Tücken der Technik: Kabel, Dolby und Kopierschutz

Der technikbegeisterte Filmfreund freut sich besonders über die Kombination von großem Bild (= Beamer) und sattem Sound (= Dolby 5.1). Doch bis zum Augen- und Ohrenschmaus müssen einige Hürden überwunden werden!

Stellen wir uns die eine Situation mit folgenden Zutaten vor:

  • „Groß“raumbüro (das ist relativ zu sehen, s.u.),
  • Desktop-PC mit
    » kurzem Stromkabel,
    » Soundkarte, die Dolby 5.1 wiedergeben kann,
    » DVD-Laufwerk, das den Dienst aus Kopierschutzgründen verweigert,
  • Laptop mit
    » Soundkarte, die Stereosound wiedergeben kann,
    » DVD-Laufwerk, das brav alles abspielt,
  • Beamer mit
    » kurzem Stromkabel,
    » kurzem VGA-Kabel,
  • 5.1-Lautsprecher, die mit (haha!) kurzen Kabeln verbunden sind.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass Sound und Bild nicht auf demselben Rechner abgespielt werden können! Der findige Filmfreak von heute weiß Rat und holt sich den Audiotrack (in AC3-Qualität), baut das Arsenal an Geräten auf und versucht eine zeitliche Synchronisation von Ton und Bild. Das gelingt natürlich nicht sehr gut. Außerdem bilden die ganzen Kabel üble Stolperfallen und so manche Lautsprecherbox musste einen Falltest überstehen.

Nach mehreren Umbauten und fast eingetretener Resignation ob des minderwertigen Sounds, erhält der eingangs erwähnte Desktop-PC eine weitere Chance und siehe da: das DVD-Laufwerk (bzw. die Software) meckert nicht mehr und der Film kann abgespielt werden!

Einzige Veränderung war die Tatsache, dass in dieser Konstellation nur einer statt zwei Monitoren angeschlossen sind. Anscheinend hat die Grafikkarte das nicht verkraftet und hat den Kopierschutzfehler über die DVD-Software ausgegeben.

Nächstes Problem: PC hat DVIEinAusgang und Beamer hat VGA-Kabel. Doch Technikfreunde haben immer viel Glück und so ließ sich im Büro ein DVI-VGA-Adapter auftreiben:

Adapter DVI-VGA

Blieb nur noch das Kabelproblem, dass mit einiger kreativer Luftraumgestaltung auch gelöst werden konnte. Wer jetzt behauptet, das Kabelproblem sollte keines sein, dem sei gesagt, dass die Position(ierung) von Steckdosen, Beamer, Boxen und PC sehr wohl ein gewaltiges Problem darstellt!

Fazit: Großes Bild und satter Sound wunderbar, aber (gefühlte) drei Stunden Aufbauaufwand sind das nicht wert!

Bildquelle: Smial mit CC-Lizenz

Veröffentlicht von

juliaL49

Wilde Mischung aus musikinteressiertem Konzertbesucher, fernsehbegeistertem Whovian, radfahrendem Läufer, fotografierendem Atheisten und ausgewandertem Bioinformatiker

5 Gedanken zu „Tücken der Technik: Kabel, Dolby und Kopierschutz“

  1. Ja ja, die Tücken der modernen Technik, bei der die Filmindustrie was zu sagen hat bzw. zu haben glaubt…

    Wenn ich kurz etwas korrigieren darf: Der PC hat sicher keinen DVI-Eingang, sondern -Ausgang, und der Link bei „DVI“ geht zu AC3. 🙂

  2. 😛 Das nächste Mal wissen wir ja wie es geht und das Aufbauen sollte wesentlich schneller, flüssiger und ohne Frustrationen vonstatten gehen!

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