Albumkritik: The Wave Pictures – Instant Coffee Baby

So schnell kann es gehen: Letzte Woche Samstag habe ich zum ersten Mal (bewusst) von den Indiepoppern The Wave Pictures gelesen und gehört. Wie Nico auch habe ich kurzentschlossen das Album beim Label bestellt, die Lieferung ging Montag raus und war am Freitag schon bei mir. Ja, und heute präsentiere ich das Album Instant Coffee Baby im Rahmen des 49 Suns CD-Projekt 2008.

Angefangen hat alles mit dem „Instant Coffee Baby“ track by track guide by David Tattersall of The Wave Pictures, in dem der Sänger zu jedem Stück ein paar Worte zur Instrumentierung, der Entstehungsgeschichte und/oder dem Text zum Besten gibt. Nach einem kurzen Reinhören in die Musik (bei Last.fm und MySpace) habe ich bei Moshi Moshi Records die CD bestellt. Dass es als Bonus acht weitere Songs gratis dazu gab, hat die Entscheidung nur noch beschleunigt.

Nachdem ich nun so ein Loblied gesungen habe, wird es Zeit mal was über den Musikstil zu sagen. Wir haben es hier mit energiegeladenem, gitarrenlastigen, experimentierfreudigem Indiepop zu tun. Einen sehr guten Eindruck bekommt man durch die beiden Singles Strange Fruit for David (Video) und I Love You Like a Madman (Video). Erstere hat die wirklich bahnbrechend-philosophischen Zeilen

A sculture is a sculpture, marmalade is marmalade
and a sculpture of marmalade is a sculpture but it isn’t marmalade

(auch aufgefallen, aber falsch zitiert beim NME) und letztere hat ein grandios-verrücktes Video mit Standbild-im-Wind-Szenen (Hä? Angucken!).

Zu den einzelnen Songs brauche nach den treffenden Worten des Sängers eigentlich nichts mehr zu sagen[1]. Ein kleines Zitat aus den Credits im Booklet:

Mitzi Trought insisted on removing the sound of her father’s Space Echo from the mix. Nobody disagreed with her.

Sowas finde ich immer wunderbar und ich bereue es nicht, die £4,20 zusätzlich gegenüber dem Download ausgegeben zu haben. Als Trost für die hier fehlende Songübersicht ein paar Linktipps:

  1. Wer des Englischen nicht so mächtig ist und eine Übersetzung wünscht, der möge dies bitte per Kommentar äußern. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

2 Gedanken zu „Albumkritik: The Wave Pictures – Instant Coffee Baby“

  1. Ein musikreiches Wochenende 😉
    Nicht schlecht, nicht schlecht. Ich bin auch schon bei nicorola darauf aufmerksam geworden, aber hatte noch keine Zeit mich so wirklich damit zu beschäftigen. Es ist zwar der typisch britische Indipop, der grade so sehr angesagt ist, aber man merkt die Erfahrung der Band. Die Videos sind sehr cool gemacht.
    Schön finde ich, dass du jetzt auch den Bandnamen in den Titel schreibst und nicht nur den des Albums (oder war das nur ein Versehen?).

    *freu* 100 Kommentare

  2. Glückwunsch zur Dreistelligkeit!

    Den Interpreten habe ich absichtlich in den Titel gepackt, da es so wirklich besser ist, denn es sind doch eher unbekannte Bands/Künstler. Und wenn jemand den Namen schon mal gehört hat, dann wahrscheinlich nicht den Albumtitel. Ich werde das bei den anderen Beiträgen noch ändern.

Kommentare sind geschlossen.