Vorteile eines WordPress.com-Accounts trotz selbstgehostetem Blog

Dieser Beitrag richtet sich an Blogger, die einen selbst gehosteten[1] Blog mit WordPress betreiben, d.h. nicht bei wordpress.com (de).

Vielleicht sind die folgenden Tipps schon lange bekannt[2] und ich war einfach nur sehr lange Zeit sehr blind. Aber vielleicht sind die folgenden Informationen für manche doch ganz hilfreich. Laut der Blog-Paraden-Auswertung vom Webmaster Watchblog nutzen 85% der Blogger WordPress als Software. Die Verteilung von eigenen Blog vs. Blog bei wordpress.com geht daraus nicht hervor, obwohl das herauszufinden gewesen wäre[3].

Spamabwehr: Akismet

Das Anti-Spam-Plugin, das schon bei der Standardinstallation von WordPress dabei ist, kennt sicherlich jeder. Doch damit es läuft, benötigt man einen API-Key, den man nur bekommt, wenn man besagten WordPress.com-Account hat.

Das war auch bei mir der Grund, warum ich diesen nie genutzten Account hatte. Mittlerweile nutze ich Akismet nicht mehr, sondern Defensio, das ähnlich funktioniert[4].

Ausgelagerte Statistiken: WP-Stats

Den API-Key benötigt man auch für dieses Statistik-Plugin, das Statistiken erfasst und zwar extern bei WordPress. Das hat den Vorteil, dass der eigene Server bzw. die eigene Datenbank nicht belastet wird.

Die erfassten Statistiken sind nicht sehr umfangreich, aber die wichtigsten Zahlen sind dabei. Gezählt werden die Besucherzahlen (in einer Kurve mit Tages-, Wochen- oder Monatsansicht), die meist gelesenen Beiträge, häufigsten Referrer, ausgehende Klicks und Suchbegriffe vom heutigen und gestrigen Tag. Für jeden Beitrag kann die Kurve auch einzeln aufgerufen werden:

WordPress-Statistiken für einen Beitrag

Dieses Plugin verwende ich erst seit Kurzem, denn beim ersten Ausprobieren letztes Jahr funktionierte es nicht wie gewünscht. Es hieß, dass die ersten Zahlen nach 20 Minuten verfügbar sind, aber es wurden keine Besucher aufgezeichnet. Dieses Mal hatte ich mehr Geduld und am nächsten Tag (nach 20 Stunden?) wurde dann gezählt. (zuerst gelesen bei Caschy und dann bei Alexander)

Kommentare verfolgen

Dieses Feature ist überhaupt der Grund für diesen Beitrag und warum ich einen WordPress.com-Account für Selbsthoster empfehle. Im Reiter Meine Kommentare sieht man bei welchen Beiträgen man Kommentare abgegeben hat und dazu noch ein paar vorherige und nachfolgende Kommentare. Das ist eine sehr sinnvolle Funktion, die mich auch dazu animiert, mehr oder überhaupt Kommentare bei Blogs abzugeben, die bei wordpress.com laufen[5]. Vorher war es mühsam, den Überblick zu behalten bzw. zeitaufwändig, alle Blogs aufzurufen und nachzusehen, ob es neue Kommentare gibt. Deswegen habe ich das Kommentieren meist gleich sein lassen[6]. Aber jetzt sehe ich das alles bequem in meinem Adminbereich: Screenshot verlinkt auf den zugehörigen Beitrag

WordPress-Kommentare im Tellerrand

Daneben gibt es noch den Schnellzugriff auf einige Adminseiten, wenn man sich auf worpress.com aufhält, wie z.B. den globalen Tellerrand, meine Kommentare und Beitrag schreiben. Die Bezeichnungen sind allerdings alle auf englisch; habe ich da eine Einstellung übersehen?

Gibt es überhaupt noch mehr schöne Funktionen, die ein WordPress.com-Account bietet, die hier fehlen? Erleuchtet mich!

  1. Selbst gehostet ist ein ganz schlimmer denglischer Ausdruck, aber mir fällt in richtigem Deutsch nichts ein, das genau das ausdrückt. Vorschläge bitte in die Kommentare. []
  2. So lange gibt es diese Features noch nicht, oder? Kann da jemand genaueres sagen? Links? []
  3. Doch ich will nicht meckern. Die Auswertung von 100 Teilnehmerbeiträgen war an sich schon aufwändig, ohne dass noch extra Ansprüche gestellt wurden. []
  4. Für Defensio benötigt man ebenfalls einen API-Key und die Erfolgsrate beim Einordnen ist ok. Es ist etwas strenger bei der Beurteilung, weshalb einige gute Kommentare erstmal in der Moderation landen. []
  5. z.B. Katja, Basti und Roman []
  6. Obwohl ich die drei angesprochenen schon recht lange lesend verfolge []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

14 Gedanken zu „Vorteile eines WordPress.com-Accounts trotz selbstgehostetem Blog“

  1. Eine deutsche Alternative zu „selbstgehostet“ war mir bei der „So blogge ich“-Parade auch nicht eingefallen (und ich hab’s ja auch noch zusammen geschrieben)… 🙂

  2. So richtig geht das glaube ich nur mit einer Umschreibung ala „auf eigenem Webspace betrieben“ oder so ähnlich. Ich gehe nochmal in mich. xD

  3. Hi,
    es gab keinen Blogparaden-Teilnehmer, der auf wordpress.com war. es waren alle selbstgehostete blogs.

    mfg
    paul

  4. und wie heißt das dann auf Lateinisch @ Konna? 😉

    hmm, ich würde sagen (da Webspace ja auch nicht deutsch ist…) „selbst betrieben“ schlicht und einfach…
    alternativ: „auf eigenem Internetspeicherplatz betrieben“^^

  5. Danke für eure Erklärungsversuche, aber das scheint mir alles nicht so kurz und prägnant wie selbst( )gehostet.

    Danke Paul für die Aufklärung! Es ist unglaublich, dass bei 85 Leuten (also 85% von den 100) niemand bei wordpress.com ist!

  6. Hmm, wenn wir es nicht eingedeutscht kriegen, warum machen wir es dann nicht ganz englisch, also „self-hosted“ oder so? :mrgreen:

  7. Also to host heißt ja soviel wie veranstalten, leiten, man könnte es also als „selbst geleitet“ übersetzen. Wobei auch „selbst verwaltet“ ganz treffend ist, oder wie pas sagte „selbst betrieben“.

  8. Aber man könnte „selbst betreiben“ ja auch einfach als „ein eigenes Blog betreiben, egal wo/wie“ verstehen – also auch nicht perfekt… 😕

    @Pas: Ich nicht – ich hab gleich sel(bstge|f-)hosted angefangen. 🙂

  9. Da ich ja auch Akismet nutze, verfüge ich ja ebenfalls über einen wordpress.com Account. Nur frage ich mich, wie binde ich mein selbstgehostetes Blog im Dashboard unter Profile als „Haupt-Blog“ ein? 😕
    Hat da jemand eine Ahnung?

  10. Andi, du loggst dich in deinem Account ein und gibst dort dein reguläres Blog als Hauptblog an:
    – bei „dein Profil“ im Hauptblog-Dropdown-Menü auswählen
    (da sollte dein regulärer Blog auftauchen, weil du den Akistmet-Key verwendest)
    – Benutzer-Einstellungen → Autoren & Benutzer
    – Kontaktinfo → Webseite: dein reguläres Blog eintragen
    (das ist wichtig, damit beim Kommentieren die richtige URL für dich eingetragen wird)

  11. Hm schade, da ist leider nichts mit einem Drop Down Menu. Da steht unter Haupt Blog nur „dashboard.wordpress.com“.
    Aber das Statistik Plugin scheint wunderbar zu funktionieren.

  12. Oha, Fehler gefunden 😳 Andi hat es selbst gemerkt:
    man benötigt einen BLOG bei wordpress.com und nicht nur den API-Key!

    Dazu werde ich nächste Woche noch einen kurzen Beitrag schreiben, denn das ist doch eine ganz praktische Sache.

  13. Schöner Beitrag, aber:

    Akismet Alternative: Spam Karma 2 (großartig!)
    WP-Stats Alternative: Google Analytics 😀

    Kommentare verfolgen Alternative: Keine 🙂

Kommentare sind geschlossen.