Buchempfehlung: Tonke Dragt – Die Türme des Februar

Heute gibt es eine ungewöhnliche Buchempfehlung, denn Die Türme des Februar ist meiner Meinung nach besonders geeignet für ältere Kinder und Jugendliche (12-15 Jahre). Ich habe es in dem Alter tatsächlich das erste Mal gelesen, habe es aber kurzentschlossen nochmal gelesen nachdem boff es in einem Beitrag erwähnte. Und die Besprechung hier gibt es, weil oldman dies vorgeschlagen hatte.

Alleine daran, dass ich es nochmal gelesen habe, zeigt schon, dass ich damals recht angetan war. Es ist ein ungewöhnliches Buch und zu viel vom Inhalt werde ich nicht verraten, da es sonst das Lesevergnügen schmälern würde. In diesem Falle rate ich auch vom Bemühen von Suchmaschinen ab, da schon die ersten Ergebnisse (zu) viel verraten. Eine thematische Einordnung ist schwierig, es schwankt zwischen Abenteuer, Philosophie, Erwachsenwerden und einfach schön erzählter Geschichte.

Inhalt. Der Ich-Erzähler befindet sich an einem unbekannten Strand und er weiß nicht, wer und wo er ist, was er dort tut und überhaupt ist alles erstmal seltsam. Nach und nach entdeckt er die Zusammenhänge und der Leser erfährt dies in Form seiner Tagebuchaufzeichnungen. Laut Vor- und Nachwort hat die Autorin diese angeblich übergeben bekommen und in kaum abgeänderter Form veröffentlicht. Wen die Kapitelüberschriften ansprechen, dem gefällt sicherlich auch das Buch (auch wenn man wie ich doppelt so alt wie die Zielgruppe ist):

  1. Wer bin ich? 30. Februar bis 23. März, ohne Jahreszahl
  2. Bin ich das gewesen? 1. Februar bis einschließlich 29. Februar 1964
  3. Welches Wort? 23. März bis einschließlich 1. April, ohne Jahreszahl
  4. Epilog Tagebuch-Fragmente: von Mai 1964 bis 29. Februar 1968

Informationen zum Buch und zur Autorin. Ich war überrascht, als ich herausfand, dass das Buch schon 1973 veröffentlicht wurde (ich habe es Anfang der 90er gelesen) und dass die bekanntesten Bücher von Tonke Dragt (Der Brief für den König, Der Wilde Wald) aus den 60ern stammen. Sicherlich kennen die meisten diese Bücher, aber die sind eher für jüngere Kinder und auch thematisch nicht mit Die Türme des Februar vergleichbar. So, oldman, würdest aufgrund dieser Beschreibung das Buch lesen?

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

8 Gedanken zu „Buchempfehlung: Tonke Dragt – Die Türme des Februar“

  1. Nach der Rezension auf jeden Fall! Die Thematik spricht mich sehr an. Bisher waren mir die Titel völlig unbekannt. Dieses Buch werde ich lesen, lasse dann von mir hören – Danke für den Artikel!!

  2. Das Buch hat bis auf seine Genialität wirklich nicht viel mit ihren anderen Büchern gemeinsam und ist im Gegensatz zum Rest auch gut für Leser über 18 geeignet.

    Das mit den frühen Veröffentlichungsdaten wusste ich auch noch nicht, aber dafür lebe ich wohl auch einfach zu kurz. Ich habe die Bücher alle so um 2005 gelesen, damals waren „Der Brief für den König“ und „Der Wilde Wald“ irgendwie in einem Aufschwung, der mich mitgerissen hat.

  3. Kann ich auch empfehlen. Habe ich als Kind sehr gerne gelesen. Sehr gut sind auch: „Der Bief für den König“ und der zweite Teil, „Der wilde Wald“. Habe ich auch mehrmals verschlungen.

  4. einfach langweilig zu lesen. Im Prinzip passiert nichts, die Story hat keinen Höhepunkt oder wirkliche Spannung, man weiß´eigentlich nicht wirklich was das GAnze eigentlich sein soll und es wird im Verlauf des Buches immer komischer, aber ohne zu beeindrucken sondern eifnach komisch komisch.. Muss sagen ich bereue die 30 Euro die ich dafür ausgegeben habe.

  5. Spielerobin, danke für deine (sehr abweichende) Meinung. Aber warum hast du dafür 30 Euro ausgegeben? War das eine signierte Erstausgabe? Ein schneller Blick zu meinem präferierten Onlinehändler verrät, dass man das Buch schon ab vier Euro bekommen kann.

  6. das buch ist wirglich nicht so der hammer es gibt
    viel bessere bücher nie kommt was spannend des drin vor
    alles nur langweilig meine meinung:doof,lagweilig und doof

  7. Danke, Philipp, für deine fundierte Rezension. Doch auch wenn dir das Buch nicht gefiel, musst du nicht alle Regeln des Satzbaus ignorieren. Das würdest du ja auch nicht, wenn du einen Aufsatz darüber schreiben müssstest. (Oder?!?)

Kommentare sind geschlossen.