Doppelte Musik: Zwei Blog-Paraden

Es geht weiter mit meiner Tridoppel-Beitragsreihe[1] und heute gibt es zwei Blog-Paraden, die sich beide ganz schlicht Musik nennen.

Apfelknacker-Musik

Zuerst stellte der Apfelknacker vier Fragen und eine Zusatzaufgabe:

  • Hörst du oft Musik? Wieviele Stunden durchschnittlich am Tag? Und wo? (Arbeit, Unterwegs, etc.)
    Sehr, sehr oft, praktisch die ganze Zeit, wenn ich wach bin. Das fängt beim Aufwachen an, denn meine erste Amtshandlung ist das Einschalten des Radios. Auf dem Weg zur Arbeit könnte ich per mp3-Player hören, aber in letzter Zeit nicht mehr, denn die 10 Minuten halte ich ohne Musik aus. Auf der Arbeit höre ich fast die ganze Zeit, da ich meine komplette Musiksammlung auf einer externen Festplatte habe. Abends zuhause höre ich dann entweder wieder Radio oder am Notebook. Was fällt auf? Richtig, ich höre selten CDs, obwohl ich so viele davon habe. Aber das versuche ich gerade zu ändern.
  • Welche(s) Genre(s) hörst du besonders gerne?
    Da fallen mir gleich eine Handvoll ein. Prinzipiell alles was handgemacht (und möglichst selbstgeschrieben) ist, d.h. Rock in fast allen Varianten, was Roll, Punk, Indie und Alternative einschließt. Ganz besonders am Herzen liegt mir der Britpop, denn mein musikalischer Werdegang ist stark von den Beatles geprägt. Daneben höre ich auch Country ganz gerne, doch da muss man wählerischer sein (siehe Empfehlenswerte Links beim Postpunk).
  • Hörst du Radio? Wenn ja, wieviel und welcher Sender?
    Ja, aber zunehmend weniger, weil die Musik (und das Drumherum) einfach immer unerträglicher wird. Hier in Greifswald höre ich NDR2, in der alten Heimat SWR3. Wenn meine Anlage nicht im Wohnzimmer stehen würde und ich eine bequeme Möglichkeit zum CD-Hören in meinem Zimmer hätte, dann würde ich wohl kein Radio mehr hören.
  • Bist du Mitglied in Musik-Netzwerken wie last.fm, etc.?
    Ja klar, ich schreibe hier auch öfter über Last.fm und meine zuletzt gespielten Songs sieht man in der Sidebar (auf der Startseite). Bei anderen Netzwerken bin kein Mitglied, habe aber einige Web 2.0-Seiten im Bereich Musik ausprobiert (siehe Kategorie Musik im web2null-Blog).

Das waren die Fragen, jetzt kommt die Zusatzaufgabe:

Um das ganze etwas interessanter zu machen, sollst du eine Tracklist mit genau 18 Tracks aufstellen. Stell dir vor, du müsstest einem Freund eine CD mit deiner Lieblingsmusik geben. Auf diese CD soll das, was dir gefällt, nicht was du glaubst, was ihm gefallen könnte. Auf eine CD passen ungefähr 18 Lieder, diese Zahl muss nicht erreicht werden, sollte aber auch nicht überschritten werden. Wichtig: Die Songs, die deiner Meinung nach am besten (von dieser CD) sind, kommen an das Ende!

Eine solche Tracklist muss natürlich erstellt werden, obwohl mir die 18 Lieder sehr restriktiv erscheinen; meine Liebeslieder-Listen verliebt und entzweit enthielten je 19 Tracks. Oder ist das eine Anlehnung an den Boss?[Amazon-Partner-Link] Hätte man mir dieses Frage Mitte der 90er gestellt, wäre das wesentlich einfacher gewesen, da ich Kassetten aus genau diesem Grund erstellt habe (Auflistung der Songs).

Dann guck ich mal in meine Musiksammlung und suche die beliebtesten Songs raus. Nach dem ersten Durchlauf sind es 118 Kandidaten. Das muss weiter reduziert werden, jetzt noch 77. Weniger geht nicht, denn diese Songs bedeuten mir alle in irgendeiner Weise etwas und wenn ich eine Mix-CD erstellen würde, würde ich das in Themen aufteilen und so auf die Länge einer CD reduzieren. Wer sich ansehen möchte, welche Songs das sind, bitte hier entlang.

Nachtrag nach Beendigung: Apfelknacker hat eine statistische Auswertung der Fragen vorgenommen (ich glaube beim ersten Punkt bin ich diejenige mit > 12 Stunden, hehe).

maixmal-Musik

Auch maximal hat sich der Musik verschrieben und stellt ein paar Fragen zum Thema.

  • Welche fünf Musikalben würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen und warum?
    Boah, schon wieder Auswahl treffen! Das müssen Alben sein, dir mir durchweg gefallen und das schon seit langem, denn sonst liefe ich Gefahr, dass ich im Laufe der Jahre wahnsinnig werde[2]. Gelten auch Best Of-Alben? Das wäre ein bisschen wie Schummeln und deshalb mache ich das mal getrennt. Es ergab sich eine eigenartige Zusammenstellung:
    • Tracy Chapman – Tracy Chapman
    • Melissa Etheridge – Melissa Etheridge
    • Fleetwood Mac – Fleetwood Mac
    • Third Eye Blind – Third Eye Blind The Who – Tommy
    • The Redwalls – The Redwalls Bon Jovi – Keep The Faith

    Und die Best Of/Greatest Hits:

    • Del Amitri – Hatful Of Rain
    • The Faces – Good Boys When They’re Alseep
    • Warren Zevon – Genius
    • Beatles – Red Album
    • U2 – The Best of 1980-1990
  • Welche Band/welchen KünstlerIn willst du unbedingt mal live sehen?
    Auf jeden Fall mal den Boss, denn der ist live besonders gut und spielt mehrere Stunden. Und The Redwalls, die schon Vorgruppe von Oasis waren und sogar besser als der Hauptact ankamen.
  • Bei welcher Band/welchem Künstler/welcher Künstlerin willst du am liebsten auf die Tanzfläche rennen?
    Da gibt es eigentlich keine, da ich Musik lieber ruhend genieße. Wenn die Musik mich doch animiert, dann hüpfe ich wild durch die Gegend und hoffe, dass mich keiner sieht. Aber das kommt eher auf den Song als auf den Künstler an.
  • Welche Band der letzten zwei-drei Jahre wird noch den größten Einfluss auf die Musik haben?
    Das ist schwer zu sagen, denn Einfluss wird erst sehr viel später erkennbar bzw. betrifft sehr viel weniger Bands. Den Erfolg betreffend, hatte ich schon Glasvegas vorausgesagt. Soll ich auf den aktuellen Zug aufspringen und sagen, dass Joy Division wieder viele Bands beeinflussen werden? Frage falsch gelesen, deshalb neuer Versuch.
    Das ist schwer zu sagen, aber ich wage es und nenne Bloc Party und The Strokes. Es gibt sicherlich noch mehr, die in diese Kategorie fallen, die mir gerade nicht in den Sinn kommen.
  • Welche Band ist total überschätzt?
    Sehr viele natürlich, sowohl was die Qualität der Musik als auch die Bedeutung für die Nachwelt betrifft! Ich sage jetzt mal provokativ Nirvana, wobei ich nicht abstreite, dass die Band großen Einfluss hatte, sondern nur dass dieser nicht in der Größe gerechtfertigt ist, wie er ihnen zugesprochen wird.

Und nun hoffe ich noch, dass besonders viele bei maximals Blog-Parade mitmachen, bisher sieht es da nämlich recht leer aus.

  1. Ich gehe eigentlich davon aus, dass die Meisten wissen, was eine Tridoppel-Beitragsreihe ist. Doch die paar Unwissenden möchte ich nicht verprellen und Euch sei gesagt, dass es drei Beiträge mit je zwei Aspekten zu einem Thema gibt. []
  2. Wenn wir davon ausgehen, dass ich bisher noch nicht wahnsinnig bin. []

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

9 Gedanken zu „Doppelte Musik: Zwei Blog-Paraden“

  1. ganz groß. ist zwar auch nicht genau mein geschmack. aber ich freue mich, wenn jemand schreibt, dass nirvana überbewertet ist.

  2. Ja nun Bon Jovi…das ist wahrlich „mutig“, es zuzugeben. 😉

    Puhh, dieser Überschätzungskommentar in Bezug auf Nirvana wird dir einige Kopfschüttler einbringen. Wobei ich vermute, dass du nicht unbedingt die Qualität ihrer Musik anzweifelst, sondern vielleicht eher diese ewigen Nachwehen, Anbetung und Glorifizierung im Visier hast.

  3. Ha, ich wusste, dass dieser letzte Satz über Nirvana noch für Diskussionsstoff sorgt :mrgreen: Aber Chlorine, du hast es schon richtig erfasst!

    Postpunk, Bon Jovi und ich, das ist eine Geschichte, die am Auslaufen ist. Während „meiner Jugend“ (was ja schon lange, lange her ist), waren sie eine meiner Lieblingsbands und die einzige, die während dieser Zeit auch noch veröffentlicht hat. Mittlerweile finde ich sie nicht mehr so gut, die letzten Singles kann man z.B. in die Tonne kloppen.

  4. Ich mag Bon Jovi immer noch. Aber gut, ich bin auch nicht hip und in und cool und so.
    Gibt eigentlich keinen Grund, da nicht ein wenig Toleranz zu üben…

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