern. Im 6. Jahrhundert. So steht es da!

Wer jetzt immer noch nicht überzeugt ist von den übersinnlichen Fähigkeiten der Ägypter (oder waren bzw. sind die Pyramiden übersinnlich?), der möge bedenken, dass im sechsten Jahrhundert hierzulande das stattfand, was man heute als Frühmittelalter bezeichnet. Ein kleines Zitat aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel (Hervorhebung von mir):

Nachdem viele germanische Stämme schon ab dem 1. Jahrhundert nach Süden drängten, wird seit dem Einfall der Hunnen 375 von der Völkerwanderung gesprochen, die im 5. Jahrhundert ihren Höhe-, im 6. Jahrhundert ihren Schlusspunkt fand und 476 zum Untergang Westroms führte.

Und damit sind wir schon fast bei der in der Überschrift angekündigten Wildschweinfalle. Wie wir durch unsere Asterix-Vorbildung wissen[1], gingen alle völkerwanderischen Stämme besonders gerne auf Wildschweinjagd. Da nun nicht alle so einen tollen Zaubertrank zur Verfügung hatten, mussten sie sich anders behelfen. Und da kommen die Pyramiden ins Spiel! Das Nebenprodukt zur Bestimmung der Kreiszahl (Wie viele Wildschweine durchschnittlicher Länge passen in einen Kreis mit vorgegebem Durchmesser?) war die Erfindung der erwähnten Pyramiden. Man muss sich nur einmal kurz vorstellen, wie so ein pyramidiales Drahtgestell[2] die Borstentiere einfangen würde und schon ist sonnenklar, dass wir es wirklich mit einer geradezu idealen Wildschweinfalle zu tun haben!

  1. Jaja, das war 50 v. Chr., aber wir wollen hier nicht kleinlich sein! []
  2. Hatten die Völkerwanderer den Draht schon erfunden? Wir gehen der Einfachheit halber davon aus! []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

6 Gedanken zu „Pyramiden als Wildschweinfallen“

  1. Was den Draht betrifft: Im Zweifelsfall lässt du eben Asterix (mit Zaubertrank) und Obelix ein römisches Schwert in die Länge ziehen, dann hast du sicher genug Draht.

  2. cimddwc, das wäre natürlich eine Möglichkeit. Hätte allerdings den Nachteil, dass da noch eine Zeitmaschine in die Geschichte eingebaut werden müsste (falls die Nachfrage nach Fallen steigt…)

    tobi, solange es nur der Text ist 😉

    Chlorine, wie immer findest du die wirklich interessanten Aspekte! Aber solange die Zeitmaschine noch nicht fertig ist, wird deine Frage unbeantwortet bleiben!

    postpunk, das hier ist erst der Anfang harharhar!

Kommentare sind geschlossen.