Foto-Projekt 52 Thema #25: Marodes

Projekt 52Mit meinem Beitrag zum Projekt 52[1] beschließe ich dieses fotografielastige Wochenende. Das Thema lautete Marodes und dafür gibt es in Greifswald recht viele Motive. Zumindest noch, denn die Anzahl baufälliger und verfallener Gebäude wird stetig durch Abriss oder Sanierung gemindert. Andererseits ist es erstaunlich, wie viele Wohnhäuser immer noch in desolatem Zustand sind, wenn man bedenkt, dass seit dem 18 Jahren entgegen gewirkt wird.

25 Marodes [Klick für Vergrößerung] Das von mir ausgesuchte Gebäude ist allerdings kein altes Wohnhaus, sondern eine kleine, alte Fabrik (glaube ich), wo es mal gebrannt hat. Ob der Brand dem Gebäude nur den Rest gegeben hat oder ob das der Auslöser für das Verlassen war, weiß ich nicht. Gegenüber ist übrigens ein Bauernhof (mitten in der Stadt) und der Bauer fährt immer noch mit seinem Pferdefuhrwerk durch die Gegend.

Zum Foto: es ist ein wenig bearbeitet (Farbbalance, Kontrast, Schärfe, Sättigung angepasst), aber nicht beschnitten. Und es ist wie so oft, das letzte Bild, das ich gemacht habe. Das könnte natürlich für mein fotografisches Verständnis sprechen, dass ich weiß, wann ich endlich das passende Foto gemacht habe. Oder es spricht für meine Intuition, die mir vermittelt, wann ich einpacken kann. Am Ende wird es aber einfach Zufall sein…

Zum Thema Sanierung und dem schnellen Fortschreiten wollte ich noch erwähnen, dass ich die Stadt nach einem Auslandsjahr fast nicht wieder erkannt habe, denn in jeder Straße war mindestens ein Haus entweder abgerissen oder saniert worden. Nach und nach wird die Stadt immer bunter.

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

2 Gedanken zu „Foto-Projekt 52 Thema #25: Marodes“

  1. Es sieht so aus, als handele es sich hier nur noch um eine Wand der Fabrik. Du weißt schon: so kulissenartig, wie in einem Western.

    Wie immer sehr schön eingefangen.

  2. Es steht nur noch die Außenmauer, das Dach fehlt. Deswegen nehme ich auch an, dass es sich um eine Fabrik handelt (der Boden ist Asphalt oder sowas) und nicht um ein Wohnhaus.

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