Foto-Projekt 52 Thema #20: Merkwürdiges, Kurioses, Schräges

Projekt 52Nachdem mein letztwöchiges Bild zum Projekt 52[1] ein wenig improvisiert war, wollte ich diese Woche zum Thema Merkwürdiges, Kurioses, Schräges… wieder was „Richtiges“ machen. Ein recht seltsames (!) Thema und Sari schreibt dazu

Dir wächst eine Blume auf der Nase? Da trägt jemand Schwimmflossen als Straßenschuhe, irgendetwas stimmt doch da einfach nicht, da ist etwas falsch, vielleicht sogar kurios….genau das wollen wir diese Woche sehen, Dinge, die wir sonst nicht so einfach zu sehen bekommen, wo man im ersten Moment denkt „Da stimmt doch etwas nicht“. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf…

Ein solches Motiv ist natürlich ein wenig Glückssache und bei einem Projekt mit festem Zeitrahmen ist so etwas schwierig. Noch in Gedanken an das letztwöchige Thema Meine Lieblingsgeschichte bin ich schnell auf die Arbeiten von M.C. Escher gekommen durch ein weiteres meiner Lieblingsbücher: Gödel, Escher, Bach (mehr dazu am Ende des Beitrags).

20 Kurioses [Klick für größere und bessere Version] Escher war ein Künstler und Designer, der durch seine seltsamen (= kuriosen, merkwürdigen) Illustrationen und Skulpturen bekannt wurde. Habt Ihr sicher schon mal gesehen (Links zu Beispielen s.u.) und mich haben hier vor allem seine Zeichnungen von Möbiusbändern interessiert (Beispiel). Ein Möbiusband ist etwas sehr simples (ein Band aus Papier o.Ä.), doch es ist kurios in der Hinsicht, dass es nur eine Seite hat – man kann einen Strich auf das Papier zeichnen und kommt genau wieder da an, wo man angefangen hat.

Hier habe ich einfach ein paar Streifen aus Zeitschriften ausgeschnitten (schön bunt) und zusammengeklebt. Einen habe ich in der Mitte durchgeschnitten, denn dann erhält man einen doppelt so langen Ring (und nicht zwei, wie man vielleicht vermuten würde). Das unterste Band im Bild befindet sich gerade im Aufgeschnittenwerden.

Die Möbiusbänder sind mit die einfachsten Motive, die Escher gezeichnet hat, doch das Spielen mit Perspektive (Relativity, Convex and Concave, Waterfall) und Übergängen (Liberation, Smaller and Smaller, Metamorphosis I-IV) findet sich in vielen seiner Werke.

Zum Abschluss noch was zum Buch Gödel, Escher, Bach. Der Inhalt ist schwer zu beschreiben, auch das Zitat aus dem Wikipedia-Eintrag

[Der Autor] sieht in bestimmten selbstbezüglichen Mustern, den so genannten seltsamen Schleifen, den Schlüssel zum Verständnis von Phänomenen wie Sein oder Bewusstsein.

Diese Muster stellt er in seinem Buch vor und findet viele Beispiele dafür, unter anderem aus dem mathematischen Werk Kurt Gödels, unter den kunstvollen Illustrationen M. C. Eschers, aus der Musik Johann Sebastian Bachs, der Informatik (z. B. selbstbezügliche Computerprogramme, Quines genannt) und der Molekularbiologie (DNA).

vermittelt nur ansatzweise, was für fantastische Welten sich dem Leser im Buch auftun. Wer sich generell für populärwissenschaftliche Bücher interessiert, sollte auf jeden Fall mal einen Blick drauf werfen (Amazon-Partner-Links: deutsch, englisch).

  1. Für Uneingeweihte: Es handelt sich hier um ein Fotografieprojekt, wo jede Woche ein vorgegebenes Thema bearbeitet wird. Mehr dazu unter obigem Link. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Foto-Projekt 52 Thema #20: Merkwürdiges, Kurioses, Schräges“

  1. Wieder mal eine sehr schöne Idee. Was mich aber noch interessiert: Was für Zeitschriften liest du, in denen Crime Scene-Bänder vorkommen?

  2. Aleks, du hast ja doch noch was gefunden :mrgreen:

    Chlorine, dat is ne janz dolle Musikzeitschrift (so toll, dass sie kostenlos im Kaufhaus ausliegt) und ein Kenner der Materie hätte sofort erkannt, dass das Polizeiband Werbung für eine gewisse Krimiserie ist 😉
    Bevor Nachfragen kommen: Ja, das Original schaue ich immer noch sehr gerne, im Gegensatz zu so manchen anderen US-Krimiserien, die ich mal gern gesehen habe, die aber mittlerweile nicht mehr erträglich sind.

  3. Das mutmaßte ich zwar, jedoch habe ich mich nicht entscheiden können, auf welche dieser unzähligen CSI-Dingen ich dich ansprechen sollte. 🙂

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