Edinburgh: Bilder und Stadtporträt

Ein kleiner Artikel reicht aus und schon schwelge ich in Erinnerungen an die schöne Zeit vor fünf Jahren, als ich in Edinburgh weilte (des Studiums wegen). Bei Glasvegas[1] gab es einen Hinweis auf ein Edinburgh-Stadtporträt in der neuen ARD Mediathek. Während ich dem sehr informativen Podcast nun verzückt lausche [Direktlink], gibt es noch ein paar Bilder zum Angucken nebenher. Ein Hinweis zur Aussprache dieses Athen des Nordens: das „g“ in „burgh“ ist stumm, es wird nur das „r“ gesprochen, so dass es wie ein kurzes, dumpfes „bre“ klingt.

Der im Podcast erwähnte Canongate-Friedhof sieht so aus:

Edinburgh: Canongate Friedhof

Auf dem Friedhof liegt der Schriftsteller und Poet Robert Fergusson, dessen Grabstein von dem viel bekannteren Robert Burns aufgestellt wurde.

Stichwort Literatur. Auch Ian Rankin kommt zu Wort und er beschreibt, wie er in seinem Debutroman Knots And Crosses / Verborgene Muster die alte Jekyll-Hyde-Geschichte endlich wieder in die Heimatstadt zurückführte (Rezension bei alltagswahn).

Das unglaublich teure Parlamentsgebäude, auf das so geschimpft wird, befand sich vor fünf Jahren noch im Bau, obwohl es schon längst hätte fertig sein sollen:

Edinburgh: Parliament Building

Nach diesen Fotos passend zum Podcast, noch ein paar weitere Bilder.

Die Distel ist die Nationalpflanze Schottlands und natürlich gibt es dazu ein Bild[2] aus dem Royal Botanic Garden:
Distel - Die Nationalpflanze Schottlands

Wer nicht nur hören will, sondern auch fühlen, dem kann ich versichern, dass selbst Ortsunkundigen geholfen wird durch die ausführliche Beschilderung:

Edinburgh: Touristeninformation

Mehr Bilder von Edinburgh und Schottland allgemein gibt es im zugehörigen flickr-Album.

  1. Nein, hat nix mit der Band zu tun, aber deswegen bin ich auf den Blog gestoßen. []
  2. Botaniker vor! Ist das wirklich eine Distel? Es könnte auch Klee sein, oder? []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

4 Gedanken zu „Edinburgh: Bilder und Stadtporträt“

  1. Joe Boyd schreibt in seinem Roman „White bicycles“:

    „Heute gehört Edinburgh zu den Städten in Europa mit den meisten Heroinabhängigen. In den grausigen Wohnsiedlungen die in den 90ern die Kulisse für „Trainspotting“ lieferten, hieß die Droge der 60er noch Schnaps. …“

    Ich habe Edinburgh vor 10 Jahren als Stadt mit einer grandiosen Innenstadt und furchterregenden Außenbezirken kennnengelernt. Dieses oft erwähnte „Athen des Nordens“ ist natürlich Quatsch. Nur wegen dieser Burg auf dem Berg? Athen hat die besseren Vorstädte, dafür lebt man in Edinburgh als Fußgänger länger. Das wusste Fontane damals allerdings noch nicht! Aber dennoch eine tolle Stadt, die kulturell mittlerweile etwas hinter Glasgow hinterherhinkt.

  2. Gigi, lags am Wetter, dass London nicht so schön war?!?

    Postpunk, die Heroinzahlen wurden auch im Podcast angesprochen (von Ian Rankin) und Trainspotting guck ich mir am WE an (hab ich grad ausgeliehen).

    Zu Glasgow: die Stadt hat sich wirklich gemacht in den letzten 20 Jahren und ist auch noch ein Stück größer (= mehr Angebot). Aber ich finde Edinburgh hat mehr Charme und natürlich bin ich voreingenommen :mrgreen: Das Athen kann auch von dem halben Pantheon kommen, das auf dem Calton Hill steht (Edinburgh’s Disgrace) und eigentlich ein National Monument werden sollte.

  3. Ich war noch nie in Schottland, daher bin ich jedesmal begeistert Bilder in mich aufzusaugen wie ein trockener Schwamm. Sehr hübsch! Steht also schon mal auf der To-do-Liste für´s Leben 🙂
    Und danke für den Link 😉

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