Albumkritik: Jesse Malin – Glitter In The Gutter

Schon drei Wochen seit der letzten Albumkritik, da wird es wieder Zeit für einen Beitrag für das 49 Suns CD-Projekt 2008. Zum ersten Mal widme ich mich heute einem Solokünstler. Jesse Malin könnte man als einen dieser amerikanischen Singer/Songwriter bezeichnen (mit Punkrock-Wurzeln) und diese Richtung ist eine weitere meiner Lieblingsmusikrichtungen. Wahrscheinlich werden die nächsten Albumkritiken dementsprechend angehaucht sein.

Bevor wir aber in die Zukunft schweifen, konzentrieren wir uns auf Glitter In The Gutter, dem dritten Album von Jesse Malin (rechtzeitig bevor In Your Sleeve im April erscheint). Punkte werden heute keine vergeben, da ich entweder 4 oder 4,5 von 5 Punkten geben würde und das wäre langweilig. Die Beschreibungen der Songs würden auch recht ähnlich klingen und deswegen werde ich nur vier aus den dreizehn Songs herausgreifen und diese näher besprechen.

  • In The Modern World
    Der zweite Song und es gibt wieder fröhliches Gitarrengeschrammel, zum ersten Mal Ryan Adams als Gastgitarrist. Der Bass ist wunderbar antreibend, mit Erholungspausen und die Melodie ist sehr eingängig. Meine Lieblingsstelle: Thaaaat’s entertainment / She changes her name – herrlich!
    Video
  • Broken Radio
    Fängt ganz normal an, aber dann bei der zweiten Strophe plötzlich eine andere Stimme und die kommt einem (hoffentlich) bekannt vor. Wenn der Boss auf einem Album gastsingt, dann kann das nur gut werden! Der Song ist etwas ruhiger und wehmütiger, mit Klavier und Streichern und ist als vierter Song eine gute Abwechslung nach drei flotteren Songs.
    Videos: Version 1 (mit Story zum Text), Version 2 (nur die beiden Sänger)
  • Black Haired Girl
    Dieser (und der vorherige) Song sind wieder ziemlich flott und verursacht irgendwie das Gefühl, dass man einen spontanen Roadtrip machen möchte. Klingt komisch ist aber so. Der Text gefällt mir auch sehr gut. Und Jakob Dylan (The Wallflowers) als Backgroundsänger kann nie schaden.
  • Bastards Of Young
    Eine Klavier-Coverversion des gitarrigen Originals der Replacements. Ganz anders und ich muss sagen, auch wenn das Original frischer (punkiger) klingt, so passt die getragene Coverversion besser zum Text.
    Cover und Orginal bei FoxyTunes Planet

Neben den genannten Gastspielen von Ryan Adams, Jakob Dylan und Bruce Springsteen haben noch Josh Homme (Queens of the Stone Age) und Chris Shifflet (Foo Fighters) ihre Gitarrenkünste beigesteuert.

Fazit: Ein rundum gelungenes Album, das einfach Spaß macht und wer nur ein bisschen auf Bruce Springsteen und Ryan Adams steht, wird diese Platte mögen. Meine Wertung: gute 4 von 5 Punkten

Ein paar weiterführende Links mit mehr Informationen:

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker