Feiertage sind wie Lichtgeschwindigkeit

Was passiert, wenn man zu Lichtgeschwindigkeit Lichtgeschwindigkeit addiert? Richtig, man erhält wieder Lichtgeschwindigkeit (Formel für die Erhaltung der Lichtgeschwindigkeit). Mit Feiertagen verhält es sich (in Deutschland) genauso. Morgen ist nicht nur der arbeitsfreie Tag der Arbeit, sondern auch Vatertag (Christi Himmelfahrt) und diese zwei Feiertage addiert ergeben wieder einen einzigen Feiertag. Hierzulande wird eben gefeiert, wie die Feste fallen.

In anderen Ländern, wie z.B. den USA gibt es diese Unsitte nicht. Viele Probleme entstehen erst gar nicht, weil das Datum des Feiertags mit „dritter Montag im Januar“ angegeben wird (Martin Luther King Day) und nicht stur als 31. Oktober (Reformationstag) bzw. 1. November (Allerheiligen). Und wenn dann so Feiertage wie Weihnachten auf ein Wochenende fallen, wie das 2004 der Fall war, dann sind eben der folgende Montag und Dienstag frei! Der 1. Januar, der 2005 auf einen Samstag fiel, wurde dann am Montag, den 3. Januar nachgeholt. Hierzulande haben die Arbeitnehmer geflucht und die Arbeitgeber sich gefreut, doch in den USA hat man das ganz entspannt gesehen. Ein wirklich fantastisches System, denn es bietet für Arbeitgeber Planungssicherheit und für Arbeitnehmer ihre komplette Riege an Feiertagen.

Ein bisschen Statistik zum Schluss: das letzte Mal, dass der Vatertag auf den 1. Mai fiel war 1913 und das nächste Mal wird das 2160 sein. Wir müssen das also aller Voraussicht nach nicht noch einmal erleben.

PS: Wenn jetzt jemand mit den tröstenden Worten kommt, dass ja Fronleichnam noch ansteht, den verweise ich diskret auf meinen letztjährigen Beitrag.

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

8 Gedanken zu „Feiertage sind wie Lichtgeschwindigkeit“

  1. Mag ja sinnvoll sein, dass die Amis ihre Feiertage nachholen. Allerdings haben die nicht allzu viele wie wir. Ich denke das gleicht sich irgendwo wieder aus. Aber apropos Amis: die haben wohl teilweise eine seltsame Einstellung, was die Arbeitskultur in deutschen Filialen angeht. Mein Cousin arbeitet (noch) bei einer deutschen Firma mit amerikanischer Mutter. Dort wurde dann erwartet, dass er Karfreitag und Ostermontag zur Arbeit antritt, weil das eben keine Ami-Feiertage sind. Am 4. Juli wird aber -weil das in D kein Feiertag ist- auch brav gearbeitet. Ausbeutung in Reinkultur. Aber das „Land of the free“ darf sowas natürlich und der deutsche Arbeitnehmer zieht wegen seiner Angst den Job zu verlieren mit.

  2. Fürchterlich! Mir bringt nichtmal dieser eine Feiertag etwas! Ich habe am Donnerstag sowieso keine Vorlesungen *kotz* naja, wenigstens fällt Freitag dann aus, weil eh keiner zur Uni gehen würde ^^

  3. Da ich eh (noch) frei hab, ist mir das grade ziemlich egal, wie die Feiertage fallen. Allerdings scheinen sich bei doppelten Feiertagen auch die Benzinpreise zu verdoppeln.

  4. Luto + Psycho-Fritze, ich möchte ja auch nicht das Urlaubssystem aus den USA einführen (auf keinen Fall!), sondern nur diese äußerst praktische Art der Feiertagsverschiebung 😎

    Gigi, keiner von wegen! Ich darf morgen früh meine Übung halten, zu der wahrscheinlich bloß ein paar Studenten erscheinen werden!

    Caesar, das ändert sich nie :mrgreen:

    flash, das habe ich tatsächlich vergessen zu erwähnen, aber da der Sonntag ohne Muttertag oder Pfingsten sowieso frei wäre ist das nicht ganz so dramatisch.

  5. Nabend…
    ich bin Vater von drei Kindern, und da gehen die freien Tage eh in Lichtgeschwindigkeit vorbei! (leider) Immerhin habe ich Morgen frei! 🙂

  6. Ganz unbedeutend ist das nicht, kann man doch an diesem Sonntag nicht seinen Joker für den verkaufsoffenen Sonntag ziehen.

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