Quitschbunte Spießerei (Tatort: Erntedank e.V.)

Ein Baby, ein Baby! Charlotte Lindholm wurde Mutter, den Vater kennt man nicht und weil sie auch im Mutterschutz zuviel arbeitet, entdeckt sie sogar in der Kleingartenkolonie ein Verbrechen. (mehr Infos)

Ich würde das jetzt nicht als klassischen Tatort bezeichnen und finde das auch gut so. Man kann ja nicht dieselbe Geschichte 700 Mal erzählen (das war Tatort Nummer 693). Allerdings hätten sie es mit der nervigen Trompete nicht so übertreiben sollen. Dazu fällt mir eine Anekdote ein, die ich kurz dazwischen schiebe. Das war damals im Kino und es lief ein Thriller oder Suspense oder wie man das nennt (What Lies Beneath/Schatten der Wahrheit). Der Film war immerhin so gut, dass ich wissen wollte, wie er ausgeht. Aber ich war mehrfach kurz davor, das Kino zu verlassen wegen dieser elendigen Trompete. Die hat mir wirklich körperliche Schmerzen bereitet. Und gestern beim Tatort gab es die wieder. GRÄSS-lich!

Eine Herausforderung für die Augen gab es auch, nämlich knallige Farben in unmöglichen Kombinationen! Überall! Wo man hinguckt! Kein Entrinnen!

Grundsätzlich alle Wände waren bunt, meistens knallorange, ab und zu unterbrochen durch Türen in blutrot oder grellgelb. Angefangen hat es mit Martins Weste in rot (in Kombination mit einem olivfarbenen Pulli – Hallo?), die er im Garten mit einer tiefblauen Schürze garnierte.

Der Farbenhöhepunkt war das Verhör des Mannes von Frau Klose-Sanders (also entweder Herr Klose oder Herr Sanders). Auf einem orangen Stuhl sitzt der Verdächtige und trägt ein rotes Jackett mit orangenen Pulli, Frau Lindholm einen blauen Pulli (wo ein gelber Kragen rausguckte) und die andere Kommissarin (Schmidt-Rohrbach) einen gelben Pulli (oder Bluse oder sowas). Alle drei im Bild und es gehen einem die Augen über!

Dagegen waren dann die versammelten Obst- und Gemüsesorten beim Erntedank-Proben gar nicht schlimm. Dafür gab es dann wieder Hörerlebnisse der besonderen Art: quitschende Kinder plus die tiefe Stimme der Psychologin Kommissarin.

Wie gesagt, ein völlig anderer Tatort als man das sonst gewohnt ist. Und am Ende war es nicht mal ein klassischer Mord, weil “wir alle eine gute Gemeinschaft” waren. Fast wie in Der Besuch der alten Dame, richtig?

Alles weitere inkl. LOL-Garantie bei Sopranisse.

PS: Ja, ich weiß, dass das orangefarben und nicht orangenen oder orangen heißt.

1 Responses to “Quitschbunte Spießerei (Tatort: Erntedank e.V.)”


  1. wir dachten auch erst der Fernseher wäre verstellt. ich hab allerdings nur die 2. hälfte gesehen. ich dachte hannes jaenicke wäre der Vater des Kindes ?

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