Columbo in Kiel AKA Tatort: Borowski und das Mädchen im Moor

Ein Beitrag für diejenigen, die den gestrigen Tatort aus Kiel gesehen haben. Ich fand ja, dass es ein stark von Columbo beeinflusster Tatort war. Folgende Gründe sprechen dafür:

  • Der Zuschauer erlebt am Anfang den Mord mit und somit wissen wir wer der Täter war und wie er die Tat begangen hat.
  • Der Kommissar weiß irgendwie, wer der Täter ist (ok, Borowski nicht sofort) und hängt sich an ihn und besucht ihn immer wieder. Am Anfang spielt der Täter noch mit und versucht Tipps zu geben, doch irgendwann ist er nur noch genervt vom Kommissar.
  • Die alte Schrottmühle als Auto wurde versteckt eingebaut, nur dass Columbos Ungetüm nie den Geist aufgab, während Borowskis nicht mehr lebt und er deswegen den neuen Schlitten vom Chef ausleiht.
  • Der Hund fehlte im direkten Sinne, aber Frau Jung könnte als immer-dabei-Anhängsel gelten. Dafür spricht, dass das Spielchen „kommen sie nun zusammen oder nicht“ dieses Mal nicht gespielt wurde. Dagegen spricht, dass der Hund nie Gespräche mit den Beteiligten geführt hat.
  • [Nachtrag]Der nicht-existente Vorname von Columbo wurde gegenteilisiert durch „Mein Name ist auch Klaus!“.
  • Der Täter wird in eine Falle gelockt (Skidachdings), damit er einen Fehler begeht.[/Nachtrag]

Insgesamt fand ich diese Folge ganz angenehm, sie begann etwas seltsam (Warum lässt Borowski das Auto unbeleuchtet im Nebel auf der Landstraße stehen und rennt durch den Wald?), doch dann zog es an und das Ende war etwas ungewöhnlich.

PS: Live gebloggter Tatort wie immer bei Sopran (unter neuer URL!)

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

5 Gedanken zu „Columbo in Kiel AKA Tatort: Borowski und das Mädchen im Moor“

  1. ich bin mir noch nicht so ganz sicher was ich von dem tatort halten soll. deinem vergelich mit Columbo kann ich aber voll zustimmen. die bessere hälft hat den fernseher verlassen und ein höhrbuch vorgezogen, sie fand ihn schrecklich vorhersehbar. (als seine frau das buch gefunden hat)
    die krasse wendung am schluß mit der axt fand ich allerdings alles andere als vorhersehbar.

    ich würde sagen ein interessanter tatort, die figur des täters hatte was, auch die dialoge zwischen den beiden klaus (die mehrzahl von klaus ? *grübel*) ja, doch alles in allem war der tatort ok.

    gibt es infos wann der Lena Odenthal tatort gesendet wird ?

  2. sie ist ja dann auch gegangen, als seine frau das buch gefunden hatte :mrgreen: danke für die info, bin ja beruhigt, dass der tatort noch gesendet wird, mag die lena sehr gerne 😉

  3. Für mich als Kiel0r war das echt mal wieder witzig mitanzusehen! Den Columbo hab ich auch sofort durchgesehen…echt genial und mal was anderes. Was aber immerwieder witzig ist: Dass sie für solche Serien irgendwelche normalen Gebäude umbauen um daraus zB wie hier eine Post zu machen. Diese „Post“ namen DKS oder so, das ist eigentlich ein Schwimmbad, in dem ich letztens zufällig das erste Mal war und genau nebenan ist eh eine richtige, reale Post, warum nehmen die nicht einfach die? Naja, ach so, dieses Internat ist hier nicht in der Gegend, gibt es aber wirklich. Das heißt Luisenlund und ist weiter nördlich an der Schlei. Witzig für mich war auch dass Borowski dem Navigationsgerät zufolge auf der B76 unterwegs war, die meistbefahrene Straße im Norden, die aber da aussah wie eine einspurige Dorfstraße ^^

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